Handball

Pia Adams erlöst wankenden HSV

Pia Adams war die überragende Figur der Schlussphase und sorgte mit den vier finalen HSV-Treffern der Partie für ein Happy End des Tabellenzweiten.
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Pia Adams war die überragende Figur der Schlussphase und sorgte mit den vier finalen HSV-Treffern der Partie für ein Happy End des Tabellenzweiten.

Handball, 2. Frauen-Bundesliga: Solinger 27:25 (14:9)-Sieg über Herrenberg.

Von Jürgen König

Gerade mal 22 Minuten waren am Samstagabend in der Klingenhalle gespielt, da schien die Entscheidung bereits gefallen zu sein. Der HSV Solingen-Gräfrath hatte bis dahin eine solide bis gute Vorstellung abgeliefert, der SG Herrenberg war nicht wirklich viel gelungen. Bereits zwei Auszeiten der Gäste deuteten dann auch auf ein hohes Maß an Unzufriedenheit hin, während auf der Gegenseite Linksaußen Franziska Penz mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum das 12:5 erzielte.

Dieses Polsters bedurfte es dann aber auch, denn die Kräfteverhältnisse verschoben sich in der Folgezeit spürbar. Und sorgten auch ohne einen einzigen Ausgleich für einen Krimi, den erst Pia Adams 13 Sekunden vor dem Ende mit ihrem achten Treffer zum 27:25-Endstand auflöste. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht“, haderte Kerstin Reckenthäler unter anderem mit vielen frei vergebenen Bällen, war angesichts der angespannten personellen Situation aber unter dem Strich mit dem doppelten Punktgewinn hochzufrieden. „Hauptsache gewonnen“, sagte die HSV-Trainerin.

Die 40-Jährige durfte zunächst das Tempospiel positiv verbuchen. Natascha Krückemeier, der auch zum Ende hin wichtige Paraden gelangen, erarbeitete für ihre Mannschaft zudem auf der Torhüter-Position ein klares Plus. Die Abwehr stand, auch die zweite Zeitstrafe gegen Lara Karathanassis schon in der 10. Minute veränderte nichts an der personellen Struktur. Reckenthäler schenkte der Rückraum-Allrounderin weiterhin das Vertrauen und attestierte ihr eine „super Saison“. Ärgerlich war allerdings der finale Angriff der Gräfratherinnen im ersten Durchgang, als Karathanassis einen der vielen Gegenstöße lief und es mit einem untauglichen Heber im Abschluss versuchte – das 15:9 fiel nicht, immerhin auch kein weiteres Gegentor.

Davon sollte es im zweiten Durchgang mehrere geben, denn die Fehlerquote beim HSV bewegte sich immer mehr auf zu hohem Niveau. „Es war für uns schwer, wieder in den nötigen Flow zu kommen“, analysierte Kerstin Reckenthäler, bei deren Team vorne oft der letzte Schritt gefehlt habe. Herrenberg kam mehrfach bis auf einen Treffer heran, Gräfrath hatte aber stets die richtige Antwort parat. So in der 46. Minute, als die erst 15 Jahre alte Kreisläuferin Lina Seiffarth das wichtige 20:18 markierte.

Wenig später sorgte Pia Adams für das erst einmal beruhigende 24:20, aber die Gäste um Liga-Top-Torjägerin Lea Neubrander (9, 4) ließen nicht locker. „Das war knapp und emotional. Wir sind froh über die zwei Punkte“, sagte die Spielerin, die mit dem 25:23, 26:24 und 27:25 für die Entscheidung sorgte: Pia Adams. „Sie hat Verantwortung übernommen und Mut bewiesen“, lobte Kerstin Reckenthäler.

Sie bittet noch eine Woche lang zum Training. Beim Abstiegskandidaten SG Schozach-Bottwartal sollen am kommenden Samstag zwei Punkte eingefahren werden, ehe es die dringend benötigte zweiwöchige Pause gibt. Anfang Januar erfolgt der Wiedereinstieg – und am 6. Januar (18.30 Uhr, Klingenhalle) das Spiel gegen die Kurpfalz Bären. Es ist ein Termin am Freitag, der dem samstäglichen Fußball-Masters des SV Solingen geschuldet ist.

HSV: Krückemeier, Grewe, Gün; Adams (8, 1), Brandt (6, 1), Reinarz (5, 1), Karathanassis (4), Penz (2), Polsz (1), Seiffarth (1), Müller, Fabisch, Kamp, Jörgens

Resonanz

Etliche Schüler auf der Basis von Kooperationen hatte der HSV eingeladen – die Aktion wurde gut angenommen, offiziell 456 Zuschauer wurden in der Klingenhalle gezählt.

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