Football

Paladins schaffen die Rettung in allergrößter Bedrängnis

Mit einem 16:0 im Schlussviertel des Hinspiels hatten die Paladins die Basis für den Klassenerhalt gelegt.
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Mit einem 16:0 im Schlussviertel des Hinspiels hatten die Paladins die Basis für den Klassenerhalt gelegt.

2. Football-Bundesliga: Der direkte Vergleich entscheidet nach Essener 20:12-Erfolg.

Von Jürgen König

Auch im nächsten Jahr wird es Zweitliga-Football in der Klingenstadt geben. Trotz der 12:20-Niederlage bei den Essen Cardinals (12:14, 0:0, 0:0, 0:6) bleiben die Paladins in der zweithöchsten Spielklasse, weil der direkte Vergleich zwischen den punktgleichen Teams zählt – und der spricht für die Solinger, die nach dem Herzschlagfinale jubelten. „Sektlaune haben wir nicht, die Erleichterung ist aber riesig“, beschrieb Pressesprecher und Coach Jens Merten die Gefühlslage. Fünf Sekunden vor dem Spielende standen die Gastgeber unmittelbar vor der Endzone, doch der finale Versuch wurde gestoppt.

Die Hoffnungen, dass die Partie im Ruhrgebiet unbedeutend hätte werden können, hatten sich am Samstag zerschlagen. Mit einem 50:27-Erfolg über die Hildesheim Invaders stockten die Rostock Griffins ihr Konto auf acht Punkte auf, vermieden damit die mögliche Wertung nach einem Dreier-Vergleich und sicherten sich den Klassenerhalt.

Damit war die Ausgangsposition für das Duell auf der Sportanlage Am Hallo vor 500 Zuschauern, darunter 200 Paladins-Fans, klar. Nach dem 25:13-Hinspielerfolg im Walder Stadion konnten sich die Gäste angesichts des nunmehr zählenden direkten Vergleichs eine Niederlage mit weniger als zwölf Punkten leisten. Der Fokus war auf Höchstmaß, wie die Aussage von Team-Kapitän Till Enstipp vor dem Anpfiff belegte: „Elf Monate harter Arbeit liegen hinter uns. Wir wollen uns dafür belohnen, aber wir wissen auch, dass Essen uns einen erbitterten Kampf liefern wird.“

Dass die Cardinals in Sachen erzielter Punkte nahezu gleichauf mit Absteiger Hamburg Huskies lagen, hatte man bei den Paladins thematisiert, aber daraus keineswegs eine generelle Offensiv-Schwäche abgeleitet. Was sich auch schnell bewahrheiten sollten, gingen die Hausherren doch im ersten Viertel mit 7:0 in Führung. Zur erneuten Notwendigkeit einer Aufholjagd wie im Hinspiel wollten es die Solinger aber erst gar nicht kommen lassen. Und punkteten – nach Touchdown durch Moses Harris und missglücktem Zusatzversuch hieß es im Auftakt-Spielabschnitt 6:7. Und der Schlagabtausch ging weiter: 12:7 für die Paladins (Noah Gehring auf sehenswerte Weise), die kurz darauf wieder mit 12:14 in Rückstand gerieten. So stand es auch zur Halbzeit. „Bis dahin war es ein sehr ausgeglichenes Geschehen“, bewertete Jens Merten.

Und so sollte es mit starker Defensiv-Prägung auch auf beiden Seiten bleiben, ehe das 20:12 für Essen erstmalig für arge Bedrängnis der Solinger sorgte. Eine Bedrängnis, die kurz darauf in totale Erlösung mündete.

Kommentar von Jürgen König: Lohn für Paladins

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

Die Corona-Krise hatte die Paladins hart gefordert, nicht in allen Bereichen ging man ohne Blessuren aus ihr hervor. Aber man tat alles, um weiterhin die 2. Football-Bundesliga für die Klingenstadt zu sichern. Das gelang gestern und ist wichtig, hat sich der Verein doch einen hohen Stellenwert im Solinger Sport erarbeitet. Den darf man auch weiterhin mit den vielen Fans feiern, es war der verdiente Lohn mit blauem Auge. Und es war eine Facette eines emotionsreichen Wochenendes zwischen dem klasse Reitsportfestival und dem 0:9-Debakel der Fußballer von DV.

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