Football

Neuer Name, neue Nummer – neues Glück?

Da geht´s lang! Felix Losch will als erfahrener Spieler die Richtung vorgeben.
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Da geht´s lang! Felix Losch will als erfahrener Spieler die Richtung vorgeben.

Football-Zweitligist Solingen Paladins empfängt am Pfingstsamstag die Hamburg Huskies – mit Rückkehrer Felix Losch.

Von Fabian Herzog

Der verlorene Sohn ist zurück! Felix Losch, vor seiner Hochzeit unter dem Namen Thomaßen langjähriger Leistungsträger der Solingen Paladins, der sich zu dieser Saison ursprünglich den Cologne Centurions in der European League of Football angeschlossen hatte, kehrt kurzfristig zurück, läuft wieder für seinen Herzensverein auf und feiert am Samstag (17 Uhr) gegen die Hamburg Huskies seine Rückkehr in die Walder Jahnkampfbahn. „Ich bin froh, wieder zurück zu sein“, sagt der 33-jährige Ur-Paladin.

Drei Monate lang hatte er sich mit den Centurions auf die Saison vorbereitet und war in eine andere Footballwelt abgetaucht. „Das war alles ultimativ professionell, wirklich unglaublich“, schwärmt Losch von den Bedingungen in der Domstadt. „Wenn ich ein Sportstudent in Köln wäre, wären die Centurions das Nonplusultra.“ Aus familiären beziehungsweise zeitlichen Gründen entschloss sich der Linebacker aber schweren Herzens, nach Solingen zurückzukehren. Dorthin, wo er lebt und arbeitet.

Und eben auch wieder spielt. „Ich hoffe, ich kann helfen, das Ruder rumzureißen“, sagt Losch. Wohlwissend, dass in Sachen Punkteausbeute noch die Null steht. Bei den Paladins ist man aber bemüht darum, den Saisonstart mit bisher zwei Partien differenziert zu betrachten. „Das erste Spiel war eine totale Katastrophe“, spricht Ingo Hübner mit Blick auf das 6:38 gegen Langenfeld zum Auftakt Tacheles. Auch die erste Halbzeit des 13:28 bei Aufsteiger Paderborn Dolphins verlief nicht nach dem Geschmack der Walder. „Aber“, so der 1. Vorsitzende, „mit der zweiten Halbzeit waren wir mehr als zufrieden.“

„Ich hoffe, ich kann helfen, das Ruder rumzureißen.“

Felix Losch, Paladins-Rückkehrer

Schon vor Wochen war den Verantwortlichen klar, dass der Start holprig werden könnte. „Wir haben ein noch jüngeres Team als letztes Jahr“, erklärt Hübner. Dazu seien viele neue Spieler erst kurzfristig zur Mannschaft gestoßen. Wie zum Beispiel Moses Harris, der allerdings von der ersten Minute an direkt wieder auf Betriebstemperatur war und nahtlos an seine Vorjahres-Performance anknüpfen konnte. Dennoch wurde überdeutlich, dass sich die Truppe von Headcoach Michael Tiedge noch finden muss.

Nicht zu unterschätzen sei dabei auch die psychologische Komponente. Die Derby-Klatsche gegen Langenfeld habe nicht nur „eine schlechte Stimmung“, sondern auch Zweifel hervorgerufen. Für den 1. Vorsitzenden sei es elementar, dass jeder Spieler darauf vertraut, „dass das, was wir machen, Hand und Fuß hat“. Nur dann könne erfolgreicher Football gespielt werden.

Die zweite Halbzeit in Paderborn war diesbezüglich ein ganz wichtiger Schritt. „Wir haben die Offense der Dolphins zerlegt“, lobt Ingo Hübner den Auftritt seines Teams in Ostwestfalen nach der Pause, als der Gegner sich die Zähne an der Solinger Defensive ausbiss. „Damit war der Paderborner Headcoach überhaupt nicht zufrieden und hat seine Jungs nach dem Spiel erst einmal pumpen lassen“, berichtet der Vorsitzende von überraschenden Maßnahmen des hoch gehandelten Aufsteigers.

Gegen Hamburg soll der erfreuliche Trend fortgesetzt und nun auch in die ersten Punkte umgemünzt werden. „Unterschätzen dürfen wir in dieser Liga aber niemanden“, warnt Hübner vor dem Schlusslicht, das weder in Lübeck (6:54) noch gegen Essen (0:35) Land gesehen hat. Daran soll sich auch am Samstag (17 Uhr, Walder Stadion) nichts ändern. Die Paladins wollen mit aller Macht und dem eigenen Publikum im Rücken in der Saison ankommen. Und mit Losch, der statt mit „seiner“ Nummer 52, die Patrick Hoschatt übernommen hat, nun mit der 53 aufläuft. Er sagt lächelnd: „Neuer Name, neue Nummer.“

Statistik

Stolz sind die Paladins, dass Moses Harris mit 305 gelaufenen Yards in zwei Spielen seine Führung im ligaweiten Ranking ausbauen konnte. Auch Kicker Yannic Schorn konnte bislang voll überzeugen. Neben guten Punts und Kick-offs verwandelte er beide Fieldgoal-Versuche – einen davon zuletzt in Paderborn aus 46 Yards.

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