Fußball

Ohligser Fußballer tobt sich in der Oberliga aus

Beim TVD Velbert fühlt sich Fabio di Gaetano nicht nur pudelwohl, er hat dort auch mit zwei Toren und sieben Vorlagen voll eingeschlagen. Foto: TVD
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Beim TVD Velbert fühlt sich Fabio di Gaetano nicht nur pudelwohl, er hat dort auch mit zwei Toren und sieben Vorlagen voll eingeschlagen.

Fabio di Gaetano war nur als kleiner Junge in seiner Heimatstadt aktiv.

Von Fabian Herzog

Er ist Ohligser durch und durch, unweit des Hermann-Löns-Wegs aufgewachsen und im Prinzip seit seiner Geburt leidenschaftlicher, zum Teil temperamentvoller Fußballer. Wie es als Sohn eines Italieners eben schon mal sein kann. Dazu ist Fabio di Gaetano auch noch ein richtig guter Kicker. Gespielt hat der 24-Jährige in seiner Heimatstadt aber fast nie. Schon in frühester Jugend ist er dem Lockruf Bayer Leverkusens erlegen und nach verschiedenen Stationen mittlerweile beim TVD Velbert in der Oberliga am Ball. Dort hat di Gaetano nun auch über den Sommer hinaus verlängert.

Der Fußball bedeutet ihm viel. „Für mich ist das ein Ausgleich“, sagt er. „Auf dem Platz tobe ich mich aus.“ Der Rechtsfuß spielt gerne hinter den Spitzen, wo er seine Technik ausnutzen und vorbereiten wie abschließen kann. Seit ein paar Jahren kommt di Gaetano vermehrt auch über den linken Flügel, von wo aus er ebenfalls gefährlich fürs gegnerische Tor werden kann. Seine Bilanz in dieser, weiterhin unterbrochenen Saison: neun Scorerpunkte in acht Partien. „Es läuft gut für mich“, sagt der Fan des AC Mailand, der früher mal dem Ukrainer Andrij Shevchenko nachgeeifert hat.

Als junger Bursche spielte der Ohligser kurz – na klar – für die Union. Bei einem Hallenturnier wurde jedoch Bayer Leverkusen aufmerksam und lud ihn zum Probetraining ein. Kurze Zeit später wechselte er in die U8, was für seine Familie einen enormen Aufwand mit sich brachte. „Dafür werde ich allen mein Leben lang dankbar sein“, sagt Fabio di Gaetano.

Bei Bayer spielte er zehn Jahre. „Das hat mich menschlich enorm weitergebracht“, blickt der Mittelfeldspieler zurück. Über Schwarz-Weiß Essen (U15) landete er nach einer Saison bei Fortuna Düsseldorf, wo er auch den Sprung in die U19 packte. Dort, in der Junioren-Bundesliga, bekam di Gaetano aber nicht mehr die Spielzeit, die er sich erhofft hat. Zur Rückrunde wechselte er zum Wuppertaler SV.

Berufliches Standbein: Ausbildung zum Industriekaufmann

Zeitgleich mit dem Übergang in den Seniorenbereich entschloss er sich, weniger auf die Karte Fußball zu setzen. „Mir war wichtig, ein berufliches Standbein zu haben.“ Nach dem Fachabitur auf dem Berufskolleg in Hilden machte er bei Filteron in Aufderhöhe eine Ausbildung zum Industriekaufmann.

Fußballerisch schloss er sich dem Oberligisten VfB Hilden an, bei dem er in vier Jahren richtig heimisch wurde. „Da geht es sehr familiär zu“, erzählt di Gaetano. Entsprechend schwer fiel es ihm, sich vor einem Jahr für den Wechsel nach Velbert zu entscheiden. „Ich wollte mich sportlich einfach noch einmal weiterentwickeln“, begründet der Solinger, der gut mit Armin Pjetrovic und Vincenzo Lorefice befreundet ist, warum er seinem Trainer Marc Bach zum TVD folgte.

Dort schätzt Fabio di Gaetano, der mittlerweile ein Fernstudium in Sport- und Business-Management absolviert und sich eine Zukunft im Marketingbereich eines Vereins vorstellen kann, die Professionalität: „Da sind Regionalliga-Bedingungen geschaffen worden.“ Dafür nimmt der Ohligser die Fahrerei gerne in Kauf.

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