B-Jugend-Handball

Nur 20:20 – der BHC wird sich strecken müssen

Moritz Brinkmann war maßgeblich am guten Start der BHC-B-Junioren beteiligt, die ihr anfängliches Polster aber noch einbüßten. Foto: Andreas Horn
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Moritz Brinkmann war maßgeblich am guten Start der BHC-B-Junioren beteiligt, die ihr anfängliches Polster aber noch einbüßten.

Schwaches Achtelfinal-Hinspiel vor Top-Kulisse.

Von Lutz Clauberg

Einen selbstbewussten Auftritt hatte der sehr optimistische Trainer angekündigt. Doch Lars Halfmann war nach der Punkteteilung im Achtelfinal-Hinspiel zur Deutschen Meisterschaft gefrustet. Das 20:20 (10:10) gegen den SC DHfK Leipzig entsprach nicht den Ansprüchen, die der Bergische HC mit dem älteren B-Jugend-Jahrgang kommuniziert und durch eine weiße Weste mit 14 Siegen in der Regionalliga dokumentiert hatte.

Ein Grund dafür, dass sich die Gastgeber vor 350 Zuschauern in nur wenigen Situationen meisterlich präsentierten, könnte der Tatsache geschuldet sein, dass die Spielleiter extrem ins Geschehen eingriffen. Das Gespann Philipp Schürhoff/Benedikt Steinebach provozierte. Schon nach 31 Sekunden musste der nominell beste Mann für zwei Minuten auf die Bank: Eine harte Entscheidung gegen Malte Wolfram, der neun Sekunden, nachdem er wieder das Feld betreten durfte, seine zweite Zeitstrafe erhielt. Mittelmann Wolfram bot anschließend trotz des hohen Risikos der dritten Hinausstellung eine starke Leistung als Vorgezogener, blieb im Angriff jedoch deutlich unter seinen Möglichkeiten. Er erzielte kein Feldtor. Mit Thato Weiß stand ein möglicher Ersatzmann nicht im Kader. Er wurde ebenso wie Torwart Lion Schmidt unlängst suspendiert.

Die von weiteren katastrophalen Pfiffen geprägte Partie nahm nur schwer Fahrt auf. Der BHC war aber immer Herr der Lage, weil Timo Steffens, Paul Schwarz und Moritz Brinkmann bis zum 7:3 in der 10. Minute klasse auftrumpften. Der Gegner produzierte jede Menge technische Fehler, warf unbedrängt Bälle ins Aus – und kam dennoch unter anderem dank seiner treffsicheren Außen zum 9:9-Ausgleich (22.). Außerdem machte der zweikampfstarke Jonas Stürzebecher reichlich Betrieb im Rückraum.

Mit Wiederanpfiff entwickelte sich eine Art Abnutzungskampf auf weiter mäßigem Niveau. „Unsere Angriffsleistung muss man nicht schönreden“, sagte Lars Halfmann. „Wir waren aber dennoch die bessere Mannschaft.“ Dass die Referees in der Crunch-Time den BHC mit zwei Zeitstrafen (46./47.) bei 19:18-Führung bedachte, stimmte den Coach fassungslos. „Sie waren von der ersten Minute an überfordert. Wie kann so eine Gespann ein Achtelfinale zur Deutschen Meisterschaft leiten dürfen?“

Großen Respekt zollte der Coach derweil seiner Truppe, die die 4:6-Unterzahl ohne Paul Schwarz und Comebacker Jan Merten kämpferisch bravourös meisterte und mit voller Kapelle sogar das 20:19 schaffte. Leipzig egalisierte und bejubelte lautstark den Teilerfolg. „Mit unserer Spielleistung bin ich nicht einverstanden. Wir waren zu nervös und müssen schauen, dass wir unsere Fehler im Angriff abgestellt bekommen“, sagte Trainer Lennart Lingener. „Über die Abwehr kann ich natürlich nicht meckern.“

Das Rückspiel steigt am kommenden Samstag um 14 Uhr. Der Gegner des SC oder des BHC ist der HC Bremen oder der TV Nieder-Olm.

Am 30. April schlägt womöglich auch die Stunde des HSV Solingen-Gräfrath: Die C-Mädchen spielen beim Final Four zur „Westdeutschen“ in Ahlen und treffen auf die Gastgeberinnen. Das zweite Vorschlussrundenspiel bestreiten Borussia Dortmund und die Turnerschaft St. Tönis. Das Finale ist am 1. Mai um 13 Uhr.

BHC: Babic, Beckert; Brinkmann (6), Schwarz (4), Wolfram (4, 4), Schaffert (3), Steffens (2), La Mendola (1), Höschler, Austermann, Mager, Merten

BHC

Rückkehr: BHC-Kreisläufer Jan Merten bestritt gegen Leipzig sein erstes Saisonspiel. Hartnäckige Rückenbeschwerden waren der Grund für die lange Auszeit.

Jüngerer Jahrgang: Als B2-Spieler bekam Marian Mager einige Minuten Spielzeit. Der Linkshänder gehört zum DHB-Kader des Jahrgangs 2006.

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