Tennis

Monegasse ist von Widdert beeindruckt

Romain Arneodo zeigte bei seinem Debüt im STC-Dress zwei starke Vorstellungen. Fotos: Christian Beier
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Romain Arneodo zeigte bei seinem Debüt im STC-Dress zwei starke Vorstellungen.

Die STC-Herren feiern beim Tennis-Start mit einem Neuzugang einen 9:0-Erfolg.

Von Jürgen König

Es war das große Comeback des Solinger Sports nach der langen Corona-Pause, und es war ein gelungenes. Drei Begegnungen auf Verbandsebene präsentierte der Solinger TC 02 am Samstag, bei zumeist strahlendem Sommerwetter klappte alles bestens. So sportlich in Bezug auf die Niederrheinliga-Herren, die allzu gerne in Richtung 3. Liga marschieren wollen. „Es läuft nach unseren Vorstellungen“, durfte Coach Karsten Saniter schon nach der ersten Einzelrunde und der 3:0-Führung konstatieren – am Ende stand ein 9:0-Kantersieg gegen den Netzballverein Velbert. Und auch abseits des Sports mit seinen Auflagen waren die Verantwortlichen zufrieden. „Alles war entspannt, es gab keine Probleme“, fasste der 2. Vorsitzende Thomas Bergemann zusammen.

Solinger TC 02 feiert großes Comeback

Sein Hauptaugenmerk galt dem Eingang. Bereitete die Parkplatzsuche an der Widderter Straße noch Mühe, so verlief es bei den Zuschauern reibungslos – nicht mehr als 100 durften zeitgleich auf der Anlage sein. Die Marke, per ausgegebener Zahlenkärtchen festgehalten, wurde gekratzt, aber eben nicht überschritten. So konnte sich der STC bei guten Bedingungen inklusive stark frequentierter Gastronomie ganz den sportlichen Abläufen widmen.

„Ich bin glücklich, jetzt in Deutschland spielen zu können.“
Romain Arneodo, französischer Neuzugang

Und da trug ein neues Gesicht im Solinger Dress zu reichlich Beifall von den Rängen bei: Romain Arneodo gab seinen Einstand an Position zwei, gewann sein Premieren-Einzel mit 6:2 und 6:4. „Es war okay, aber nicht einfach. Wie den anderen fehlte auch mir komplett die Wettkampfpraxis“, sagte der 27-jährige Franzose. Geboren in Cannes, verbringt der Rechtshänder viel Zeit in Monaco, wo er für den dortigen Verein spielt. „Die Saison ist aber abgebrochen, von daher bin ich glücklich, jetzt in Deutschland spielen zu können“, war Arneodo vom Empfang begeistert – von der Unterbringung bei der Familie seines Mannschaftsgefährten Nico Mertens wie auch vom Club. „Das ist alles sehr schön“, schwärmte der Neuzugang zudem von seinem Team, das er schon am Freitag mit gemeinsamem Training und Essen kennenlernte.

Der Doppel-Spezialist soll auch an der Seite eines Kollegen möglichst alle Punkte holen, diesmal gelang es ihm mit STC-Spitzenspieler Simon Beaupain souverän in zwei Sätzen. Der Belgier gewann sein Einzel ebenso in zwei Sätzen wie Moritz Poswiat, Ferdinand Spickhoff und Nico Mertens. Allein Gero Kretschmer musste in den dritten Durchgang, wahrte aber dabei die weiße Weste des Aufstiegsmitfavoriten. Das 6:0 nach den Einzeln war eine erste Ansage.

Gleiches galt für den 9:0-Endstand, den Kurt-Reiner Witte mit großer Genugtuung zur Kenntnis nahm.

Karsten Saniter aktualisiert hier den Spielstand – der gefiel dem Coach am Samstag durchgängig.

„Die Jungs hatten eine große Vorfreude, der Teamgeist ist ausgeprägt“, zog der frühere Vorsitzende, der sich wieder intensiv um das Männer-Team kümmert, ein erstes positives Fazit – wohl wissend, dass die dicken Brocken in der Niederrheinliga noch kommen. „Unabhängig von einem Aufstieg in dieser Saison ist unser Ziel eindeutig die 2. Bundesliga“, betonte Witte noch einmal die ehrgeizigen Ambitionen. Auf dem Weg dorthin ist das Corona-Comeback jedenfalls schon mal gelungen, die Tabellenführung nach einer Partie indes von nicht allzu großer Aussagekraft. Ergebnisse: Simon Beaupain 6:3, 6:4; Romain Arneodo 6:2, 6:4; Gero Kretschmer 6:7, 6:4, 10:6; Moritz Poswiat 6:4, 6:4; Ferdinand Spickhoff 6:1, 6:2; Nico Mertens 6:3, 6:2; Beaupain/Arneodo 6:0, 6:4; Kretschmer/Poswiat und Spickhoff/Mertens jeweils kampflos 6:0, 6:0

Hintergrund

Foto-Galerie: Viele Schnappschüsse rund um den abwechslungsreichen Tennis-Samstag beim Solinger TC 02 sind zu sehen unter www.solinger- tageblatt.de

Vorschau: Am kommenden Samstag (13 Uhr) geht es zum eigentlich hoch eingeschätzten TV Osterath, der ohne internationale Spitzenkräfte dem vierfach niederländisch besetzten Gladbacher HTC 2 4:5 unterlag.

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