Sportlicher Adventskalender

Rückennummer vereint die Töchter und die Mutter

Lena Bruder gibt das Trikot mit der 8 nicht mehr her. Foto: M. Linder
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Lena Bruder gibt das Trikot mit der 8 nicht mehr her.

Türchen Nummer 8 im Adventskalender des ST-Sports: Lena Bruder.

Von Sonja Bick

Als es zum ersten Mal um die Wahl einer Trikotnummer ging, dürfte Lena Bruder etwa neun Jahre alt gewesen sein. Die kleine Volleyballerin berichtete ihren Eltern davon, und kurz darauf war ihre Entscheidung gefallen. „Meine Mama hat ebenfalls beim TSV Hochdahl Volleyball gespielt und hatte immer die 8 – die wollte ich dann auch“, erzählt die heute 21 Jahre alte Zuspielerin der Solingen Volleys. Das Problem: Ein anderes Mädchen wollte dieselbe Nummer. „Aber ich habe sehr für die 8 gekämpft.“

Um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, sei damals – wie in diesem Alter nicht unüblich – eventuell die eine oder andere Träne geflossen, erklärt sie lachend. Mit Erfolg. „Seitdem habe ich die 8 nicht mehr abgegeben“, sagt Lena Bruder, die in Köln Meteorologie studiert und durch ihre Mutter Anne überhaupt zum Volleyball gekommen ist. „Nachdem ich auf der Welt war, hat sie zwar nicht mehr selbst gespielt, aber oft bei ihrer Mannschaft zugeguckt. Ich bin dann immer durch die Halle geflitzt.“

2006 hat Lena Bruder selbst in Hochdahl, wo sie heute noch wohnt, mit dem Volleyball begonnen. Mit dabei war nicht nur bald ihre Schwester Sina, sondern auch immer die stolze Mama. „Bei den Spielen hat sie uns angefeuert, obwohl man sich das gerade zu Beginn nicht wirklich gut angucken konnte“, blickt Lena Bruder zurück. „Und sie hat uns immer gefahren, zu allen Auswärtsspielen und später auch zum Training nach Solingen.“ Denn 2014 wechselten die Schwestern zu den Volleys.

Und hier feierten die beiden mit der Teilnahme an den Westdeutschen U20-Meisterschaften und dem Verbandsliga-Aufstieg im vergangenen Jahr ihre größten Erfolge. Seit Mitte des Jahres gehen die Schwestern sportlich gesehen allerdings getrennte Wege. Während Lena den Volleys treu geblieben ist und als Kapitänin die Truppe unter anderem mit regelmäßigen Zoom-Meetings zusammenhält, spielt Sina seit kurzem für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Allbau Essen. Dort hat sie nicht mehr die 2 auf dem Rücken, sondern läuft nun auch mit der 8 auf. So sind die Schwestern doch irgendwie vereint – und Mama Anne ist sehr stolz, dass „ihre“ Nummer nun von beiden Töchtern getragen wird.

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