American Football

Paladins schlagen im Heimspiel zum Matchball auf

Gegen Rostock drohten die Paladins phasenweise zu straucheln, fanden aber wieder Halt und fuhren souverän den dritten Heimsieg ein.
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Gegen Rostock drohten die Paladins phasenweise zu straucheln, fanden aber wieder Halt und fuhren souverän den dritten Heimsieg ein.

Football-Zweitligist empfängt an diesem Samstag im Walder Stadion Aufstiegskandidat Paderborn und hat den Klassenerhalt im Visier

Von Fabian Herzog

So groß die Erleichterung vor zwei Wochen auch war, als die Solingen Paladins ihr immens wichtiges Heimspiel gegen die Rostock Griffins nach 19:21-Pausenrückstand mit 42:28 gewannen: Noch hat sich der Football-Zweitligist nicht aller Abstiegssorgen entledigt. Drei Spieltage vor Saisonende muss in Wald weiter um den Klassenerhalt gezittert werden, auch wenn die Ausgangslage vor dem letzten Heimspiel an diesem Samstag (17 Uhr, Walder Stadion) gegen die Paderborn Dolphins komfortabel wirkt.

Als aktuell Fünfter liegen die Paladins mit 6:8-Punkten jedenfalls in der Hinsicht voll im Soll, als dass momentan mit den Rostockern, Assindia Essen Cardinals (beide 4:10) und Hamburg Huskies (0:14) drei Mannschaften – und damit eine mehr als am Ende der Saison nötig – schlechter platziert sind. Aber der Saisonendspurt hat es noch in sich. Unter anderem kommt es zu den direkten Duellen zwischen Essen und Solingen sowie Hamburg und Rostock. „Die drei letzten Spieltage werden höchst spannend“, glaubt Ingo Hübner, der 1. Vorsitzende der Paladins.

Mit einem Sieg gegen Paderborn könnte seine Mannschaft zum Spannungskiller werden und für Planungssicherheit sorgen. Das weiß auch Michael Tiedge. „Uns allen ist klar, dass wir in diesem Spiel einen Matchball für den Klassenerhalt in der Hand halten“, sagt der Headcoach. Ihm ist jedoch auch bewusst, welch schwierige Aufgabe auf seine Truppe gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga zukommt: „Gegen Paderborn dürfen wir uns keine Fehler erlauben und müssen im Gegensatz zum Hinspiel direkt von der ersten Sekunde an wach sein.“ Äußerst ungern denkt der Cheftrainer an das 13:28 zurück, als die Solinger eine Halbzeit lang brauchten, um auf Touren zu kommen. Da hatte man aber bereits 10:28 zurückgelegen.

Schon damals machten die aufgemotzten und im Vorfeld der Saison stark eingeschätzten Ostwestfalen deutlich, dass mit ihnen zu rechnen ist und sie vor allem verstehen, zu verteidigen. Kein Wunder also, dass sie derzeit mit nur 112 zugelassenen Punkten und damit 16 pro Spiel die beste Defensive der Nordstaffel stellen. Dies ist auch ein Grund, warum sie bei nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Langenfeld, bei dem sie am letzten Spieltag zu Gast sind, noch vom Durchmarsch träumen können.

Unser Ziel ist es, das Abstiegsgespenst vor eigenem Publikum endgültig zu verjagen.

Leon Püttbach, Teamcaptain

Die Paladins (204/29) belegen in diesem Ranking dagegen den vorletzten Platz. Diesbezüglich hatten auch die Rostocker zuletzt den Finger in die Wunde gelegt. „In der Defense gab es einiges aufzuarbeiten“, meint Michael Tiedge. „Aber auch hier bin ich sehr optimistisch, dass die Jungs um Coach Tim Rüttgers ihre Hausaufgaben gemacht haben.“

Aber: Die Paladins konnten sich in dieser Saison stets auch darauf verlassen, dass die Offensive funktioniert. Mit 198 erzielten Punkten (28 pro Partie) stellen sie den drittbesten Angriff der Liga. Auch gegen die Griffins lief die Abteilung Attacke um Wuchtbrumme Moses Harris heiß. „Da haben wir über weite Strecken fehlerfrei gespielt und gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Wir waren jederzeit hellwach und konnten aus fast jeder Situation punkten“, lobt der Headcoach.

Die personellen Voraussetzungen, um Revanche für die Hinrundenniederlage zu nehmen und tief durchzuatmen, könnten allerdings besser sein. „Das Lazarett lichtet sich leider nur langsam“, verdeutlicht Hübner. Mit Michael Sohn habe aber zumindest eine wichtige Stütze der Passverteidigung das Training wieder aufgenommen. „Ansonsten merkt jeder, dass die Saison ihre deutlichen Spuren hinterlässt. Viele Spieler sind angeschlagen und können nur in begrenztem Maße trainieren“, sagt Receiver-Coach Pascal Ott. Eine Ausrede solle das aber nicht sein, wie Teamcaptain Leon Püttbach unterstreicht: „Wir werden am Samstag wieder bis zum Umfallen kämpfen. Unser Ziel ist es, Paderborn zu schlagen und das Abstiegsgespenst vor eigenem Publikum endgültig zu verjagen.“

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