Fußball

Sascha Franz hebt nur bei der Fan-Begeisterung ab

Sascha Franz (l.) und Dirk Schuster bilden ein eingespieltes Duo, das sich von der Hinrunde nicht blenden lässt.
+
Sascha Franz (l.) und Dirk Schuster bilden ein eingespieltes Duo, das sich von der Hinrunde nicht blenden lässt.

Der Solinger Fußball-Trainer ist mit Kaiserslautern im Trainingslager.

Von Jürgen König

Frühlingshaftes Wetter genießt derzeit ein Solinger im türkischen Belek. Wobei das mit dem Genuss so eine Sache ist, denn Sascha Franz befindet sich mit dem 1. FC Kaiserslautern im Trainingslager. Und das bedeutet auch für einen Co-Trainer im Profi-Geschäft viel Arbeit. Kurz vor der Aufstiegsrelegation übernahmen Franz und Dirk Schuster die Roten Teufel, führten sie in die 2. Bundesliga und legten dort als Vierter mit 29 Punkten eine klasse Hinrunde hin. „Wir müssen trotz der Nähe zu den Aufstiegsplätzen realistisch bleiben, was angesichts der Euphorie eine große Aufgabe ist“, sagt Sascha Franz und führt für die Bescheidenheit die letzten drei Spiele des alten Jahres an: „Da haben wir neun Punkte geholt, hätten aber auch leer ausgehen können.“

Was indes die Begeisterung rund um den Traditionsverein angeht, da tritt der 48-Jährige keineswegs auf die Euphoriebremse. „Die Heimspiele am Betzenberg bedeuten schon bei der Anfahrt pure Gänsehaut, aber auch auswärts ist die Unterstützung mega“, sagt er und denkt beispielsweise an die Partie in Düsseldorf – 9000 Fans seien es beim 2:1-Erfolg am 11. 11. gewesen. Die ganze Pfalz würde hinter dem Meister und Pokalsieger vergangener Jahre stehen. Daheim kamen zu den „Festtagen“ im Schnitt 38 602 Zuschauer, nur der Hamburger SV weist mit seinen 50 627 eine bessere Quote auf.

Familie in Wald, Tennis,Lok Landwehr und Freunde

Sportlich lief es oftmals spektakulär ab, nicht nur beim 4:4 gegen Magdeburg oder dem 3:3 gegen Darmstadt. Rückstände wurden mit Fan-Unterstützung aufgeholt. Auch im Pokal gegen Erstligist SC Freiburg (1:2 nach Verlängerung) bewies man Stabilität. Ins Auge sticht die Auswärtsbilanz mit 16 Zählern ohne jegliche Niederlage. „Aus Drittliga-Zeiten ist noch die Liebe zum Verteidigen vorhanden“, nennt Franz einen Grund für die Standfestigkeit in fremden Stadien. Die soll dazu beitragen, möglichst schnell 40 Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Sascha Franz: „Uns wird keiner mehr unterschätzen. Und wir dürfen einfach nicht abheben.“

Was das Trainergespann definitiv nicht tun wird, vielmehr weiß, wo der FCK noch vor anderthalb Jahren stand – an der Kante zur Regionalliga. An einen Durchmarsch wie zu grandiosen Darmstädter Zeiten von der 3. in die 1. Liga denken Schuster/Franz gar nicht, sortieren vielmehr ihr Personal auf einigen Positionen gezielt neu und arbeiten am Mittelmeer hart für den Neustart Ende Januar in Hannover. Spätestens ab dann wird Kaiserslautern für Sascha Franz wieder Zentrum des Lebens sein, und die während der WM-Pause favorisierten Dinge treten etwas zurück: die Familie in Solingen-Wald, das Tennis-Training unter Markus Förster oder gesellige Stunden mit den Fußballern von Lok Landwehr und Freunden.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

HSV Gräfrath siegt, singt und lacht in Mainz
HSV Gräfrath siegt, singt und lacht in Mainz
HSV Gräfrath siegt, singt und lacht in Mainz
Regionalliga: Siege für beide BHC-Teams
Regionalliga: Siege für beide BHC-Teams
Regionalliga: Siege für beide BHC-Teams
Ohligser TV: Trainer David Horscht sagt Tschüss
Ohligser TV: Trainer David Horscht sagt Tschüss
Ohligser TV: Trainer David Horscht sagt Tschüss
DV-Zweite holt die ersten Punkte im neuen Jahr
DV-Zweite holt die ersten Punkte im neuen Jahr

Kommentare