Football

Paladins finden im Derby erneut ihren Meister

Dem 6:38 im Walder Stadion folgte für die Paladins mit Moses Harris (l.) auch im zweiten Derby eine deutliche Niederlage.
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Dem 6:38 im Walder Stadion folgte für die Paladins mit Moses Harris (l.) auch im zweiten Derby eine deutliche Niederlage.

1200 Zuschauer vor Ort. Aber: In der 2. Bundesliga Nord ist für Solingens Footballer nach dem 24:41 weiter Abstiegskampf angesagt.

Solingen. Auch das zweite Ortsduell der Saison mit den Langenfeld Longhorns ging an das favorisierte Team aus dem Rheinischen. Der Tabellenführer der German Football League 2 gewann im Jahnstadion mit 41:24 (7:3, 13:15, 14:6, 7:0) gegen eine Mannschaft der Paladins, die den perfekten Start zunächst verpuffen ließ, dann zurückschlug, um schließlich doch einer zu hohen Fehlerquote Tribut zu zollen.

Von einem langsamen Start in die für beide Seiten wichtige Partie war nichts zu spüren, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste eroberten beim ersten Angriff der Langenfelder gleich das Spielgerät. Noah Gehring verpasste sogleich knapp den ersten Touchdown, Yannic Schorn brachte seine Farben aber trotz Strafe und damit größerer Distanz per Field Goal mit 3:0 in Führung.
Dazu auch der Kommentar von ST-Sportredakteur Jürgen König.

Und die ersten Minuten hätten vom Ergebnis noch mehr im Zeichen des Teams von Chefcoach Michael Tiedge stehen können, denn die Defensive um Basiru Jobe rang den Longhorns das Angriffsrecht ab. Allerdings war der anschließende Ballbesitz von nur ganz kurzer Dauer, als eine kapitale Unstimmigkeit dem Gegner den nächsten Angriff ermöglichte – und da dies unmittelbar vor der Solinger Endzone geschah, hieß es inklusive des erfolgreichen Kicks 7:3.

Das zweite Viertel sorgte beidseitig für ein Wechselbad der Gefühle. Dem zweiten Touchdown des Erstliga-Aspiranten folgten spektakuläre Aktionen der Paladins. Zunächst war es US-Runningback Moses Harris, der einen atemberaubenden Lauf hinlegte. Der Außenseiter war wieder im Spiel. Und wie! Jakob Skolik, der ehemalige Handball-Torwart, sprintete in einen gegnerischen Pass und vollendete mit hohem Tempo – im Duett mit Harris, der über einen Spielzug punktete, brachte er seine Mannschaft mit 18:14 in Front.

Auch Felix Losch gelang es in der Folge, Langenfeld den Ball abzuluchsen, doch der Ertrag blieb diesmal aus. Solingens Quarterback Alexander Busch unterlief ein haarsträubender Fehlpass in der eigenen Endzone, der im abermaligen Rückstand mündete. Dennoch herrschte lange Zufriedenheit. „Bis zur Halbzeit haben wir komplett mitgehalten“, bilanzierte Ingo Hübner, um dann das Manko das weiteren Spielverlaufs herauszustellen: „Da sind uns zu viele individuelle Fehler unterlaufen.“

Der Vorsitzende sah dabei keineswegs ein Kraftproblem, sondern eher eines im psychischen Bereich. „Wir haben uns von der gegnerischen Stärke einlullen lassen. Langenfeld hat verdient gewonnen.“ Daran änderte auch der letzte Anschluss zum 24:27 durch den in der Defensive einen riesigen Job erledigenden Sascha Riedel nichts mehr. Quarterback Jeremy Konzack, der aufgrund seiner Langenfelder Vergangenheit als bestens bekannter Spielgestalter zunächst draußen war, und seine Kollegen mussten sich der Überlegenheit der Longhorns geschlagen geben.

Der Blick ging noch in Langenfeld nach vorne, parallel hatte Rostock souverän gegen Essen gewonnen und so mit den Paladins gleichgezogen. Am kommenden Samstag ist das Team von der Ostsee um 17 Uhr im Walder Stadion zu Gast. Hübner: „Wir müssen gewinnen, Rostock wird ein Meilenstein.“ Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich: termine.solinger-tageblatt.de

Spielverlauf: 0:3 Schorn, 6:3, 7:3, 13:3, 14:3, 14:9 Harris, 14:10 Schorn, 14:16 Skolik, 14:18 Harris, 20:18, 26:18, 27:18, 27:24 Riedel, 33:24, 34:24, 40:24, 41:24

Unterstützung

Etliche Paladins-Fans wanderten zum Spiel.

Trotz der Niederlage war Ingo Hübner in einer Sache höchst zufrieden. „Die Unterstützung durch unsere Anhänger war großartig“, lobte der Clubchef die rund 200 Solinger unter den offiziell 1200 Zuschauern. Und hob die „Klingenstadt Fantasy Football League“ hervor. 17 Mann stark war der Fan-Tross, der zu Fuß zum Langenfelder Jahnstadion gekommen war – mit Bollerwagen,Trommeln und auch bester Stimmung.

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