Triathlon

Saskia Käs meldet sich mit Streckenrekord zurück

Ein Gutschein über 1000 Zloty (umgerechnet 220 Euro), ein Präsentkorb und einen kleinen Pokal bekam Saskia Käs für ihren Sieg. Foto: TW
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Einen Gutschein über 1000 Zloty (umgerechnet 220 Euro), einen Präsentkorb und einen kleinen Pokal bekam Saskia Käs für ihren Sieg.

Für die Solinger Profi-Triathletin endet in Polen eine lange wettkampflose Zeit

Von Fabian Herzog

Acht lange Monate Wettkampfpause haben für ein durchaus mulmiges Gefühl gesorgt. „Ich war echt extrem aufgeregt und wusste nicht, wo ich stehe“, erzählt Saskia Käs, die im polnischen Lusowo, Nahe der Studentenstadt Posen, endlich wieder bei einem Triathlon an den Start gehen konnte.

Die Solinger Profi-Sportlerin ließ sich die Abstinenz aber kaum anmerken und zeigte über die olympische Distanz eine überzeugende Leistung. Käs gewann nicht nur die Frauen-Wertung mit 18 Minuten Vorsprung, sondern stellte nebenbei auch noch einen Streckenrekord auf. „Ich bin vollkommen zufrieden“, bilanzierte die 28-Jährige, die für die Distanzen 950 Meter Schwimmen, 45 Kilometer Radfahren und 10,5 Kilometer Laufen 2:18:30 Stunden benötigt hatte.

Auch für Peter Sauerland, ihren Trainer, war der Wettkampf ein ganz besonderer. Weil er selbst in der Region vor 37 Jahren seinen ersten Triathlon bestritten hatte und auch er extrem gespannt war, wie sich sein Schützling nach der langen Zeit präsentieren würde. Sein Fazit: „Saskia hat sich sehr gut geschlagen.“ Sauerland hatte die coronabedingte Zwangspause genutzt, um mit Käs an ihren Schwächen zu arbeiten. So wurde das Schwimmen, die Paradedisziplin der Solingerin, lange Zeit eher vernachlässigt und der Fokus beispielsweise auf die Lauftechnik gelegt. Auch an der mentalen Ebene, wie dem Umgang mit Stresssituationen, wurde gearbeitet. Der Trainer: „Das hat Früchte getragen.“

Beim Schwimmen trumpfte Käs wie gewohnt auf. „Sie hatte richtig Spaß daran, die Männer zu überholen“, erzählt Sauerland mit einem Schmunzeln. Tatsächlich war sie Gesamtdritte und mit Abstand schnellste Frau, als es vom Wasser aufs Rad ging. Der Wechsel verlief allerdings nicht optimal. „Das muss ich noch üben“, gestand Käs ein. Noch mehr machte ihr in der Folge das Wetter zu schaffen. Es begann, wie aus Kübeln zu gießen. „Das war beinahe ein Kampf ums Überleben“, kommentierte Peter Sauerland unter anderem die immer rutschiger werdende Straße.

Während manch eine Konkurrentin von der Strecke abkam, blieb Käs in der Spur und meisterte auch die Laufdistanz souverän. Ihren Zehn-Minuten-Vorsprung vor dem letzten Wechsel baute sie noch einmal weiter aus, ohne dabei komplett ans Limit zu gehen. Auf den letzten fünf Kilometern „war ein wenig der Druck raus“, analysiert ihr Trainer, der extrem froh ist, dass schon der nächste Wettkampf nicht lange auf sich warten lässt. Am ersten Juli-Wochenende geht Saskia Käs im französischen Gravelines an den Start. Dann garantiert mit einem deutlich weniger mulmigen Gefühl.

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