Leichtathletik

Max Kremsers EM-Traum ist geplatzt

Maximilian Kremser musste nach guter Leistung auf den verdienten Lohn verzichten.
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Maximilian Kremser musste nach guter Leistung auf den verdienten Lohn verzichten.

Solinger erfüllt die Vorgabe, wird aber nicht nominiert.

Von Daniel Bernards

Vieles deutete darauf hin, dass der Solinger Leichtathlet Maximilian Kremser nach seiner Teilnahme als Ersatz-Staffelläufer bei den Weltmeisterschaften in Eugene/USA auch zu den am kommenden Montag in München beginnenden Europameisterschaften fahren darf. Denn der 400-Meter-Spezialist des Solinger LC erfüllte eigentlich die Vorgabe bei einem hochkarätig besetzten Ausscheidungswettkampf in Bochum. Der Deutsche Leichtathletikverband entschied sich dennoch gegen den 22-jährigen Klingenstädter.

Im Grunde schien die Sache klar zu sein. Würde Max Kremser mindestens zweitbester deutscher Starter beim Lohrheide-Meeting werden, könne er nach München mitreisen. Die Aufgabe meisterte der SLC-Sportler, zeigte als Gesamtvierter und eben zweitbester Deutscher in 47,23 Sekunden abermals sein Können – zur Nominierung reichte es dennoch nicht: Der am Ausscheidungsrennen nicht teilnehmende Routinier Torben Junker vom TV Wattenscheid wird stattdessen zweiter Ersatzläufer sein. Ihn hatte Max Kremser, der sich dennoch für alle Notfälle in Solingen bereit halten muss, bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften noch hinter sich gelassen. Gleichzeitig weist der Wattenscheider eine deutlich bessere persönliche Bestleistung auf.

„Schade, ich hätte die Heim-EM natürlich gerne auch noch mitgenommen“, bleibt Kremser am Ende nichts anderes übrig, als sich in das Sportler-Schicksal und der Verbandsentscheidung zu fügen. Sicher als nicht kleine Entschädigung dienen die Erinnerungen an das WM-Spektakel in den USA: „Das war natürlich der größte und tollste Wettkampf, an dem ich bislang in meiner Karriere teilnehmen durfte.“

Das Stadion sei stets „voll und laut“ gewesen – man habe gemerkt, dass ein in der Leichtathletik erfahrenes Publikum die Titelkämpfe begleitete. Max Kremser war selber unter anderem beim 100-Meter-Finale der Männer und beim Weltrekord durch 400–Meter-Hürdenläuferin Sydney McLaughlin live in der Arena dabei. Das Aus der deutschen 4x400–Meter-Staffel wertete der Ersatzläufer als „kleine Enttäuschung“: „Mit etwas Glück wäre das Finale möglich gewesen.“ Aber dafür hätte auch „alles passen müssen“.

Demnächst wird der SLC-Leichtathlet dann sein Studium in den USA an der University of Alaska in Anchorage beginnen. Es fehle immer noch das passende Visum – ansonsten sei alles geklärt für den nächsten Schritt in der Karriere.

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