Triathlon

Saskia Käs nutzt perfekte Bedingungen

Ob Saskia Käs im Trainingslager neben allen Anstrengungen auch Spaß hat? Da sagt ein Bild zum wiederholten Mal mehr als tausend Worte. Foto: SK
+
Ob Saskia Käs im Trainingslager neben allen Anstrengungen auch Spaß hat? Da sagt ein Bild zum wiederholten Mal mehr als tausend Worte.

Die Solinger Profi-Triathletin bereitet sich in Trainingslagern auf den Kanaren und Balearen intensiv vor.

Von Fabian Herzog

Um sie ist es ruhiger geworden. Zwangsläufig. Ihre letzten Wettkämpfe hat Saskia Käs im vergangenen Sommer absolviert, als sie beispielsweise im französischen Saint-George-sur-l’Aa ihr Können unter Beweis stellte. Seitdem ist die Solinger Profi-Triathletin nur noch einmal für den guten Zweck, aber eben nicht mehr ambitioniert gestartet. Was vor allem daran liegt, dass Corona den Wettkampfkalender extrem ausgedünnt hat.

Ich würde es gerne noch einmal zu einer Weltmeisterschaft schaffen.

Saskia Käs, Profi-Triathletin

Wer glaubt, Käs würde deswegen die Füße hochlegen oder ihr Trainingspensum massiv zurückschrauben, der irrt gewaltig und müsste nur mal unter der Woche im Klingenbad vorbeischauen, wo die 27-Jährige häufig ab 6.30 Uhr ihre Bahnen zieht. An Ehrgeiz und Motivation hat Käs kaum etwas eingebüßt. Sie will es weiterhin wissen und auf den Punkt topfit sein, wenn auch in ihrem Sport so etwas wie Normalität zurückkehrt. „Ich würde es gerne noch einmal zu einer Weltmeisterschaft schaffen“, sagt die Solingerin, die schon zweimal beim kontinentalen Kräftemessen vertreten war. 2017 in den USA und 2018 in Südafrika – aber vor ihrer Zeit als Profi.

Schon im Dezember bereitete sie sich mit einem Trainingslager auf Gran Canaria auf mögliche Wettkämpfe in 2022 vor. Und das in besonderer Begleitung. „Meine Oma war mit und hat ein paar Tage Urlaub gemacht“, erzählt Käs lächelnd. „Das war echt cool.“ Auf den Kanaren fehlte es ihr an nichts. Bei besten Bedingungen konnte sie intensiv trainieren und mit dem Rad ordentlich Höhenmeter sammeln. Auch in Sachen Kohlenhydratspeicher blieben nach den Einheiten keine Wünsche unerfüllt. „Dafür hat meine Oma gesorgt.“

Für Käs gilt jedoch: Nach dem Trainingslager ist vor dem Trainingslager. Seit vergangenem Freitag und für elf Tage wird Stufe zwei gezündet. Mit ihrem Coach Peter Sauerland und einigen Athleten aus dessen Team Sauerland werden die frühlingshaften Bedingungen auf Lanzarote genutzt. Bei Temperaturen um die 15 Grad fließt täglich der Schweiß. In der Regel geht´s für Saskia Käs ab 10 Uhr für drei bis fünf Stunden aufs Rad, anschließend werden zwei bis sechs Kilometer gelaufen. Meistens ohne wirkliche Pause dazwischen, um die Gegebenheiten eines Wettkampfes zu simulieren. So in der Art laufen meist drei Tage ab. Dann folgt ein Tag mit ein wenig Regeneration, „nur“ einer Schwimmeinheit von rund einer Stunde und 30 Minuten Stabilisationstraining.

Damit die Quälerei auch mit einem Ziel verbunden ist, haben Käs und ihr Trainer schon zwei Wettkämpfe für dieses Jahr ins Auge gefasst. „Da muss man aber erst einmal gucken, wie es bis dahin läuft“, sagt die Solingerin. Triathlon Nummer eins, die Mitteldistanz auf Teneriffa, wurde schon von Anfang auf Ende März verschoben. Zu gerne würde sie dort aber noch einmal starten, nachdem sie 2019 auf der spanischen Touristeninsel ihr Profi-Debüt gefeiert hatte.

Der zweite anvisierte Wettkampf könnte am 10. April auf Mallorca stattfinden. „Auf der Homepage steht aber schon, dass der Termin nicht fixiert ist“, sagt Käs ein wenig frustriert. Diesen Triathlon über die Sprintdistanz würde sie ins Trainingslager Nummer drei integrieren, das von Mitte März bis Mitte Mai geplant ist. „Ich habe viele Überstunden angesammelt“, erklärt die examinierte Altenpflegerin fast entschuldigend. Außerdem seien Arbeitgeber, die Evangelischen Altenhilfe in Wald, und ihre Chefin sehr kooperativ.

Herausforderung

Vom 4. bis 7. Februar finden im polnischen Glogow die Weltmeisterschaften im Eisschwimmen statt. Nach reiflicher Überlegung hat sich Käs entschieden, dort an der Seite der ebenfalls aus Solingen stammenden Ilona Vogt-Humberg an den Start zu gehen. „Eigentlich bin ich voll die Frostbeule“, sagt die Spitzentriathletin. „Aber man muss ja mal etwas Neues ausprobieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Hier gilt in Solingen zeitnah Tempo 30
Hier gilt in Solingen zeitnah Tempo 30
Hier gilt in Solingen zeitnah Tempo 30
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Auf dem Dürpelfest geht es auch am Sonntag rund
Büdchen ist ein Stück Stadtkultur
Büdchen ist ein Stück Stadtkultur
Büdchen ist ein Stück Stadtkultur
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet um 18 Uhr - So bereiten sich alle vor

Kommentare