Mein Blick auf die Woche im Sport

Mut – von der Eishalle bis zu DV unerlässlich

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Kontinuität ist auf dem Trainerposten beim Fußball-Landesligisten DV Solingen ein Fremdwort.

Frisch war es in den vergangenen Tagen, was daraufhin deutet, dass es bald mit der Winter-Saison losgeht. Allen voran natürlich an der Birkerstraße. Noch bei schönem Wetter am Mittwoch vor einer Woche war die Eissporthalle ausführliches Thema im Sportausschuss. Es war gleichermaßen ernüchternd wie auch begeisternd, als Wolfgang Lingen vom EC Bergisch Land und von der Betreiber-Gesellschaft über den Sanierungsstau und die Möglichkeiten der Beseitigung referierte. Er und sein Team wollen die traditionsreiche Sportstätte nicht nur im Winter – geplant ist ab dem 15. Oktober – nach vorne bringen, so auch wieder mit einem engeren Draht zu den Schulen. Der Sommer soll ebenfalls viele Aktivitäten von Abiturfeiern über Public Viewing bis hin zur Solingen-Messe enthalten. Beim Kampf um das bergische Alleinstellungsmerkmal Eishalle, auch sozial ein wichtiger Faktor, bauen die Verantwortlichen unter anderem auf eine ausgeprägte Vernetzung – und unfassbar viel Mut. Solingen darf dafür dankbar sein.

Das kann man vielleicht auch in wenigen Jahren sagen, wenn Christoph Kramer sein Vorhaben in die Tat umsetzt und dem hiesigen Fußball zu neuem Aufschwung verhelfen wird. Der Weltmeister von 2014 ist auch als Experte im ZDF eine feste Größe. Und sicherlich in der Lage, Türen zu öffnen. Das betrifft gleichermaßen potenzielle Spieler für höhere Klassen wie auch wirtschaftliche Unterstützer – und bei den Vereinen. Die ersten Signale, das clubinterne Denken einer großen Solinger Lösung unterzuordnen, sind da. Auch da ist Mut ein Muss.

Gehört dieser auch dazu, wenn man einen Trainerwechsel vornimmt? Kann man den bei den Paladins-Footballern nach schwierigen Jahren und einer sportlich nicht gerade überragenden Zweitliga-Saison noch als normalen Vorgang verbuchen – Michael Tiedge wurde mit Dankesworten verabschiedet –, verwundert der beim Fußball-Landesligisten DV schon. Nach fünf Spielen, nahezu alle gegen Top-Teams, sammelte der erst im Sommer verpflichtete Acar Sar vier Punkte, verpasste weitere aufgrund Abschlusspechs. Am rein Sportlichen habe es dann auch nicht gelegen, eher an internen Vorgängen, so an der fehlenden Gemeinschaft. Die Gründe für die überraschende Trennung bleiben unkonkret, ein Fakt hingegen ist: Kontinuität auf dem Trainerposten am Weyersberg ist nach wie vor ein Fremdwort. Ein Manko, das der mutigen Aufarbeitung bedarf.

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