Fechten

Mit dem Weggang von Vitaliy Chernous endet eine Solinger Ära

Erinnerung an viele Erfolge: Vitaliy Chernous (hinten) erhielt eine Collage mit Bildern seiner erfolgreichen Fechter.
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Erinnerung an viele Erfolge: Vitaliy Chernous (hinten) erhielt eine Collage mit Bildern seiner erfolgreichen Fechter.

Medaillensammler verabschieden sich vom langjährigen Säbel-Fechttrainer.

Er steht für das Säbelfechten wie kein zweiter in Solingen: Vitaliy Chernous. Um die Jahrtausendwende hat der Fechttrainer mit dem Aufbau seiner Sportart angefangen, jetzt ist seine Mission in der Klingenstadt beendet – nach Stationen beim STB, WMTV und Fechtzentrum. Im privaten Kreise mit langjährigen Wegbegleitern wurde der Rentner gebührend verabschiedet.

Und zwar maßgeblich von denen, die in einem Walder Café zwischen Schokoladen- und Spaghetti-Eis in Erinnerungen schwelgten. „Unser Erfolgsrezept war immer das gute Miteinander“, erzählen Julian Disler und Pascal Becher, deren fechtsportliche Zukunft noch ungewiss ist. Durch den Zusammenhalt habe man den deutschen Fecht-Hochburgen aus Dormagen, Eislingen oder Tauberbischofsheim stets Paroli bieten können. Es war die Basis für eine Flut an nationalen wie internationalen Erfolgen und Titeln, die das Duo mit Peter Schmitz und dem nunmehr in Dormagen aktiven Eric Seefeld einfuhr. Ob städtische Ehrung oder Sportlerwahl von ST und Sportbund: Keine Sport-Gala ging ohne die Säbel-Asse über die Bühne.

„Es war schon toll, dass wir zu Europa- und Weltmeisterschaften fahren durften. Wichtig war auch, dass ich sie alle zu Mitgliedern der Nationalmannschaft formen konnte“, verweist Chernous, aus Kiew stammend, unter anderem auf deutsche Einzeltitel: Becher sowie Disler, Schmitz und Seefeld standen allesamt als Deutscher Meister ganz oben.

Der Medaillenschmied: Vitaliy Chernous.

Und seine ersten Triumphe auf der Planche heimste unter ihm auch der Solinger Richard Hübers ein, den wir in der nächsten Woche ebenso wie Florett-Ass André Sanità ausführlich als Olympia-Fahrer näherbringen werden.

Lobeshymnen vom Olympia-Teilnehmer

Hübers: „Ich habe Vitaliy Chernous sehr viel zu verdanken. Er war mein erster Trainer, als ich mit sechs, sieben Jahren angefangen habe. Bis zu meinem Wechsel nach Dormagen ins Internat mit 15 Jahren hat er mir nicht nur die Grundlagen des Säbelfechtens, sondern auch eine Menge Disziplin beigebracht und mich zu meinen ersten Erfolgen geführt. Vor allem hat er mir auch den Spaß am Fechten vermittelt.“

Den Spaßfaktor hochhalten im Fechtzentrum will Peter Schmitz. „Das Fechten hat mir vieles ermöglicht, davon möchte ich etwas zurückgeben“, sagt der 20-Jährige. Zoe Schymczyk und Amy Stein sind mit an Bord. „Erst mal geht es um Breitensport, die Kinder sollen genießen“, hat Schmitz Kooperationen im Blick, um die Vielfalt des Sports zu wahren.

Für diese sorgte der weiter in Ratingen und jetzt auch mit den Fechtzentrum-Zugängen Nico Lohmann und Maximilian Götz aktive Vitaliy Chernous über Jahrzehnte auf hohem Niveau. Auch im weiblichen Bereich profitierte eine Dana Bormke oder Lisann Fröse von seiner sportlichen Regie – intern gleichermaßen gekennzeichnet von Strenge und des Zugeständnisses von Freiheiten, auch in Form eines Fußballspiels beim Training nach überzeugenden Turnierauftritten. Das Ergebnis: Eine einzige Erfolgsgeschichte!

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