Handball

Punkteteilung gegen starken Gegner

Merit Müller präsentierte sich gegen Regensburg formstark.
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Merit Müller präsentierte sich gegen Regensburg formstark.

2. Bundesliga: Der HSV-Knoten ist noch nicht geplatzt.

Von Lutz Clauberg

Diese Frage wird nach einem Unentschieden beim Handball nahezu immer gestellt: War das ein Punktgewinn oder ein Punktverlust? Darüber wurde auch nach dem 27:27 (15:12) des HSV Solingen-Gräfrath gegen den ESV Regensburg diskutiert.

Die am Samstagabend mit acht Treffern erfolgreichste Werferin bezog wenige Augenblicke nach dem Abpfiff des sehr guten Schiedsrichtergespanns Marvin Volkening und Jonas Zollitsch (Bad Oeynhausen/Minden) aus dem DHB-Nachwuchskader eindeutig Stellung: „Wenn man wie wir das Spiel weitgehend so dominiert, dann muss man einfach gewinnen“, sagte Pia Adams. „Aber wir haben es eben nicht geschafft, den Sack zuzumachen.“ Die 26 Jahre alte Rückraumspielerin verwies auf diverse Spielstände, die auf den zweiten Saisonsieg der Solingerinnen deuteten. So stand es nach 50 Minuten 22:19 für den HSV durch die erneut sehr agile Lara Karathanassis, der bis dahin trotz einer nach Wiederanpfiff äußerst mäßigen Vorstellung im Angriff das Geschehen weitgehend im Griff zu haben schien.

„Uns fehlt die Souveränität.“

Kerstin Reckenthäler, HSV

„Ich muss meiner Mannschaft einen großes Kompliment aussprechen. Wir sind immer wieder zurückgekommen“, sagte ESV-Trainer Csaba Szücs – er war zufrieden mit der Punkteteilung, die aus Sicht des HSV tatsächlich noch am seidenen Faden hing. Denn in den letzten zehn Minuten ging es plötzlich und auch zur Freude der über 300 Besucher Schlag auf Schlag. Lara Karathanassis' Treffer zum 26:24 konterten die spielstarken Gäste, die nicht nur im Rückraum mit gleich mehreren überzeugenden Kräften um die tolle Linkshänderin Franziska Peter aufgestellt war, sondern auch am Kreis: Sara Mustafic bereitete der HSV-Deckung im zweiten Abschnitt riesige Probleme. Das Kreisläuferspiel der Gastgeberinnen lief bei weitem nicht so gut.

„Das haben wir auch schon besprochen“, meinte Trainerin Kerstin Reckenthäler, die jedoch ein ganz anderes Problem ausgemacht hat. „Uns fehlt die Souveränität. Wir verfallen oft unnötig in Hektik.“ Das sei bereits gegen Nord Harrislee der Fall gewesen, als ihr Team den Gegner wieder aufgebaut und eigentlich unnötig für Spannung gesorgt habe. In Rödertal lag der HSV auch klar vorne und stand am Ende sogar mit leeren Händen da.

Ein weiterer Faktor war, dass Vanessa Brandt bei ihrem Comeback einigermaßen verhalten agierte. „Sie war vier Wochen ganz raus und hat nur einmal voll trainiert“, meinte dazu Reckenthäler. Die Top-Torjägerin verspürte aber keine Schmerzen mehr und freut sich auf die nächsten Aufgaben. Weiter geht es erst am 8. Oktober bei Mainz-Bretzenheim. „Die Pause kommt genau richtig“, so Vanessa Brandt. Zurück zum aktuellen Spiel: Wenn es ganz dumm gelaufen wäre für den HSV, dann hätte der ESV sogar beide Punkte geholt. Nach einem Fehlwurf von Lucy Jörgens sorgte Marleen Kadenbach für die erste Regensburger Führung zum 27:26. Jörgens behielt dann die Nerven und sorgte – passend zu ihrer Rückennummer 27 – für das letzte Tor in einem intensiven und gutklassigen Zweitliga-Spiel.

HSV: Gün, Grewe; Adams (8, 3) Karathanassis (5), Müller (5), Ehmann (4), Jörgens (2), Senel (1), Reinarz (1), Brandt (1), Penz, Weyh

Nicht eingesetzt: Kamp, Leenen, Seiffarth, Fabisch
Es fehlten: Krückemeier und Polsz

2. Bundesliga

Mit einer Ausnahme werden am kommenden Wochenende keine Bälle in der 2. Bundesliga geworfen. Angesetzt ist nur die Partie zwischen dem HC Leipzig und HL Buchholz 08-Rosengarten. In Runde vier reist der HSV Solingen-Gräfrath am 8. Oktober zur SG Mainz-Bretzenheim, die im Stadtduell gegen „05“ den Kürzeren zog. Am 15. Oktober steigt in der Klingenhalle das Zweitrunden-Pokalspiel des HSV gegen den Erstligisten HSG Bensheim/Auerbach.

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