Sportlicher Adventskalender

Die Rückkehr ins heimische Solingen zu „seiner“ Trikotnummer 17

Mit 22 Jahren ist Paul Habedank der Jüngste bei den Volleys – seine Trikotnummer steht mit seinem Alter in Zusammenhang. Foto: Michael Linder
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Mit 22 Jahren ist Paul Habedank der Jüngste bei den Volleys – seine Trikotnummer steht mit seinem Alter in Zusammenhang.

Türchen Nummer 17 im Adventskalender des ST-Sports: Volleyballer Paul Habedank.

Von Sonja Bick

Wenn Paul Habedank von seinem ersten Kontakt zu Trikotnummern erzählt, könnte man denken, das sei locker 20 Jahre her – dabei ist der Volleyballer gerade mal 22 Jahre alt. „Für unsere ersten Spiele haben wir unsere Volleys-Kids-T-Shirts mit Zahlen aus Kreppband beklebt.“ Der Einfachheit halber seien dies Ziffern wie 1, 4, 7 oder eben Kombinationen daraus gewesen. Sieben Jahre ist das etwa her.

Damals hatte er über Patrick Ladermann und eine AG des Gymnasiums Vogelsang zur bunt gemischten Freitagsgruppe der Volleys gefunden. „Wir hatten keine Trikots und auch keinen Trainer: Bei unseren Spielen hat uns immer ein anderes Elternteil gecoacht“, erinnert sich Habebank. Kurz darauf habe ihn Trainer Marius Gattner mit zu den Herren 3 genommen. Und dort gab es dann auch erstmals richtige Trikots. „Weil ich damals 17 war, habe ich mich für diese Zahl entschieden“, sagt der Diagonalangreifer.

Nach seinem Abitur verabschiedete sich der 1,98-Meter-Mann aus Solingen – und damit auch von „seiner“ 17. Weil er in Münster BWL studierte, schloss er sich dem Regionalligisten Blau-Weiß Aasee an. Es folgten ein Abstecher nach Gievenbeck, wo er in der 3. Liga angreifen wollte, ihm ein Bänderriss aber einen Strich durch die Rechnung machte, und die Rückkehr nach Münster. „Ich habe dann aber mein Studium abgebrochen, weil ich irgendwie mehr als Barkeeper gearbeitet habe“, sagt Habedank. „Deswegen habe ich in diesem Jahr einen Cut gemacht.“ Beruflich bedeutete das der Start eines dualen BWL-Studiums bei der Deutschen Bank, sportlich die Rückkehr zu den Volleys. „Hier habe ich mir natürlich wieder die 17 ausgesucht, die übrigens auch meine Mutter immer getragen hat.“

Zwei Regionalligaspiele wurden im September absolviert, das dritte und bislang letzte am 3. Oktober. Beim 3:1 gegen den Dürener TV wurde der Angreifer als wertvollster Spieler seines Teams ausgezeichnet. Dann war ohnehin Spielpause, ehe nahtlos die coronabedingte Unterbrechung der Saison folgte. Gerne würde er weiterspielen: „Es macht sehr viel Spaß mit dieser erfahrenen Mannschaft“, sagt der Jüngste im Team. Wie es weitergeht, kann er nur tippen: „Vielleicht werden wir irgendwann noch ein paar Spiele austragen, eine Wertung kann ich mir nicht vorstellen.“ Und so hofft er darauf, dass wenigstens die Beachsaison stattfinden wird. Dann dürfte Paul Habedank endlich wieder seiner Leidenschaft nachgehen – auch wenn die 17 dann weiterhin im Schrank liegen würde.

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