Handball

Natascha Krückemeiers Torhüterleistung macht den Unterschied

Natascha Krückemeier erwischte gegen Lintfort einen Sahnetag. Foto: Moritz Alex
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Natascha Krückemeier erwischte gegen Lintfort einen Sahnetag.

2. Handball-Bundesliga: Der HSV Solingen-Gräfrath schlägt den Tus Lintfort 27:24 (17:12).

Von Lutz Clauberg

Der HSV Solingen-Gräfrath ist durch das 27:24 gegen den Tus Lintfort mitten drin im Rennen um den vierten Tabellenplatz. Kerstin Reckenthäler freute sich diebisch über den 13. Saisonsieg: „Egal, was jetzt noch passiert: Wir behalten ein positives Punktekonto. Das krönt diese tolle Saison, die uns niemand zugetraut hat.“ Der ewige West-Rivale hätte durch einen Erfolg an der Zweitliga-Relegationsrunde schnuppern können und spürt jetzt den HSV im Nacken. „Für uns geht es nur noch darum, Rang vier zu halten“, sagte Tus-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

Das West-Derby begann unterirdisch. Bis zur sechsten Minuten standen schon neun Fehlwürfe mit Ballverlust und diverse technische Patzer zu Buche. Die HSV-Formkurve ging nach Top-Torjägerin Vanessa Brandts Treffer zum 2:2 (7.) deutlich nach oben, zumal das Zusammenspiel Deckung/Torhüterin herausragend funktionierte. Lintfort kam sehr häufig nur unter Bedrängnis zum Wurf – und scheiterte regelmäßig an Natascha Krückemeier. Die glänzte mit guten Stellungsspiel und spektakulären Paraden.

Tolles Tor von Rechtsaußen Merit Müller

Ab dem 7:6 (15.) hatte der HSV seine stärkste Phase. Plötzlich kam Merit Müller auf Rechtsaußen aus der Höhle, ihr Treffer zum 13:8 (24.) war das schönste Tor des Tages: Zweimal klatschte das Spielgerät an den Innenpfosten, bevor es die Linie überquerte. Ein Unterzahl-Treffer von Mandy Reinarz per Gegenstoß und Franziska Penz’ Tor zum 17:12 sorgten in der 30. Minute für eine wunderbare Pausenführung.

Diese stand mit Wiederanpfiff sofort in Frage, denn Lintforts 19 Jahre alte Rückraum-Allrounderin Jule Samplonius führte ihre Farben heran. Jana Willing schaffte vom Kreis das 20:20 (42.). „Lintfort hatte beim Ausgleich das Momentum auf seiner Seite“, stellte nicht nur Kerstin Reckenthäler fest. „Wir haben uns wieder reingekämpft.“ Ganz wichtig war das Glückstor von Melina Fabisch zum 25:23 durch die Hände der sonst starken Laura Graef. „Zwei, drei Bälle haben das Spiel entschieden“, meinte Bettina Grenz-Klein. „Und am Ende ist uns dann die Luft ausgegangen.“

Der HSV rang den Gegner förmlich nieder, hatte mitunter das Glück des Tüchtigen und bejubelte trotz vier verworfener Strafwürfe die erfolgreiche Revanche: Im ersten Duell hatte Lintfort mit 25:24 die Nase vorne gehabt.

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