Handball-Europameisterschaft

Max Darj setzt sich mit Schweden die Krone auf

Max Darj bei seinem einzigen Treffer im EM-Finale gegen Spanien – der BHC-Profi schaffte mit Schweden den Triumph. Foto: imago
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Max Darj bei seinem einzigen Treffer im EM-Finale gegen Spanien – der BHC-Profi schaffte mit Schweden den Triumph.

Der Bergische HC und Handball-Solingen dürfen sich über einen Europameister freuen.

Von Jürgen König und Günter Hiege

Max Darj, seit 2017 im Bergischen unter Vertrag stehend, entschied am Sonntagabend das Endspiel um die Krone mit 27:26 (12:13) für Schweden – Spanien musste mit der Silbermedaille vorliebnehmen.

In der ersten Hälfte ging Darj wie sein Team durch ein Wechselbad der Gefühle. Eine unglückliche Aktion, ein schönes Tor, eine Zeitstrafe – es war einiges drin beim Profi der Löwen. Auch in Durchgang zwei kam er zum Einsatz, die entscheidenden finalen Minuten erlebte der 30-Jährige dann von der Bank aus. Er motivierte, bangte und ließ mit dem von Kiels Niclas Ekberg verwandelten Siebenmeter in letzter Sekunde seiner riesigen Freude freien Lauf.

Schon nach dem 34:33-Sieg im Halbfinale über Frankreich war der Kreisläufer, der zu den Füchsen Berlin wechseln wird, glücklich. „Das war eine sehr gute Leistung. Und aufgrund unserer Führung über die letzten 45 Minuten auch ein verdienter Sieg.“ Eine Trumpfkarte sei das gewesen, was auch Vereinstrainer Sebastian Hinze stets weit oben ansiedelt: das Konzept über die gesamte Spielzeit beizubehalten.

Seinem Vereinskollegen Darj die Daumen gedrückt hatte Lukas Stutzke, der Gelegenheit hat, seine Erlebnisse bei der EM zu verarbeiten, zu denen er wegen der vielen Corona-Fälle im deutschen Team als Nachrücker so unverhofft gekommen war. Nach dem letzten Spiel gegen Russland selbst infiziert, ist er derzeit in seinem Zimmer zu Hause in Opladen isoliert und froh, dass seine Mutter ihm die Mahlzeiten vor die Tür stellt. Für dieses Jahr ist der Auszug aus der elterlichen Wohnung geplant. Aktuell muss Stutzke immer wieder leicht husten, hofft, dass die Erkältungssymptome bis Dienstag weg sind, wenn der Test ansteht.

Diese EM, da ist er ganz sicher, wird er nicht nur wegen der speziellen Umstände immer in Erinnerung behalten. „Schließlich war es mein erstes Turnier mit der A-Nationalmannschaft. Dass ich gleich meine ersten Tore werfen konnte, war natürlich toll.“ Sieben waren es am Ende, in jeder der vier Partien, in denen er zu Teilzeiteinsätzen kam, mindestens eins. Körperlich sei ihm zugute gekommen, dass er mit dem BHC in der Vorbereitung zuvor ja schon handballerisch gearbeitet habe. Nun brennt er darauf, schnell wieder spielen zu können. Und Max Darj persönlich gratulieren zu können.

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