Fußball

Neue Jugendabteilung der Post bekämpft Stolperfallen

Wie hier ein Vater eines F-Jugend-Spielers packen beim Post SV seit einigen Wochen alle mit an. Foto: Post SV
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Wie hier ein Vater eines F-Jugend-Spielers packen beim Post SV seit einigen Wochen alle mit an.

Aufbruchstimmung an der Ritterstraße – Corona bremst den Elan der Führungscrew.

Von Fabian Herzog

Mit der Neubesetzung des Jugendvorstands machte sich beim Post SV Solingen im Herbst des vergangenen Jahres eine spürbare Aufbruchstimmung breit. Es schien, als wollten die Jugendleiter Rafael Naczynski und Patrick Wöllner mit ihrem Team Bäume ausreißen, so strotzten sie vor Tatendrang. Doch sie wurden gestoppt. Von Corona, dem zweiten Lockdown und der damit verbundenen Platzsperre. Seitdem geht an der Ritterstraße fast nichts mehr. Nur noch die Post – nomen est omen – dürfen die Verantwortlichen aus dem Briefkasten fischen.

Bitter für die Südstädter, die arg ausgebremst wurden. „Es war gut losgegangen“, berichtet Robert Sopella, der sich der Öffentlichkeitsarbeit und dem Sponsoring angenommen hat. „Wir haben vieles angepackt und auf den Weg gebracht. Aber wir bekommen es jetzt nicht auf die Bahn.“ Schlimmer noch: Statt Jugendliche für den Verein und die nicht üppig besetzten Mannschaften zu gewinnen, droht durch die sportliche Auszeit der Verlust von Spielern und Spielerinnen. Sopella ist sich allerdings sicher, die Mitglieder bei der Stange halten zu können. Er hat festgestellt: „Alle scharren schon mit den Hufen.“

Per Video: Trick-Aufgaben, um den Nachwuchs bei Laune zu halten

Wie in anderen Clubs in Pandemie-Zeiten auch, wird bei der Post ebenfalls improvisiert. Die Trainer halten ihre Schützlinge mit Video-Konferenzen bei Laune und stellen ihnen fußballerische Trick-Aufgaben, die diese mittels gefilmter Beiträge lösen müssen.

Zu den Dingen, die die neue Jugendcrew in den ersten Monaten seit dem Start schon umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht hat, gehört neben der Homepage (postsv-solingen.de) auch die Renovierung des Vereinsheims. Aus diesem wurde nicht nur die Küche entfernt, sondern auch ein neuer Zugangsweg geschaffen. „Hierfür mussten Sträucher, Wurzeln und sonstige Stolperfallen entfernt, eine Wegführung festgelegt und der Untergrund begradigt und geebnet werden“, erzählt Sopella.

Auf der Suche nach den benötigten Maschinen wurden er und seine Mitstreiter in der Nachbarschaft fündig. Der Solinger Maschinenverleih Boels Rental mit Sitz auf der Schützenstraße stellte eine Kettensäge, eine Baumstumpffräse, einen Grasnabenschneider und eine Rüttelplatte kostenlos zur Verfügung. Niederlassungsleiter Marcel Dallmer erklärt, warum: „Die Post soll das Geld aus der Jugendkasse doch nicht in Baumaschinen, sondern viel lieber in die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen investieren.“

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