American Football

Paladins sind so gut wie Meister

Die Solingen Paladins (helle Trikots) waren in der ersten Hälfte in ihrem Angriffsspiel einmal mehr nicht zu bremsen und peilen den Zweitliga-Aufstieg mit Vehemenz an. Foto: Cedric Eltze/CEPD Sports
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Die Solingen Paladins (helle Trikots) waren in der ersten Hälfte in ihrem Angriffsspiel einmal mehr nicht zu bremsen und peilen den Zweitliga-Aufstieg mit Vehemenz an.

Der Spitzenreiter aus Solingen gewinnt das Derby erneut hoch. Rivale Troisdorf verliert den Anschluss.

Von Fabian Herzog und Jürgen König

Die Solingen Paladins lassen sich von ihrem Weg in Richtung 2. Bundesliga nicht abbringen. Nach dem 63:7-Triumph im Hinspiel ging auch das zweite Bergische Derby in der Football-Regionalliga an das Team aus der Klingenstadt – der Remscheid Amboss unterlag vor 1100 Zuschauern im Stadion Reinshagen mit 21:49 (7:42). Die Aktiven und 200 begeisterte Fans der Paladins hatten aber noch mehr Grund zum Jubeln. Denn die Troisdorf Jets kassierten die nächsten Minuspunkte, so dass es nur noch ein Szenario gibt ohne ein Happy End für den Club vom Walder Stadion. Dann nämlich, wenn man selbst die ausstehenden drei Begegnungen verliert und über den direkten Vergleich gegen Troisdorf oder Bielefeld ins Hintertreffen gerät. All dies ist eigentlich undenkbar. „Wir müssen noch einmal gewinnen. Allerdings müssen wir auch aus diesem Spiel lernen, denn wir waren zu unkonzentriert und haben Remscheid zum Aufwind verholfen“, zeigte sich Teamsprecher Marvin Leimküller selbstkritisch – zwei Mal hatte er das Spielgerät verloren.

Traumstart mit fünf Touchdowns

Nicht nur 16 Kilometer, 28 Minuten Fahrt und die Wupper liegen in dieser Saison zwischen Solingen und Remscheid. Footballerisch trennen Amboss und Paladins momentan beinahe Welten. Die personell dezimierten Gastgeber, bei denen 19 Mann ersetzt werden mussten, konnten dem Spitzenreiter nicht das Wasser reichen und waren diesem hoffnungslos unterlegen. Schien es zu Beginn, als Cole Williams (Extrapunkt Nick Zimmermann) die frühe 7:0-Führung der Solinger durch Daniel Rennich ausgleichen konnte, noch so, als würden die Remscheider das Rückspiel offener gestalten können, schwand dieser Eindruck minütlich.

Paladins gewinnen auch zweites Derby

 © Cedric Eltze
 © Cedric Eltze
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 © Cedric Eltze
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 © Cedric Eltze

Mit ihren nächsten fünf erfolgreichen Angriffen in Serie zogen die Gäste auf 35:7 davon und dem Amboss früh den Zahn. Viermal war dabei ausgerechnet der Ex-Remscheider Patrick Poetsch erfolgreich, der zudem eine Two-Point-Conversion ins Ziel brachte, die weiteren Zähler steuerte Rennich bei.

„Es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben eine tolle Mentalität.“
Patrick Poetsch, Matchwinner der Paladins

Als Poetsch kurz vor der Halbzeitpause erneut nicht zu stoppen war und – Extrapunkt Rennich – für das 42:7 sorgte, war die Partie längst entschieden. Nach dem Seitenwechsel gelang es den Remscheidern zusehends, sich auf die Offense der Paladins einzustellen. Zudem führte der nun als Quarterback eingesetzte Tom Schröder sein Team besser über das Feld und zum 13:42 durch Williams. Ein schönes Geschenk für Schröders Mutter Anja, Chefin des Beirats beim Amboss, die am Sonntag Geburtstag hatte. Ihr Sohn hatte großen Anteil daran, dass die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener verlief. Ganz ausschalten konnten die Remscheider die Paladins-Offensive aber nicht. Erst recht nicht Patrick Poetsch. Bei der Rückkehr ins Stadion Reinshagen erzielte er auch noch seinen fünften Touchdown zum 48:13 (Extrapunkt von Rennich). „Es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben eine tolle Mentalität“, sagte Poetsch.

RUND UM DIE PALADINS

FANS Mit dem Zug reisten ehemalige Paladins-Größen wie Markus Jantke und Jens Merten zum Derby an – und hatten schon vorher gute Laune (Foto: Jantke). 

KÖLN-SPIEL Die kürzlich abgesagte Heimpartie gegen die Cologne Falcons – Walder Stadion und Schaberg standen gleichzeitig nicht zur Verfügung – ist noch nicht endgültig neu angesetzt.

PROGRAMM Nach der Sommerpause geht es am 26. August zu den Troisdorf Jets, am 2. September ist dann das Saisonende geplant. Um 15.30 Uhr werden die Bielefeld Bulldogs in der Jahnkampfbahn an der Adolf-Clarenbach-Straße erwartet.

Den Schlusspunkt setzten aber die Remscheider. Anderthalb Minuten vor dem Ende fand Schröder Christoph Henkel zum dritten Amboss-Touchdown und brachte auch die anschließende Two-Point-Conversion ins Ziel. Ein versöhnlicher Abschluss für die Gastgeber. Und ein perfektes Wochenende für die Paladins.

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