Türchen 1

Adventskalender: Nach sechs Jahren „Pause“ ist er wieder die Eins

Dominik Millard in seinem Element als Torhüter der SGW Solingen/Wuppertal: In dieser Saison läuft es für die Wasserball-Startgmeinschaft allerdings noch nicht wunschgemäß.
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Dominik Millard in seinem Element als Torhüter der SGW Solingen/Wuppertal: In dieser Saison läuft es für die Wasserball-Startgmeinschaft allerdings noch nicht wunschgemäß.

Türchen Nummer 1 im Adventskalender des ST-Sports mit Dominik Millard von Wasserball-Zweitligist SGW Solingen/Wuppertal.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Dominik Millard ist seit der vorigen Saison wieder erste Wahl zwischen den Pfosten der SGW Solingen/Wuppertal. Der Torhüter hatte sich 2014 zurückgezogen und nur noch nebenbei in der dritten Mannschaft ausgeholfen. „Es ging nicht darum, dass ich keine Lust mehr hatte, sondern die Priorität lag auf meiner beruflichen Zukunft“, erläutert der Solinger, der ein Abendstudium (Logistik und Supply Chain) absolviert hat. Inzwischen hat er den Master-Abschluss geschafft, und Wasserball hat als sein größtes Hobby wieder einen höheren Stellenwert eingenommen. In der 2. Liga kämpft die bergische Startgemeinschaft um einen der vorderen Plätze.

„Dem Verein bin ich aber die ganze Zeit über treu geblieben“, sagt der 31-Jährige, der mit 13 Jahren den Wasserball-Sport kennenlernte. Bereits vorher war er als Schwimmer beim SC Solingen aktiv. „Irgendwann war ich mal mit meinem Vater in der Klingenhalle und habe das Wasserball-Team gesehen. Da dachte ich: Warum immer nur Kacheln zählen, wenn man das Schwimmen mit einem Spiel verbinden kann.“ Gedacht, gehandelt – kurz darauf war Millard Teil des Nachwuchsteams von Boris Hennig, wenig später übernahm Bernhard Pantke die Mannschaft.

Hinter Türchen 1 steckte Dominik Millard.

Der heutige SC-Vorsitzende hatte damals keinen Torhüter. „Er hat dann einfach jeden mal zwischen die Pfosten gestellt“, erinnert sich Millard. „Ich war wohl ganz gut, aber vor allem hat es mir großen Spaß gemacht. Positiver Nebeneffekt ist, dass ich nicht so viel schwimmen musste.“ Also ist er dabei geblieben. Mit 16 Jahren trat er erstmals im Zweitliga-Team der Männer an und trug auch damals schon oft die Nummer 1 auf der Kappe. „Im Wasserball kann man da noch nicht frei wählen. Als Torhüter hat man die 1 oder 13. Die anderen spielen mit der 2 bis 12“, erklärt Millard.

Nachdem der SC und die Wasserfreunde Wuppertal die Wasserball-Startgemeinschaft gegründet hatten, absolvierte Millard noch eine Saison, bevor es zeitlich aufgrund des Studiums nicht mehr ging. 2020 wollte er es dann aber noch einmal wissen. Millard übernahm das Amt des Wasserballwartes auf Solinger Seite und bot seine Rückkehr in den Zweitliga-Kader an. Da Nachwuchstalent Finn Burgsmüller gewechselt war, bestand Bedarf. „Und ich habe schnell gemerkt, dass es noch reicht, um mitzuspielen. Am Anfang hatte ich zwar noch mächtig Muskelkater, aber es hat direkt wieder enorm Spaß gemacht. In der Mannschaft verstehen wir uns alle richtig gut.“

Dominik Millard ist damit einziges Solinger Mitglied im Zweitliga-Team. „Es war auch ein Anreiz, zu zeigen, dass wir wirklich eine Startgemeinschaft sind“, begründet er. Folgen werden ihm mittelfristig wohl noch andere. Denn die aktuell so erfolgreiche U14 besteht zum größten Teil aus Solinger Jungs. In den kommenden Jahren wird Millard wohl noch erste Wahl auf der Torhüter-Position bleiben. Routinier Uwe Körschgen steht zwar bereit, „aber er ist inzwischen auch Vater, hat daher andere Prioritäten und lässt mir den Vortritt“, erzählt der 31-Jährige, der „nur“ seine Frau bei Laune halten muss. 2020 heiratete er Nadin. „Zeit für andere große Hobbys außer Wasserball habe ich da eher nicht. Ich bin ja auch noch als Jugendtrainer aktiv“, sagt der Torwart. „Wenn es zu viel wird, steigt mir meine Frau aufs Dach. Zumal wir uns ein Haus gekauft haben, in dem es logischerweise immer was zu tun gibt.“

Dominik Millard

In seiner Funktion als Wasserballwart kümmert sich der Solinger bei der SGW um den Terminplan, Spielberechtigungen, das Lizenzwesen und sportärztliche Untersuchungen. „Organisation liegt mir“, sagt Millard, der als Einkaufsleiter beim Solinger Messerhersteller Böker arbeitet.

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