Faustball

OTV-Frauen krönen besondere Nord-Tour

Geschafft! Jana Hasenjäger, Verena Heidelberg, Katharina Gnädig, Lina Hasenjäger, Kaja Hutz (hinten, v.l.), Lina Steinhaus, Katja Hofmann und Jacqueline Börste (vorne, v.l.) zeigen es an: Für die Ohligser Faustballerinnen geht´s auch in der Halle rauf in die 1. Liga. Foto: OTV
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Geschafft! Jana Hasenjäger, Verena Heidelberg, Katharina Gnädig, Lina Hasenjäger, Kaja Hutz (hinten, v.l.), Lina Steinhaus, Katja Hofmann und Jacqueline Börste (vorne, v.l.) zeigen es an: Für die Ohligser Faustballerinnen geht´s auch in der Halle rauf in die 1. Liga.

Faustballerinnen steigen in die 1. Liga auf – Männer verpassen die 2. Liga knapp.

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter der Faustball-Abteilung des Ohligser TV. Und durchaus auch ein erfolgreiches. Frauen und Männer kämpften in ihren Aufstiegsrunden um den Sprung in die 1. beziehungsweise 2. Liga und mussten dafür einige Reisekilometer abspulen. Während das Männerteam in Hamburg-Altona als Dritter des Endklassements den Aufstieg knapp verpassten, triumphierten die Frauen in Ahlerstedt-Wangersen, zwischen Bremen und Hamburg gelegen, und krönten eine fantastische Saison. Doch der Reihe nach. . .

Samstag, 5 Uhr: Treffpunkt der Männer an der OTV-Halle. Christoph Groß konnte sich gerade noch rechtzeitig aus der Quarantäne freitesten, dafür verpasst Timo Schatzschneider den Trip in den hohen Norden wegen eines positiven Tests. Ärgerlich. Robert Schröder fehlt aus Studiumsgründen, Kapitän Benjamin Otto soll auf dem Weg in Wuppertal eingesammelt werden.

Samstag, 7 Uhr: Jetzt machen sich auch die Frauen auf den Weg. Sie treffen sich in Bestbesetzung – nur Jessi Marks muss ihren Mama-Pflichten nachkommen – an der Auffahrt Haan-Ost. Jacqueline Börste wartet in Hamm darauf auf ihre Abholung.

Samstag, 7.30 Uhr: Pünktlich erreicht der von Lukas Küll gefahrene Kleinbus das erste Ziel der Männer. Der Mc Donald´s in Holdorf. „Das ist unser Standrad-Stop, wenn wir über die A 1 fahren“, erzählt Otto. Kurz darauf aber der Schock: Bei einer Pinkelpause entdeckt Küll, dass ein Reifen Luft verloren hat. An der nächsten Tankstelle wird das Problem notdürftig gelöst.

Samstag, 10 Uhr: Der Frauen-Konvoi mit Verena Heidelberg, Börste, Kaja Hutz, Katja Hofmann und Lina Steinhaus in dem einen sowie Lina Hasenjäger, Jana Hasenjäger und Katharina Gnädig im anderen Auto erreichen ihr erstes Ziel. Also das geografische. Eine kleine Turnhalle, in der auch übernachtet werden wird. Die Anspannung steigt so langsam, wobei jeder für sich damit umgeht. „Ich bin dann eher ruhig“, berichtet Kapitänin Hutz. „Aber die Hasenjäger-Schwestern sind zum Beispiel immer am Quasseln.“

Samstag, 10.15 Uhr: Auch der Männertrupp kommt an. Während sich Küll und Ben Sträter noch einmal um den defekten Reifen kümmern und an der Tankstelle Proviant für den Tag einkaufen, statten Otto, Groß, Arvit Schmitz und Jonas Steinhaus bei einem kleinen Spaziergang der Alster einen Besuch ab.

Samstag, 12 Uhr: In Wangersen beginnt nach kurzer Begrüßung und den Hinweisen zur Coronaregelung (2G+) das Turnier. Die Ohligserinnen spüren – passend zum Wetter – mächtig Gegenwind, setzen sich aber sowohl gegen den Wardenburger TV (8:11, 11:9, 9:11, 11:7, 11:1) als auch den MTV Wangersen (11:4, 11:7, 8:11, 7:11, 13:11) mit 3:2 durch. Weil Wiemersdorf anschließend gegen Wardenburg verliert, sind die OTV-Frauen schon vor dem letzten Spiel gegen Erstgenannte, das sie später locker mit 3:0 (11:5, 11:6, 11:7) gewinnen, durch. „Wir haben uns super gefreut“, berichtet Hutz von einer „sehr großen“ Erleichterung.

Samstag, 12.10 Uhr: In etwa zeitgleich startet die Aufstiegsrunde der Männer in Altona. Nach einem 0:3 (6:11, 5:11, 6:11) gegen den TSV Bardowick und einem hart erkämpften 3:2 (11:9, 8:11, 11:13, 11:6, 11:8) gegen den TuS Spenge erreicht der OTV die Endrunde, die am Sonntag ausgetragen wird.

Samstag, 19.45 Uhr: Die Feierlichkeiten der Frauen nehmen ihren Lauf. Nach einem standesgemäßen Sektchen unter der Dusche geht´s in den Schützenhof, wo das Team mit ein paar Aufstiegs-Schnitzel die Grundlagen für den Rest des Abends schafft. Gefeiert wird anschließend in der Übernachtungs-Turnhalle, wo mit den Gastgeberinnen, die sie in die 1. Liga begleiten, angestoßen wird. „Irgendwann war das dann auch keine Sitzparty mehr“, erzählt Kaja Hutz. Gegen halb 3 endet die Sause, kurze Zeit später fallen alle in den wohlverdienten Schlaf.

Samstag, 20.30 Uhr: Nach kurzem Zwischenstopp in der von Otto angemieteten Ferienwohnung lassen die Männer den Abend im Zwick, der Kneipe von Hugo Egon Balder, mit Spareribs und ein paar Bierchen ausklingen. Der bekannte Fernseh-Moderator ist sogar selbst vor Ort. Was natürlich nicht fehlen darf, ist ein kurzer Abstecher auf die Reeperbahn. „Das muss man ja mitnehmen“, meint der Teamkapitän.

Sonntag, 10.30 Uhr: Die Ohligserinnen machen sich nach einem Frühstückshalt beim Bäcker auf den Heimweg. Um 15.30 Uhr ist der frischgebackene Aufsteiger wieder in Solingen.

Vom verpassten Aufstieg ließen sich die Ohligser Männer die Laune nicht verderben. „Wir haben viel erlebt“, bilanzierte Otto (hinten, 2.v.r.).

Sonntag, 11 Uhr: Schon durch ein 0:3 (1:11, 5:11, 6:11) gegen Bayer Leverkusen platzt der Aufstiegstraum der Männer. Gegen Gastgeber ETV Hamburg gibt´s zum Abschluss ein 3:0 (11:5, 11:9, 11:9). „Da war die Luft aber schon raus“, sagt Otto. Was zum Glück nicht mehr für den Reifen gilt. Um 19.30 Uhr erreichen die Ohligser wieder das Bergische.

Erstklassig

18 von 19 Begegnungen in dieser Hallensaison haben die OTV-Frauen inklusive der Aufstiegsrunde für sich entschieden. Kaja Hutz, verhältnismäßig überschwänglich: „Das ist schon sehr gut.“ Bereits in der Feldspielzeit hatten sie im vergangenen Sommer den Aufstieg in die 1. Liga gepackt.

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