Eishockey

Raptors schwitzen für neues System

Max Lingen (v. l.) und André Aichele müssen mit grünem Band zwischen den Armen das Gleichgewicht halten. Montags treffen sich die Raptors in der Sporthalle Felderstraße. Fotos (2): Ingo Winkelmann
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Max Lingen (v. l.) und André Aichele müssen mit grünem Band zwischen den Armen das Gleichgewicht halten. Montags treffen sich die Raptors in der Sporthalle Felderstraße.

Der neue Trainer Marco Piwonski baut auf ein intensives Sommertraining. Er will das Team auf Regionalliga-Kurs bringen.

Von Martin Auer

Bis es für die Raptors in der Landesliga NRW zum ersten Mal um Punkte geht, dauert es noch gut zweieinhalb Monate. Trotzdem hat die Saison für das Team um Kapitän Tim Neuber faktisch schon begonnen. Mit der ersten Einheit montags in der Sporthalle Felderstraße, einem intensiven „Lauftreff“ mittwochs im Walder Stadion und schließlich einer Spinning-Session freitags im Sportstudio bittet der neue Trainer Marco Piwonski gleich dreimal pro Woche zum Sommertraining, um das Team des EC Bergisch Land auf eine Saison mit ehrgeizigen Zielen vorzubereiten. „Diese Intensität ist für viele Neuland“, erklärt der 47-Jährige, „aber die Bereitschaft, hart zu trainieren, ist da.“

Marco Piwonski gibt jetzt die Kommandos bei den Raptors.

Dabei ist die sportliche Ausgangssituation für den langjährigen Zweitliga-Spieler Piwonski eigentlich nicht so einfach. Das Raptors-Team ist amtierender Landesliga-Meister, musste aber aufgrund der finanziellen Anforderungen für eine Saison in der Regionalliga auf den Aufstieg verzichten. „Motivationsprobleme gibt es trotzdem überhaupt nicht, die Mannschaft will wieder Meister werden, um dann vielleicht doch eine Chance auf die Regionalliga zu haben“, erklärt der Trainer, der selbst zwischen 1994 und 2004 etliche Saisons als Spieler an der Birkerstraße verbrachte und bestens mit den Solinger Möglichkeiten vertraut ist. „Die Regionalliga kann nur eine realistische Perspektive sein, wenn wir den Sprung mit ganz vielen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs schaffen“, weiß Piwonski.

Piwonski ist jetzt auch Sportkoordinator in der Jugend

Deshalb sind im Sommertraining auch nicht nur die knapp 20 Spieler der ersten Mannschaft dabei, sondern auch die Talente aus dem Jugend-Team. Das macht dann fast 40 Mann bei jeder Einheit. „Wir haben sehr talentierte 17-Jährige, für die die neue Saison aber vielleicht noch einen Tick zu früh kommt“, sagt Piwonski. Andere wie Jaron Rautenberg, die in der Endphase der letzten Saison schon Landesliga-Eis schnuppern durften, werden sicher ihre Chance bekommen. Den Vereinsvorstand hat Piwonski jedenfalls von seinem Konzept überzeugt. „Wir freuen uns, dass Marco jetzt auch die Aufgabe des Sportkoordinators im Jugendbereich übernommen hat“, sagt Landesliga-Teamchef Horst Winkelsträter.

Der Einbau der Talente, die in der Jugend NRW-Vizemeister wurden, ist aber nur der eine Baustein des Piwonski-Konzepts. Ganz grundsätzlich – und dafür braucht er die intensive Vorbereitung – will er das Spielsystem modernisieren. „Von der Nationalmannschaft über die DEL und die Top-Ligen in der Jugend spielen heute alle Mannschaften ein aggressives System mit intensivem Laufspiel“, erklärt der Trainer. Mit einem solchen System habe etwa der Tus Wiehl in der letzten Landesliga-Saison den spielerisch stärkeren Raptors das Leben ziemlich schwer gemacht.

Ein dritter Torwart wird noch gesucht

Für das neue Spielsystem benötigt Piwonski einen großen Kader – 25 Spieler sollen es am Ende sein. Zugänge wird es trotzdem nicht viele geben. Torjäger Nico Rosewe kehrt nach einem Jahr in Bergisch Gladbach zurück.

PERSÖNLICHES

MARCO PIWONSKI (47) begann seine eigene Eishockey-Karriere 1987 in der 2. Liga beim Duisburger SV. Zwischen 1994 und 2004 war „Piwo“ überwiegend in Solingen aktiv. Seine Karriere beendete er 2010 beim Grefra-ther EC. Sohn Robin (17) spielt in der Jugend der Raptors. ALS TRAINER arbeitete Piwonski bislang im älteren Jugendbereich in Essen, Dortmund und Moers.

Ansonsten sucht Piwonski auch per Anzeige auf der Verbandshomepage noch einen Torwart. „Im Moment haben wir zwei, für die interne Konkurrenz und das Training wäre ein dritter ganz gut“, sagt der Coach. Bis zur ersten Einheit auf dem Eis – allerdings gut 60 Kilometer entfernt – wird es August werden. Piwonski hat dafür seine Kontakte zur Eishalle Dinslaken spielen lassen.

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