Handball

2. Bundesliga: Diesmal passte nichts für den HSV

Carina Senel und der HSV Solingen-Gräfrath waren in Herrenberg chancenlos. Foto: Lars Breitzke
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Carina Senel und der HSV Solingen-Gräfrath waren in Herrenberg chancenlos.

Handball, 2. Frauen-Bundesliga: HSV Solingen-Gräfrath gegen Herrenberg. Schwache Abschlüsse und schwache Abwehr. Waiblingen zieht gleich.

Von Lutz Clauberg

Der 17. Spieltag in der 2. Bundesliga hat eine echte Überraschung parat: Der HSV Solingen-Gräfrath, bis dato in Runde sechs das einzige Mal bezwungen, kassierte im schwäbischen Herrenberg die zweite Saisonniederlage. 29:32 (11:15) hieß es aus Sicht des Tabellenzweiten, während die anderen Top-Teams FA Göppingen, VfL Waiblingen und Füchse Berlin nichts anbrennen ließen. In der Abstiegszone holte Schlusslicht TV Aldekerk in Bremen den ersten Zähler, der TVB Wuppertal landete den dritten Sieg.

Neben der Langzeit-Verletzten Melina Fabisch, Hannah Kamp, Jule Polsz und Luca Tesche fiel kurzfristig auch Natascha Krückemeier aus. Für die Stamm-Torhüterin – sie wurde am Samstag 29 Jahre alt – startete Senanur Gün.

Herrenberg baute auf einen kompletten Kader mit der niederländischen Rechtsaußen Britt van der Baan und der sogar schon auf internationalem Parkett erfolgreichen ungarischen Halbrechten Anna Albek. Beide stehen im Kader des Erstliga-Dritten Tus Metzingen, spielen dort allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

Gräfratherinnen scheitern auch an überragender Torhüterin

Die Gastgeberinnen agierten schnörkellos und verwerten das Gros ihrer Torchancen konsequent. Anders das Team von Kerstin Reckenthäler. Bis zum 5:9-Rückstand nach einer Viertelstunde standen bereits neun Fehlversuche zu Buche, darunter waren Würfe aus aussichtsreicher Position. Torhüterin Laura Waldenmaier hielt überragend, einige Mal scheiterten die Gräfratherinnen an Latte oder Pfosten.

Über 12:6 (21. Minute) setzte sich Herrenberg mit der bärenstarken Lea Neubrander auf 14:8 (26.) ab. Immerhin gelang es dem Favoriten, zur Pause auf 11:15 zu verkürzen. Trainerin Reckenthäler hatte bis dahin einiges probiert. Lucy Jörgens und später Jette Clauberg lösten Penz auf Linksaußen ab, Lara Karathanassis spielte im rechten Rückraum, während Cassandra Nanfack Merit Müller auf Rechtsaußen ersetzte. Lisa Fahnenbruck ging mit Wiederanpfiff zwischen die Pfosten.

Doch diese und weitere Umstellungen brachten nicht den gewünschten Erfolg – im Gegenteil. Beim 20:13 (40.) war die Partie gelaufen. Herrenberg ließ kaum eine Chance ungenutzt, die Solingerinnen scheiterten weiter regelmäßig.

Das Aufbäumen in den letzten fünf Minuten kam zu spät, Merit Müller vergab zudem in der 58. Minute die Möglichkeit, zum 26:29 zu verkürzen. „Herrenberg war heute einfach besser“, sagte Kerstin Reckenthäler. „Uns fehlten die Alternativen. Und die Torhüterin hat uns den Zahn gezogen.“

HSV: Gün, Fahnenbruck; Brandt (12, 2), Nanfack (6, 1), Senel (4), Reinarz (3), Müller (1), Karathanassis (1), Clauberg (1), Weyh (1), Jörgens

Lesen Sie auch: Kurioser Kantersieg der BHC-Frauen

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