24. Gala-Auflage

Paladins freuen sich über 7000 Euro von der Sport-Gala

Ständige Veranstalter der Sport-Gala übergaben 7000 Euro an die Paladins – möglicherweise wird sich die ohnehin großartige Summe noch etwas erhöhen. Foto: Christian Beier
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Ständige Veranstalter der Sport-Gala übergaben 7000 Euro an die Paladins – möglicherweise wird sich die ohnehin großartige Summe noch etwas erhöhen.

Stadt, Sportbund und Tageblatt übergeben den Erlös – ganz im Zeichen von Corona.

Von Jürgen König

Solingen. Der 29. Februar 2020 – es ist zumindest für den Sport in der Klingenstadt ein historisches Datum. Trotz durchaus vorhandener Bedenken im Kreis der Veranstalter fand die Sport-Gala im ausverkauften Konzertsaal statt. Und wurde bei begleitenden hygienischen Maßnahmen zum großen Erfolg. Was damals wohl noch niemand so richtig ahnte, ist inzwischen Realität. Das Coronavirus hält die ganze Welt und mithin Solingen im Griff, die 24. Gala-Auflage sollte bis zum heutigen Tag und wohl noch einige Zeit darüber hinaus die vorerst letzte Großveranstaltung sein. „Sport ist wichtig, aber wir alle sollten Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) jetzt, als die Verantwortlichen der drei ständigen Gastgeber aus erfreulichem Anlass wieder zusammenkamen. Die Stadt mit Kurzbach an der Spitze, der Sportbund mit Geschäftsführerin Karen Leiding sowie Präsident Detlef Wagner und das Solinger Tageblatt, vertreten durch Chefredakteur Stefan Kob, überreichten den Erlös des Abends. Exakt 7000 Euro gingen an den diesjährigen vierten Partner, die American Footballer der Paladins.

Aber es gab im Walder Stadion, der Heimstätte des Sportvereins, auch einen Wermutstropfen. Die Gala-Organisatoren entschieden sich dazu, im Jahr 2021 auf die Durchführung des sportlich-festlichen Spitzenereignisses in seiner gewohnten Form zu verzichten

Schon 2020 war es eher ein Ritt auf der Rasierklinge, der nicht zuletzt aufgrund der allgemein herrschenden Vernunft gelang. Für die Paladins begann seinerzeit dennoch eine lange Leidenszeit, die immer noch anhält. Kaum Training, keine Jugendspiele, 2. Bundesliga höchstens in kleiner Form – die Pandemie hat den starken Männern in ihren Rüstungen arg zugesetzt. „Es ist nicht einfach für uns, aber der Erlös von der Sport-Gala hilft uns weiter“, freute sich Vorsitzender Denis Palenschat mit Vorstandskollegen und Mitgliedern über die Finanzspritze. Die hatte sich der Verein auch verdient. „Es war eine tolle Unterstützung durch euch“, meinte Karen Leiding zur Rolle an jenem denkwürdigen Abend.

Die Paladins hoffen zumindest noch auf Schadensbegrenzung. Gemeinsam mit drei anderen West-Zweitligisten (Düsseldorf, Essen, Langenfeld) soll eine kleine Runde gespielt werden, die wirtschaftlich durchaus von Bedeutung wäre. „Wir müssen den 12. August abwarten und schauen, ob es dann Lockerungen im Sport gibt“, blickt der 2. Vorsitzende Ingo Hübner voraus. Derzeit dürfen 30 Personen den Sport betreiben, für ein Football-Spiel wären mindestens 80 notwendig. Kommt es nicht zu dieser Zahl, werde es keine Saison geben.

„Wir werden das machen, was machbar ist.“
Tim Kurzbach, Oberbürgermeister

Zu gerne würden die Paladins ihren Mitgliedern etwas ermöglichen, setzen die Vernunft aber an die erste Stelle – zur Freude von Tim Kurzbach. „Wir werden das machen, was machbar ist“, gab er dem Sport bei aller Notwendigkeit von Maßnahmen mit auf den Weg, Perspektiven gegenüber offen zu sein. Detlef Wagner betonte Unverständnis gegenüber denen, die sich über Pflichten hinwegsetzen würden: „Das sind diejenigen, die auch dem Sport im Weg stehen.“ Stefan Kob lobte derweil stellvertretend die Solinger Footballer: „Sie üben als Verein eine Vorbildfunktion aus. Und deswegen haben Sie auch diese Summe absolut verdient.“

Man darf aus Sicht der Paladins gespannt sein, ob die Geduld belohnt wird. Die Planung des möglichen Liga-Geschehens wurde erneut aufgeschoben, bis Klarheit aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung  herrscht. An den anderen und die Gemeinschaft denken, fair bleiben – das, was der Club aus der „Festung Jahnkampfbahn“ auch in schwersten Zeiten vorlebt, ist beeindruckend. Und vielleicht ein Trumpf für die Zukunft mit ihren großen Herausforderungen. Denn, so glaubt es auch Karen Leiding, der Sport werde sich mit den Erfahrungen der vergangenen Monate neu entwickeln.

24 Jahre Solinger Sport-Gala

1997: Förderkreis Jahnkampfbahn für das Walder Stadion

1998: Sportjugend für das Projekt Basketball um Mitternacht

1999: Solinger LC für die Herbert- Schade-Sportanlage am Schaberg

2000: Ortsverband Solinger Schwimmer für Schwimmsport

2001: Solingen Alligators für das Baseball-Stadion (Weyersberg)

2002: TSV Aufderhöhe für den Förderverein Freizeitgelände

2003: Förderverein Jugendstadtrat für die Skaterhalle

2004: Solinger Sportkegler für Aufrechterhaltung ihres Sports

2005: Trägerverein Radrennbahn für das Gelände Dorperhof

2006: Förderverein für das Fechten in Solingen mit dem WMTV

2007: Tanzgruppe Klingenstadt für Räume (Kasernenstraße)

2008: TSG Solingen für Planung einer Sporthalle (Dingshaus)

2009: Tanzclub Blau-Gold für das Vereinsheim (Kyllmannweg)

2010: BV Gräfrath für Kunstrasen-Kleinfeld (Flockertsholz)

2011: Wald-Merscheider TV für Sanierung der Sporthalle

2012: Förderverein Ittertal für Stärkung des Beach-Bereichs

2013: Schachgemeinschaft Solingen für hohere Standards der Jugendarbeit

2014: STC Blau-Weiß für Spielmatten im Badminton-Betrieb

2015: Merscheider TV für die Sanierung des Vereinsheims

2016: Solinger TC 02 für eine Tennis-Ballspielwand auf dem Clubgelände

2017: Sportring Solingen für eine Freiluft-Halle an der Neuenkamper Straße

2018: DLRG für Renovierung der Vereinsräume am Werwolf

2019: Velo Solingen für die Attraktivierung des Klingentrails

2020: Solingen Paladins für die Ausstattung des Nachwuchses

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