Football

Paladins sind bereit für den Abstiegskampf

Zwei, auf die es am Samstag maßgeblich ankommt: Quarterback Jeremy Konzack (l.) und der zuverlässig punktende Runningback Moses Harris.
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Zwei, auf die es am Samstag maßgeblich ankommt: Quarterback Jeremy Konzack (l.) und der zuverlässig punktende Runningback Moses Harris.

2. Football-Bundesliga Nord: Rostock kommt am Samstag ins Walder Stadion.

Von Jürgen König

Die 24:41-Niederlage bei den Langenfeld Longhorns, dem Spitzenreiter der German Football League 2 Nord, war am vergangenen Samstag noch nicht verdaut, da gingen die Blicke der Paladins schon eine Woche weiter. „Meilenstein“, sagte Vorstand Ingo Hübner zum bevorstehenden vierten Heimspiel der Saison. Und meinte damit die Notwendigkeit, im Kampf gegen den drohenden Abstieg zu punkten – wobei es seitens des Verbandes noch keine verbindliche Aussage gibt, ob der vorletzte Platz überhaupt den Sturz nach unten mit sich zieht. Geht man von einem Absteiger Hamburg Huskies (0:12-Punkte) aus, balgt sich mit den Solingern, den Essen Cardinals und den Rostock Griffins (alle 4:8-Zähler) ein Trio um die Plätze fünf bis sieben. Und das Team von der Ostsee ist an diesem Samstag ab 17 Uhr zu Gast im Walder Stadion.

Uns allen ist klar, wie wichtig dieses Spiel ist.

Michael Tiedge, Cheftrainer

Rostock gehört zu den beiden Nord-Mannschaften, die im Bergischen antreten müssen – neben Hamburg, das an der Adolf-Clarenbach-Straße mit 21:63 chancenlos gewesen war. Die Griffins hatten ihrerseits in der Hansestadt überlegen gewonnen, aber bis zum vergangenen Spieltag warten müssen, bis die Punkte drei und vier aufs Konto wanderten. Gegen Essen sprang ein beeindruckender 35:7-Erfolg heraus, es war vor 850 Zuschauern ein „Befreiungsschlag“. Zuvor hatte es einige knappe Niederlagen gegeben, die das Team um den agilen Shon Belton in den Abstiegssog gezogen hatten. Der US-Quarterback leitet den Angriff, die von dessen Landsmann Maurice Wright angeführte Defensive ist von einer starken Physis geprägt.

Gegen die wollen die Paladins bestehen, mussten in Langenfeld allerdings zwei personelle Rückschläge verarbeiten. Passempfänger Lars Wünnenberg, der erst vor wenigen Wochen nach einer Verletzung wieder ins Training eingestiegen war, erlitt erneut eine Fraktur an der Hand und fällt nun bis zum Saisonende aus. Hinter dem Einsatz von Team-Kapitän Till Enstipp steht aufgrund einer Knieverletzung ein dickes Fragezeichen. Aber auch mit diesem Handicap kommt von Michael Tiedge die Kampfansage: „Ab jetzt beginnt der Abstiegskampf so richtig, und mit einem Heimsieg gegen die Griffins hätten wir drei Matchbälle. Uns allen ist klar, wie wichtig dieses Spiel ist.“ Das Team habe, so der Chefcoach, die Niederlage gegen Langenfeld gut verkraftet und besonders die Offensive die Fehler gewissenhaft aufgearbeitet.

Davon gab es bei den Longhorns in jeder Hinsicht zu viele. Das weiß auch der für die Defensive verantwortliche Tim Rüttgers, der bezüglich des Rostocker Siegs über Essen von einem deutlichen Zeichen spricht. „Jeder Spieler von uns muss jetzt hellwach sein und sich genau an die Strategie halten. Fehler schmerzen ab jetzt doppelt“, gibt Rüttgers mit auf den Weg.

Ohne ärgerliche Unkonzentriertheiten und Fehler soll der nächste Heimerfolg eingefahren werden – es wäre ungemein wichtig, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Jan Berens, ein weiterer Team-Kapitän, weiß um die Bedeutung der Kulisse: „Wir müssen uns im eigenen Stadion beweisen. Mit den Fans im Rücken wird uns dies auch gelingen.“ In der heimischen Festung will man also zur Hochform auflaufen, um dann am Samstagabend den von Vereinschef Hübner anvisierten „Meilenstein“ groß feiern zu können.

Rund ums Spiel

Bilanz: Dem 6:38 gegen Langenfeld (680 Zuschauer) ließen die Paladins Siege gegen Hamburg (63:21/712) und Essen (25:13/568) folgen.

Karten: im Vorverkauf erhältlich – siehe termine.solinger-tageblatt.de

Stream: Fällt wegen Corona-Erkrankung aus. Ein Grund mehr, ins Stadion zu kommen. 

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