Motorsport

Motorradsportlerinnen melden sich zurück im Rennen

Nikita Radermacher (r.) hat eine erfolgreiche Saison in der European Pitbike Trophy hingelegt. Foto: Heiko Kemme
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Nikita Radermacher (r.) hat eine erfolgreiche Saison in der European Pitbike Trophy hingelegt.

Daniela und Nikita Radermacher waren durch die Corona-Pandemie buchstäblich ausgebremst

Von Jutta Schreiber-Lenz

Daniela und Nikita Radermacher sind froh, nun wieder im Rennen zu sein. Zwar sei die Saison, wie schon die vorige im Jahr zuvor, halbiert und es gebe statt sechs Starts nur drei. „Aber immerhin, die Welt hat gefühlt begonnen, sich wieder zu drehen“, sagt Daniela. Die Zwangspause durch die Pandemie hat den Powerfrauen, die in den vergangenen Jahren speziell auf ihren kleinen leichten Pitbikes sportlich erfolgreich nach vorne gefahren waren, zugesetzt.

Nikita (l.) und Daniela Radermacher blicken nach einer schwierigen Corona-Pause wieder optimistisch nach vorn.

Eine in ihrem Wohnzimmer montierte Sprossenwand sowie ein stattliches Hantel-Set sind stumme Zeugen dieser Zeit ohne Motorrad-Training und Wettkämpfe. „Wenigstens ein bisschen fit halten“, war die Devise der beiden Sportlerinnen während der Lockdown-Monate. „Schließlich waren auch die Muckibuden dicht und neben Spaziergängen und der einen oder anderen Jogging-Runde haben wir auf Home-Kraft- Training gesetzt“, sagt Nikita. Versuche, Firmen in der näheren (und etwas weiteren) Umgebung dazu zu bewegen, ihr Gelände am Wochenende für Trainingsrunden zur Verfügung zu stellen, seien leider gescheitert. „Da waren zu viele Bedenken, zum Beispiel, dass unsere Maschinen den Bodenbelag ruinieren könnten.“

Krumm nimmt das Biker- Ehepaar diese Haltung nicht. „Dass unsere Pitbikes so leicht sind, dass da nichts passiert, wissen natürlich nicht viele.“ Dass nun wieder Leben in den Sport zurückgekehrt sei, habe fühlbar mentale Last fallen lassen. „Schwer war, von Woche zu Woche auf Besserung zu hoffen und keinen erkennbaren Lichtstreif am Horizont zu sehen“, formuliert Daniela die Gemütslage. „Wir mussten uns erst einmal aus einem Motivationsloch herausfahren.“

Das aber ist nun gelungen. Beide blicken optimistisch in die Zukunft, haben sich erste Erfolge und Spaß am Sport doch längst wieder eingestellt. In der European Pitbike Trophy fuhr das Duo mit Melanie Reinsdorff als Dritte im „Mädels-Team“ vorne mit. In der Gesamtwertung der diesjährigen Meisterschaft hofft Daniela mit den nächsten Starts noch unter die Top-Ten zu kommen, Nikita liegt aktuell auf Platz vier. Bald geht es bis Mai in die Winterpause – „trainieren dürfen wir aber hoffentlich wieder ohne Unterbrechungen bei unserem Club in Haltern.“

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