Fußball

Marco Cirillo plant den nächsten Karriereschritt

U23-Teammanager Alfred Bierent (l.) und Roman Virkus, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums von Borussia Mönchengladbach, verabschiedeten Marco Cirillo standesgemäß. Foto: MC
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U23-Teammanager Alfred Bierent (l.) und Roman Virkus, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums von Borussia Mönchengladbach, verabschiedeten Marco Cirillo standesgemäß.

Solinger Fußballer verlässt Gladbachs zweite Mannschaft und peilt die 2. oder 3. Liga an.

Von Fabian Herzog

Im Zusammenhang mit Corona von einem unpassenden Moment zu sprechen, verbietet sich im Prinzip. Für Marco Cirillo kam die Pandemie und die damit verbundene Zwangspause aber wahrlich zur nahezu schlechtmöglichsten Zeit. Der Solinger Fußballer war bei Regionalligist Borussia Mönchengladbach 2 gerade dabei, sich für einen Wechsel zu einem Dritt- oder eventuell sogar Zweitligisten zu präsentieren, als ihn das vorzeitige Saisonende erst einmal aus allen Träumen riss. „Das war schon die reinste Katastrophe“, blickt der 21-Jährige zurück und gibt zu: „Das hat mich ein bisschen aus der Bahn geworfen.“

Cirillo ist sich bewusst, dass es nun für ihn zählt. Der Mittelfeldspieler, der am 15. Juli 22 Jahre alt wird, muss in diesem Sommer die Weichen stellen. Auch deswegen hat er sich dazu entschlossen, die U23 der Fohlen nach anderthalb Jahren wieder zu verlassen. „Wir wollen einen anderen Weg gehen“, sagt er und plant den nächsten Schritt: „Noch ein Jahr Regionalliga sollte es jedenfalls nicht sein.“

Mit „wir“ meint Cirillo seine Eltern und Spielerberater Massimo Cannizaro, einen ehemaligen Profi. „Wir entscheiden zusammen“, sagt der talentierte Fußballer, der in Gladbach zuletzt von der Spielmacher-Position ins defensivere Mittelfeld wechselte und sich dort durchaus wohlfühlte. „Die Saison ist gut für mich gelaufen“, bilanziert er. Fünf Tore und fünf Vorlagen sprächen für sich. Überhaupt habe er den Wechsel an den Niederrhein nicht in einem Moment bereut. „Es war schon ein extremer Sprung vom Wuppertaler SV zur Borussia. Dort ist es viel professioneller. Für mich hat aber alles gepasst.“ Seine Leistungen scheinen sich auch herumgesprochen zu haben. „An Angeboten mangelt es nicht“, sagt Vater Andreas Cirillo. Coronabedingt könne es aber noch dauern, bis eine Entscheidung fällt. Zumal diverse Ligen noch gar nicht beendet sind.

Bis dahin gilt es für Cirillo, sich auf eigene Faust fit zu halten. Dafür geht er in der Ohligser Heide laufen, trainiert im Studio oder absolviert Einheiten mit einem prominenten Einzeltrainer-Duo. Kosi Saka hat vor 15 Jahren für Borussia Dortmund in der Bundesliga gespielt und kickt mittlerweile für die Sportfreunde Baumberg. Er bildet ein Gespann mit Fabian Springob, dem Solinger Coach der WSV-B-Jugend, den Cirillo noch aus seiner Zeit bei Wald 03 kennt. „Er und sein Bruder André sind Teil meines Weges“, sagt der 21-Jährige anerkennend. „Ich habe ihnen viel zu verdanken.“ Aktuell auch, dass er dabei ist, die Corona-Zwangspause samt des höchst unglücklichen Zeitpunkts durch viele Extraschichten zu vergessen.

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