Handball

Reckenthäler schätzt Gegner Leipzig

Kerstin Reckenthäler vor einer gut gefüllten Bank – auch in Leipzig dürfte es keine personellen Probleme geben. Fotos: Andreas Horn
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Kerstin Reckenthäler vor einer gut gefüllten Bank – auch in Leipzig dürfte es keine personellen Probleme geben.

Handball: Zweitligist HSV steht am Sonntag vor einer weiten Tour.

Von Lutz Clauberg und Jürgen König

Nur ein einziges Mal spielt der HSV Solingen-Gräfrath in der Saison 2021/22 an einem Sonntag: am 17. Januar in Runde 12 im rund 470 Kilometer entfernten Leipzig. „Zum Glück nur einmal“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler vor der Ochsentour nach Sachsen an diesem Sonntag. Anpfiff in der Sporthalle Brüderstraße ist um 16 Uhr, die Hin- und Rückfahrt erfolgt am gleichen Tag.

Der HC, mit einem großen Namen aufwartend und bis zur Insolvenz 2017 ein gestandener Bundesligist, holte am vergangenen Mittwoch die Zähler 14 und 15 – 27:20 (13:12) hieß es im Nachholspiel gegen die bis zur 45. Minute mithaltende SG Kirchhof. Am Samstag zuvor verlor der Tabellenvierte etwas überraschend mit 31:32 beim SV Werder Bremen, der unter der Regie des früheren SG-Profis Robert Nijdam an Stärke zugelegt hat.

Carina Senel frei durch: Die abwehrstarke Kreisläuferin steht mit ihrem Team vor einem Duell zweier Tabellennachbarn.

„Leipzig ist eine meiner Lieblingsmannschaften“, freut sich Reckenthäler auf ein temporeiches Spiel. „Sie haben bis auf wenige Ausnahmen eine ganz junge Truppe, die einen schönen, schnellen Handball spielt.“ Die 38-Jährige schätzt den Gegner, der wie der HSV in dieser Spielzeit einen enormen Sprung gemacht hat, als sehr heimstark ein – die fünf Minuspunkte vor eigenem Publikum resultierten aus zwei Niederlagen gegen die Top-Teams Füchse Berlin und BSV Sachsen Zwickau, das Remis gegen Nord Harrislee war wohl eher ein Ausrutscher. Auch ohne Zuschauer, meint Reckenthäler, sei die Atmosphäre in Leipzig durchaus bemerkenswert, weil sehr professionell. „Da merkt man eben, dass sie aus der 1. Liga kommen.“

„Wir sind mit der Resonanz grundsätzlich sehr zufrieden.“
Stefan Bögel zur Live-Übertragung des Heimspiels

Der HSV, der zwei Spiele in Folge verloren hat, könnte durch einen Sieg wieder auf Platz vier vorpreschen. Um etwas Zählbares zu holen, müsse vor allem die Defensive funktionieren. Am Kreis ist Stefanie Hummel brandgefährlich. „Sie bewegt sich sehr gut und bekommt von allen Rückraumpositionen viele Zuspiele.“ Besonders auffällig sei das blinde Verständnis mit ihrer Zwillingsschwester Stefanie.

Ungeachtet dessen richtet Reckenthäler den Fokus auf die eigenen Stärken – und hofft darauf, dass Mandy Reinarz. beim umkämpften 26:28 gegen Tabellenführer Berlin über weite Strecken in Top-Verfassung, auflaufen kann. Die abwehrstarke Spielgestalterin beklagt muskuläre Probleme und konnte nur mit angezogener Handbremse trainieren.

Derweil blickt der HSV auch schon aufs nächste Heimspiel, in dem man am 23. Januar um 18.15 Uhr in der Klingenhalle die HSG Freiburg erwartet. Zum einen sind dann Punkte wichtig, um sich die Abstiegszone nachhaltig vom Leib zu halten. Zum anderen will Stefan Bögel die Präsenz bei Sportdeutschland.TV qualitativ aufwerten. „Wir sind mit der Resonanz grundsätzlich sehr zufrieden“, sagt der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH zum Auftritt gegen Berlin. Rund 1100 Geräte waren eingeschaltet, um die knapp verlorene Heimbegegnung live zu verfolgen. Auch war die Resonanz, einen beliebigen Betrag zu spenden, in Ordnung. Da Zuschauer vor Ort nicht erlaubt sind, wollen die Gräfrather dieses Werkzeug kontinuierlich benutzen. Auch aus Leipzig, aber ohne Zutun des HSV, wird berichtet.

sportdeutschland.tv

Tabelle

2. Bundesliga, Frauen

Tus Lintfort - BSV Zwickau Samstag

HC Rödertal - VfL Waiblingen Samstag

TVB Wuppertal - SG Kirchhof Samstag

TG Nürtingen - TSV Nord Harrislee Samstag

HSG Freiburg - Werder Bremen Samstag

Füchse Berlin - SG Herrenberg Samstag

HC Leipzig - HSV Solingen-Gräfrath Sonntag

1. Füchse Berlin 11 321:253 21:1

2. BSV Zwickau 11 303:261 19:3

3. SG Herrenberg 10 285:253 18:2

4. HC Leipzig 11 306:264 15:7

5. HSV Gräfrath 10 289:267 13:7

6. VfL Waiblingen 9 236:228 10:8

7. TG Nürtingen 11 293:300 10:12

8. Tus Lintfort 9 240:237  9:9

9. TSV Nord Harrislee 11 280:296  8:14

10. TVB Wuppertal 10 240:270  6:14

11. SG Kirchhof 10 239:282  6:14

12. Werder Bremen 11 283:317  6:16

13. HSG Freiburg 11 259:296  3:19

14. HC Rödertal 11 275:325  2:20

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