Handball

Oelze muss daheim bleiben

Alexander Oelze (l.), hier im Trikot des Bergischen HC, ist inzwischen Kapitän von Regionalligist SG Ratingen. Foto: Christian Beier
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Alexander Oelze (l.), hier im Trikot des Bergischen HC, ist inzwischen Kapitän von Regionalligist SG Ratingen.

Ehemaliger BHC-Profihandballer ist positiv getestet.

Von Thomas Rademacher

Alexander Oelze war bereits auf dem Weg zum Spiel seiner SG Ratingen beim HC Weiden, als er die Nachricht erhielt: Der Handballer, der sich als Lehrer freiwillig alle zwei Wochen auf Covid-19 testen lässt, bekam einen positiven Befund. „Ich habe natürlich direkt umgedreht und bin seitdem zu Hause“, sagt der 36-Jährige, der von 2006 bis 2017 mit einer kurzen Unterbrechung für den Bergischen HC gespielt hat. Die Folgen, die die Infektion nicht nur für seine Mannschaft, sondern viele weitere Kontakte hat, sind immens. „Das ist wirklich kein schönes Gefühl“, erläutert der Sportler, der nach wie vor in Solingen wohnt. „Aber ich bin sehr froh, dass es allen gut geht.“

Das Regionalliga-Spiel, das zwei Stunden später angepfiffen worden wäre, wurde abgesagt. Seine Mitspieler mussten aufgrund des unvermeidlichen Kontakts beim Training allesamt in Quarantäne. Gleiches gilt selbstverständlich für Oelzes Frau und Sohn sowie Teile der Schulklasse, die er in Haan unterrichtet. „Die Schüler haben sich ihre Ferien natürlich ganz anders vorgestellt. Aber ich kann mich kaum anders verhalten. Ich versuche, mich so gut wie möglich zu schützen, halte auch in der Schule sehr viel Abstand und schränke meine sozialen Kontakte ein“, sagt Oelze, der keine Idee hat, wo er sich infiziert hat – und bis jetzt keine Symptome zeigt.

Die Pläne für seine eigenen Herbstferien musste der gebürtige Magdeburger aufgrund des positiven Tests nun ebenfalls umschmeißen. „Eigentlich sollten Handwerker kommen, die einige Umbauten am Haus vornehmen. Das geht jetzt leider nicht“, erklärt er. Besonders bitter sei aber, dass seine Eltern ihn nicht besuchen dürfen. „Das war lange geplant und muss nun auch verschoben werden.“

Ob die SG Ratingen pünktlich am 24. Oktober wieder auf dem Feld steht, um gegen den TV Rheinbach anzutreten, ist noch offen. „Durch die Quarantäne werden wir vorher nicht trainieren können. Ich kann mir also kaum vorstellen, dass das Spiel stattfindet.“

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