Schach

SG Solingen startet mit zwei souveränen Erfolgen

Erwin L’Ami legte einen guten Auftakt in die Bundesliga-Saison hin. Der Niederländer gewann seine Partien souverän. Archivfoto: Andreas Horn
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Erwin L’Ami legte einen guten Auftakt in die Bundesliga-Saison hin. Der Niederländer gewann seine Partien souverän. Archivfoto: Andreas Horn

Bundesliga: Einem 5:3 über Dresden folgt ein 7,5:0,5 gegen den BCA Augsburg.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Zum Auftakt in die Bundesliga ist die Schachgesellschaft Solingen ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Beim 5:3 gegen den USV TU Dresden mussten die Klingenstädter noch ein wenig kämpfen, das Duell gegen den BCA Augsburg endete allerdings deutlich. 7,5:0,5 hieß es gegen den klar schwächer aufgestellten Gegner. „Dresden würde ich als Arbeitssieg bezeichnen“, sagte SG-Vorsitzender Oliver Kniest. „Richtig spektakulär ging es nicht zu.“

Alexander Naumann, Loek van Wely und Erwin L’Ami standen schnell besser als ihre Kontrahenten und setzten diese wenig später jeweils souverän matt. „Es war sicher erwartbar, dass wir in diesen Spielen favorisiert sind“, sagte Kniest angesichts der jeweils mindestens 150 Elo-Punkte höheren Einstufungen der SG-Profis im Vergleich zu ihren Gegnern. Florian Handke hatte bei der Elo-Zahl, die die Stärke eines Schachspielers definiert, ebenfalls einen deutlichen Vorteil. Doch er verlor am siebten Brett völlig überraschend gegen Hans Möhn.

Entsprechend froh war Kniest über den frühen Vorteil, den das siegreiche Trio herausholte. „Gerade, weil solche Partien auch immer mal wieder remis ausgehen, war das wichtig“, fand Kniest, der dem weiteren Verlauf des Wettkampfs somit entspannt entgegenblicken durfte. An den oberen Brettern hielten Jorden van Foreest und Markus Ragger Remisen, so dass noch ein halber Punkt zum Sieg fehlte. Den holte Mads Andersen, der gegen Maximilian Neef zwar lange brauchte, letztlich aber sogar gewann. SG-Zugang Max Warmerdam legte allerdings einen Fehlstart hin. Der Niederländer stand früh schlecht, kämpfte, stand kurz vor Schluss wieder vor einer Punkteteilung, bevor er doch noch die Segel streichen musste. „Der Computer hat zwar ein Remis erkannt, aber die Stellung im Endspiel war für einen Menschen schwierig zu verteidigen“, ordnete der SG-Vorsitzende das Geschehen ein.

Gegen den BCA Augsburg wurde es noch deutlicher für die SG. Jörg Wegerle gewann seine Partie mit den schwarzen Figuren in elf Zügen. Kniest: „Das ist ungewöhnlich. Der Rest war durch die Bank souverän, so dass wir uns über den guten Saisonstart freuen.“ Die weiteren SG-Siege holten Van Foreest, L’Ami, Andersen, Warmerdam, Van Wely und Handke.

Ein Zeichen setzten Werder Bremen und die OSG Baden-Baden in ihrem Wettkampf. Die Hanseaten mussten aufgrund der aktuellen Lage auf ihre beiden seit vielen Jahren für den Verein antretenden ukrainischen Spieler verzichten. Sie füllten allerdings nicht auf, sondern ließen die Bretter zwei und drei frei. Diesen Vorteil wollte Topfavorit Baden-Baden nicht nutzen und besetzte die Bretter ebenfalls nicht. Gleiches folgte auch im sonntäglichen Match der Bremer gegen die SF Deizisau.

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