ST-Fußball-Tipp-Duell

Für Marvin Stahlhaus schließt sich beim VfB ein Kreis

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Malte Gregor wird vom Landesliga-Debütanten herausgefordert.

Von Timo Lemmer

Hätte sich Malte Gregor einen Saisonstart malen dürfen, er hätte nicht anders ausgesehen: Die „Ein-Mann-Büffelherde“, wie man den Stürmer beim TSV Solingen liebevoll wie zutreffend nennt, schoss die Zweitvertretung in der Kreisliga A bei Anadolu-Munzur im Alleingang zum 3:0-Erfolg. Und dann setzte sich der 24-Jährige auch noch 9:3 im ersten Tippspiel der Saison gegen Klaus Songue durch.

Auch bei Marvin Stahlhaus sah es lange nach dem perfekten Saisonstart aus. Als der Offensiv-Akteur in der 70. Minute ausgewechselt wurde, führte sein VfB Solingen zum Landesliga-Auftakt noch 3:2 beim SC Reusrath – am Ende stand dennoch eine 3:5-Niederlage. Und das, obwohl der VfB schon in den ersten 120 Sekunden getroffen hatte. Es war ausgerechnet Stahlhaus, der sich von der linken Seite kommend ein Herz nahm und mit seinem ersten Schuss beim Senioren-Einstand traf. „Das hat sich einfach gut angefühlt. Ich hatte mir vorgenommen, meine Tore und Leistungen aus der Vorbereitung mit in die Saison zu nehmen“, sagt der Torschütze. Das hat geklappt, denn auch darüber hinaus agierte der Außenbahnspieler auffallend gut.

Unbekümmertheit und Veranlagung eint die Flügelzange

Es ist genau diese Mentalität, die VfB-Trainer Necati Ebrem an seinen jungen Flügelspielern – auch Pendant Niklas Albrecht ist Spieler des Jahrgangs 2002 und teilt mit Stahlhaus den identischen Werdegang – schätzt: Unbekümmertheit bei gleichzeitig hoher Veranlagung. „Ich spiele einfach meinen Fußball. Immer mit Respekt, aber nie mit Angst oder Furcht.“

Die Geschichte hinter der neuen 2002er-Flügelzange ist eine besondere: Sowohl Albrecht als auch Stahlhaus, geboren am 16. November 2002, kommen vom VfB. In der Jugend waren sie eine Spielzeit in Hilden, zuletzt auch mal bei Wald 03. Zum VfB sind sie immer wieder zurückgekehrt. So auch vor dieser Saison, als sie sich dagegen entschieden, das zweite A-Jugend-Jahr noch mitzunehmen: In der Landesliga will sich Stahlhaus Härte holen. Die Gespräche haben ihn überzeugt.

Er spiele jetzt schon härter als früher, sagt der Schüler des kommenden Abschlussjahrgangs des Neandertal-Berufskollegs. „Mein großer Traum wäre es, mit dem VfB mal in der Oberliga zu spielen.“ Dann würde sich der Kreis endgültig schließen. Ob das in Solingen aber hinhaut? Stahlhaus: „Erst mal will ich mit dem VfB Erfolg. Aber auch so möchte ich irgendwann mal in der Oberliga oder noch höher spielen.“ Das Talent dazu ist da, der Auftakt war vielversprechend.

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