ST-Fußball-Tipp-Duell

Meisterrunden-Modus in der Kreisliga verspricht Play-off-Gefühl

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Dauer-Champion Malte Gregor wird diesmal von Philipp Zilles (1. FC Solingen) herausgefordert.

Von Timo Lemmer

Kein Tor von Malte Gregor, der dafür im Tippspiel 12:10 gegen Max Becker gewonnen hat: Das war in einem Meisterschaftsspiel des TSV Solingen 2 zuvor letztmals am 19. Spieltag der Vorsaison der Fall. Lützenkirchen sei bei der 0:1-Niederlage teilweise über die Grenzen hinaus gegangen: „Dafür sind wir im Rückspiel umso heißer, und das wird ohnehin das wichtigere Spiel“, baut Gregor auf sein Team in der Meisterrunde.

Stichwort Meisterrunde: Der Modus in der diesjährigen Kreisliga A spornt einige Akteure an. „Das ist ein neuer Reiz dieses Jahr“, sagt Philipp Zilles. Wenn nach einfacher Hinrunde die Liga geteilt wird, werden die Punkte auf null gesetzt. Die neun entscheidenden Spiele gleichen dann Play-offs, weil Ausrutscher nahezu nicht erlaubt sind. Für den 27-Jährigen ein bekanntes Gefühl, spielte Zilles doch ein Jahr in den USA an der Universität in Montgomery/Alabama Fußball. „Letztes Jahr hatten wir ja mal einen Super-Run. Das kann immer passieren“, hofft Zilles, dass sein 1. FC Solingen im entscheidenden Moment da sein wird. „Realistisch sehe ich uns mindestens in den Top drei, aber wir wissen um die Stärke der anderen Teams. Aufsteigen würden wir natürlich trotzdem alle gerne.“

Der Solinger ist nach anderthalb Oberliga-Jahren bei Turu Düsseldorf, dem Ausflug in die USA und der dort erfolgten, schweren Verletzung an Kreuzband und Meniskus inzwischen voll beim 1. FC Solingen angekommen. Zwei Jahre war Zilles raus, nun sei er weitgehend schmerzfrei. „Wir haben tolle Rahmenbedingungen“, erzählt Zilles unter anderem vom Sommer-Trainingslager, das das Mannschaftsgefüge festigte. Zudem sei Trainer Ganija Pjetrovic super: „Wegen ihm habe ich damals bei Wald 03 wieder angefangen.“

Der Coach setzt voll auf Zilles, der in der Vorbereitung, obwohl kein Lautsprecher, auch schon mal die Kapitänsbinde trug: Im dritten Jahr ist Zilles längst sportlich ein Führungsspieler. Der Marketing-Experte, der neben einer Anstellung auch selbstständig ist, hält mit einem Nebenmann das Zentrum dicht und übernimmt die Gestaltung nach vorne. „Wir haben uns fußballerisch richtig gut verstärkt“, sieht er seine Elf stark.

Quartett hat aus Solinger Sicht aktuell die besten Karten

Ob Zilles am Sonntag eingreifen kann, wenn sein Club um 15.15 Uhr Anadolu-Munzur zum Derby am Schaberg empfängt, ist noch offen. Den Mittelfeldspieler plagt eine Wadenverhärtung: „Vielleicht reicht es aber schon.“

Der größte Solinger Kontrahent hat nach vier Spielen zwei Zähler mehr auf dem Konto: Der BV Gräfrath um Sandro Avanzato erwartet zeitgleich die SSVg Haan. Der spielende Co-Trainer: „Mit der Punkteausbeute sind wir soweit zufrieden, die nächsten Spiele sind entscheidend.“ Jeweils um 15 Uhr empfangen mit TSV 2 und Post SV zwei gut gestartete Solinger Teams Berghausen 2 beziehungsweise Genclerbirligi. Dieses Quartett hat aktuell die besten Karten für die Meisterrunde – in der dann ein Super-Lauf entscheidend sein kann.

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