Handball

Renninger feiert mit Hagen einen ganz besonderen Aufstieg

Julian Renninger (r.) bejubelt seinen dritten Zweitliga-Aufstieg mit Eintracht Hagen. Foto:
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Julian Renninger (r.) bejubelt seinen dritten Zweitliga-Aufstieg mit Eintracht Hagen.

Handball: Herausragende Vorbereitung zahlt sich aus

Von Lutz Clauberg

Der VfL Eintracht Hagen hat jüngst zum dritten Mal nach 2015 und 2017 den Sprung in die 2. Handball-Bundesliga unter Dach und Fach gebracht - und zum dritten Mal war ein Solinger aktiv beteiligt: Julian Renninger. „Ob es der schönste Aufstieg war, kann ich gar nicht genau sagen. Auf jeden Fall aber ein ganz besonderer“, sagt der 28-jährige Kreisläufer.

Hagen bestritt in der Nordwest-Staffel der 3. Liga im Oktober 2020 drei Meisterschaftsspiele. Es folgten lange Trainings-Monate mit mindestens fünf Einheiten pro Woche. Renninger gesteht ein: „Zwischendurch hatten wir alle keine richtige Lust mehr, im Nachhinein war das aber der richtige Weg.“ Zumal, berichtet er, fast alle Spieler (wie er auch) Profisportler sind. „Was hätten wir zu Corona-Zeiten denn sonst groß zu Hause machen können?“

Renningers Mannschaft stieg also top vorbereitet in die Aufstiegsrunde ein. Sechs Partien standen in der Gruppenphase an. Heraus sprang nach vier Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage Platz zwei hinter dem VfL Potsdam. In der Zwischenrunde hieß es 35:21 und 23:21 gegen die HSG Krefeld. Julian Renninger stand zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr im Kader – er wurde am 14. Mai wegen einer im zweiten Vorrundenspiel erlittenen Meniskusverletzung am linken Knie operiert. Acht Tage nach dem Eingriff konnte er wieder Joggen, am 5. Juni lief er im ersten Finale gegen den HC Oppenweiler/Backnang auf und erzielte drei Treffer beim 36:31. Am 12. Juni setzte sich der Favorit 39:33 durch, der dienstälteste Hagener Akteur Julian Renninger war mit einem Treffer dabei. „Gespielt habe ich in beiden Spielen vielleicht 40 Minuten“, erzählt er. „Aber das war im Hinblick auf das operierte Knie auch gut so.“

Ziel in der kommenden Saison ist der Klassenerhalt

Mit 17 Mann wurde die Meisterschaft anschließend gescheit gefeiert. Renninger: „Nur drei Leute konnten leider nicht mit. Das spricht für den tollen Teamgeist.“ In diesem Zusammenhang erwähnt Renninger eine Maßnahme des Vereins: „Es gibt eine Präsenzpflicht. Alle neuen Spieler müssen in Hagen wohnen.“ Er selbst bleibt lieber Gräfrather, die Fahrten seien nach all den Jahren ein Klacks: „Ich kann auf Auto-Pilot stellen.“ Schließlich trägt er seit Anfang 2013 das Hagener Trikot, nachdem beim Tus Wermelskirchen die Lichter ausgegangen waren. Dort war er nach dem Ende seiner Jugendzeit 2011 erfolgreich am Ball. Trainer Lars Hepp hatte ihn vom Ohligser TV zum ambitionierten Regionalligisten geholt.

In Ohligs spielte er seit der D-Jugend, mit einigen Mitspielern hat er heute noch sehr guten Kontakt. In Hagen erlebte Julian Renninger, der nach einem abgeschlossenen sportwissenschaftlichen Studium noch ein Fernstudium mit sportökonomischem Schwerpunkt absolviert, gute wie schlechte Zeiten. An den ersten Zweitliga-Aufstieg als Außenseiter in Dresden erinnert er sich ausgesprochen gerne, an die beiden Abstiege 2016 und 2019 eher weniger – nicht zu vergessen die beiden schlimmen Verletzungen: Kreuzbandriss linkes Knie am 24. März 2018, Kreuzbandriss rechtes Knie am 16. März 2019. Beschwerden hat er keine, sagt er – und freut sich jetzt auf die 2. Bundesliga. Sein Vertrag hat bis zum 30. Juni 2022 Gültigkeit. „Unser Ziel ist natürlich, nicht abzusteigen. Alles andere wäre vermessen.“

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