American Football

Paladins müssen Harris ziehen lassen

Moses Harris hat die Paladins verlassen.
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Moses Harris hat die Paladins verlassen.

Finanziell kämpfender Solinger Football-Zweitligist findet Nachfolgelösung in Sachen Cheerleader.

Von Fabian Herzog

In den vergangenen beiden Saisons hat er die GFL 2 förmlich aufgemischt. Hat Teamkollegen, Verantwortliche und Zuschauer der Solingen Paladins mit seinen unnachahmlichen Läufen Woche für Woche begeistert – und in der gegnerischen Defensive für Angst und Schrecken gesorgt. Doch nun muss der Football-Zweitligist mit Moses Harris seinen „Star“ ziehen lassen. Der wuchtige Runningback hatte aufgrund seiner herausragenden Leistungen zahlreiche Angebote auf dem Tisch und sich ausgerechnet für die Düsseldorf Panther entschieden, die punktlos aus der GFL 1 abgestiegen sind und damit in diesem Jahr zu den Gegnern der Paladins gehören werden.

Gerne hätten diese ihren Publikumsliebling für eine weitere Spielzeit verpflichtet. „Aber bei aller Verbundenheit, die beide Seiten füreinander empfinden, müssen wir unsere wirtschaftlichen Grenzen akzeptieren“, begründet der Vorsitzende Ingo Hübner Silva die Trennung von Harris, der diverse Statistiken der zurückliegenden Saison ligaweit anführte. Wie zum Beispiel die der meisten Yards (1800) und Touchdowns (17).

Die Golden Warriors sind die neuen Cheerleader in der Walder Jahnkampfbahn.

Mehrfach habe die Führungscrew der Paladins das Gespräch mit dem US-Amerikaner gesucht, letztlich aber keine Einigung für eine weitere Zusammenarbeit erzielen können. Zum Bedauern von Hübner Silva: „Moses war menschlich und sportlich ein absoluter Glücksfall für uns. Wir hatten zwei fantastische Jahre zusammen. Er ist einfach ein ganz feiner Kerl.“

Die Wirtschaftlichkeit stehe über allem, wie der Vorsitzende weiter betont: „Wir wollen und dürfen uns nicht übernehmen.“ Erschwerend zu den finanziellen Herausforderungen der Energiekrise samt Inflation kommt eine Rückzahlung von Corona-Förderungen, die den Verein einigermaßen unerwartet getroffen hat. Hübner Silva: „Das ist eine zusätzliche Hürde und macht es nicht einfacher.“ Im Kampf gegen zahlungskräftigere Konkurrenten, vor allem aus der weiter für viele Spieler extrem attraktiven, weil lukrativen ELF (siehe Extrainfo) sind die Walder gezwungen, mehr denn je mit anderen Pfunden zu wuchern. Wie zum Beispiel mit einem dreiköpfigen Coachingteam für die O-Line, die das Herzstück einer jeden erfolgreichen Mannschaft bildet und eine Schlüsselposition darstellt. Gebildet wird dieses von den Trainern Alexander Thomas, Marco Hübner sowie Florian Quadt und sucht bezüglich Quantität wie Qualität wohl seinesgleichen in NRW.

Was derzeit noch fehlt, ist entsprechendes Spielermaterial. Auf allen Positionen besteht aktuell Bedarf, was zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung allerdings niemanden übermäßig beunruhigt. Um so glücklicher sind die Paladins dennoch, dass ein weiterer Führungsspieler für diese Saison zugesagt hat: Thilo Lindenberg. Auch er hätte andere Optionen gehabt, entschied sich aber ganz bewusst für die Jahnkampfbahn als sportliche Heimat.

Dort wird in diesem Jahr auch eine neue Cheerleader-Gruppe bei den Heimspielen für Stimmung sorgen. Die Golden Warriors kommen aus Essen und treten die Nachfolge der Heavenly Force an. „Da haben wir einen ziemlich guten Fang gemacht“, freut sich Ingo Hübner Silva, dem wichtig war, auch dieses Element weiterhin anbieten zu können. Denn: „American Football ohne Cheerleading ist wie Dart spielen ohne Scheibe.“

ELF

Mit Daniel Rennich und Patrick Poetsch haben zwei ehemalige Paladine für eine weitere Saison bei Rhein Fire in Düsseldorf zugesagt. Auch der Solinger Noah Gehring wird in der European League of Football spielen. Für welches Team, soll bald bekannt gegeben werden.

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