Schach

Schachgesellschaft hofft auf eine Medaille

Markus Ragger wird definitiv für die Schachgesellschaft Solingen ans Brett gehen. Der 32-jährige Österreicher ist einer der Dauerbrenner in der Mannschaft und war Teil der Meistermannschaft von 2016.Archivfoto: Daniela Tobias
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Markus Ragger wird definitiv für die Schachgesellschaft Solingen ans Brett gehen. Der 32-jährige Österreicher ist einer der Dauerbrenner in der Mannschaft und war Teil der Meistermannschaft von 2016.

Die Deutsche Meisterschaft wird vom 16. bis 20. September ausgespielt.

Von Thomas Rademacher

Mitte September steht die Schach-Bundesliga für knapp eine Woche im Fokus. Innerhalb von fünf Tagen wird der Deutsche Meister 2020 bei einem großen Turnier in Karlsruhe gekürt. Die Schachgesellschaft Solingen nimmt als eine von acht Mannschaften an der Veranstaltung teil. Top-Favorit dürfte allerdings Abonnement-Meister OSG Baden-Baden sein.

„Mit welchen Ambitionen wir in das Turnier gehen, hängt stark von unserem Kader ab“, sagt SG-Vorsitzender Oliver Kniest. Denn nicht alle Spieler können ohne größere Auflagen nach Deutschland kommen. Borki Predojevic und Predrag Nikolic befinden sich in Bosnien und werden wohl nicht einreisen. Surya Ganguly müsste gar aus Indien einfliegen. „Das werden wir wohl nicht angehen“, meint Kniest.

Die Solinger werden wohl vornehmlich auf Akteure aus den Nachbarländern zurückgreifen. Spitzenspieler Pentala Harikrishna lebt in Prag, ob er zur Verfügung steht, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Sicher spielen wird hingegen der Österreicher Markus Ragger. Die Nummer drei der Solinger Setzliste ist ein Spieler, der besonders unter den Corona-Restriktionen gelitten hat. „Für die absolute Weltspitze gab es online Veranstaltungen mit attraktiven Preisen, aber für Akteure, die in der Weltrangliste zwischen 50 und 200 stehen, sind alle Einnahmen weggebrochen. Genau diese Spieler freuen sich natürlich besonders, jetzt wieder ans Brett zu dürfen“, erklärt Kniest.

Das gilt nicht für die Solinger Nummer eins: Anish Giri, einer der besten zehn Spieler der Welt, wird wohl fehlen. „Er hat durchblicken lassen, dass er sich auf das Kandidatenturnier, bei dem der Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ermittelt wird, konzentriert“, sagt der Vorsitzende. Trotzdem arbeiten die Solinger mit Hochdruck an einer wettbewerbsfähigen Aufstellung. „Wenn es optimal läuft, können wir um eine Medaille spielen“, hofft Kniest. „Absoluter Favorit ist Baden-Baden. Auch Deizisau tritt sicher mit einer sehr starken Mannschaft an.“

Die Karten allerdings werden bei dem Turnier komplett neu gemischt. Die aktuelle Bundesliga-Saison, die im März unterbrochen wurde, wird erst im Frühjahr 2021 fortgesetzt. Wer Meister 2020 wird, entscheidet sich ausschließlich an den fünf Tagen in Karlsruhe. Die Schach-Spitze ist nahezu komplett vertreten. Nur der zweitplatzierte SV Hockenheim hat die Teilnahme aus personellen Gründen abgesagt.

Die Solinger Spieltermine: Werder Bremen (16.9, 14 Uhr), Aachener SV (17.9., 10 Uhr), SC Viernheim (17.9., 17 Uhr), OSG Baden-Baden (18.9., 14 Uhr), FC Bayern München (19.9., 10 Uhr), SF Berlin (19.9., 17 Uhr), SF Deizisau (20.9., 11 Uhr).

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