Sportlicher Adventskalender

Pia Adams ist von der Entwicklung begeistert

Perfekt gekleidet für unseren Adventskalender: Pia Adams vom HSV, für den sie bislang 49 Mal traf. Das bedeutet für die beste Solinger Schützin Platz 13 im Zweitliga-Ranking.
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Perfekt gekleidet für unseren Adventskalender: Pia Adams vom HSV, für den sie bislang 49 Mal traf. Das bedeutet für die beste Solinger Schützin Platz 13 im Zweitliga-Ranking.

Türchen Nummer 13 im Adventskalender des ST-Sports mit der Torjägerin der HSV-Handballerinnen.

Von Jürgen König

Dass die letzten vier Tore für den HSV Solingen-Gräfrath am Samstagabend allesamt auf ihr Konto gegangen waren und damit der Weg zum 27:25-Sieg über die SG Herrenberg geebnet war, hatte sie im sonntäglichen Gespräch zum Adventskalender gar nicht so im Kopf. Pia Adams wusste indes ganz genau, dass ihrem Team in der Klingenhalle keine Glanzvorstellung gelungen war. „Das war kein gutes Spiel von uns, wir haben uns viel zu viele technische Fehler geleistet und freie Bälle verworfen“, kritisierte die Rechtshänderin, die aber ebenso den Lernprozess nach dem Erfolg über „sehr unangenehme“ Herrenbergerinnen betonte: „Vor drei, vier Wochen hätten wir so ein Spiel gewiss noch abgegeben.“

Tat man unter anderem dank der achtfachen Torschützin Adams nicht, die ihre Rolle im Rückraum stets mit der Nummer 13 auf dem Trikot ausübt. Die trug früher auch Nadine Krause, die während ihrer Zeit bei Bayer Leverkusen 2006 als erste Deutsche zur Welthandballerin gewählt wurde. „Nadine ist einfach eine begnadete Handballerin gewesen“, stand für Pia Adams, als man sich kennengelernt hatte, die Übernahme der 13 fest. Ob in Wuppertal beim TV Beyeröhde, Zwickau oder jetzt beim HSV – die Zahl trägt sie durch ihre Stationen, den Ruf als Unglückszahl wischt sie locker beiseite.

Die Vergangenheit hält bei der 1,82 Meter großen Rückraumspielerin schon einige Glanzlichter bereit. So zwei Deutsche Meistertitel mit der A-Jugend von Bayer Leverkusen in den Jahren 2013 und 2014. Trainerin damals: Kerstin Reckenthäler, seit 2018 in Gräfrath verantwortlich. Adams wechselte 2020 zum BSV Sachsen Zwickau, stieg dort in die 1. Bundesliga auf – und erlebte den Unterschied zwischen den Spielklassen hautnah. „Ja, es sind Welten, ob beim Tempo oder bei der Härte. Fehler, von denen es längst nicht mehr so viele gibt, werden gnadenlos bestraft“, sagt Pia Adams, die den VfL Waiblingen als Beispiel heranführt. Der letztjährige HSV-Rivale steht mit null Punkten am Ende. Mit Zwickau, wo der Handball den Fokus bildete, erlebte sie Ähnliches: „Nach dem souveränen Aufstieg mussten wir um jeden Punkt ringen. Nach Niederlagen wieder den Kopf hochnehmen. Das macht mental eine Menge mit einem.“ Immerhin sprang am Ende der Saison 2021/22 der Klassenerhalt mit den derzeit auf dem vorletzten Platz rangierenden Ostdeutschen heraus, der Wechsel ins Bergische Land erfolgte dennoch.

Hier ist die Neu-Höhscheiderin von der guten Entwicklung begeistert. „Nach dem Start war ich nicht zufrieden, nach dem harten November-Programm mit dem Sieg in Berlin bin ich es jetzt mega.“ Zumal auch die frühere Jugend-Nationalspielerin die personellen Nöte als bedeutend erachtet. „Gefühlt spielen wir seit Wochen mit sieben Leuten durch“, sagt Adams und weist auf den Kreis hin, wo die auch in der Abwehr kaum wegzudenkende Carina Senel lange ausfällt. Der Kreis entscheide auch den Rückraum, und die erst 15-jährige Lina Seiffarth benötigt allen klasse Ansätzen zum Trotz natürlich Zeit.

Bald ist Ruhe angesagt und Zeit für die Liebe zur Natur mit Bergen, Skifahren, Snowboarden oder Wandern. Gelassenheit dürfte bei der in Langenfeld als Physiotherapeutin tätigen 26-Jährigen dann Trumpf sein, ist sie im Sport doch verbissen und kann Niederlagen schlecht abhaken – gegen Herrenberg verhinderte sie dieses Gefühl höchstpersönlich.

HSV-Programm

Am Samstag spielt der HSV ab 20 Uhr noch bei der SG Schozach-Bottwartal in Beilstein. Neustart in 2023 ist am 6. Januar (18.30 Uhr, Klingenhalle) gegen die Kurpfalz Bären.

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