Handball

Der HSV macht Werbung in eigener Sache

Glückliche Gesichter: Laura Winkelhoch (v. l.), Carina Senel, Lisa Fahnenbruck, Natascha Krückemeier und Franziska Penz applaudieren in Richtung des eigenen Anhangs. Foto: Lars Breitzke
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Glückliche Gesichter: Laura Winkelhoch (v. l.), Carina Senel, Lisa Fahnenbruck, Natascha Krückemeier und Franziska Penz applaudieren in Richtung des eigenen Anhangs.

Frauen, 2. Bundesliga: Solingen-Gräfrath gewinnt mit 29:23 (16:12) beim TVB Wuppertal

Von Lutz Clauberg

Dass das Schlusslicht der abgebrochenen Spielzeit in dieser Saison mehr zu bieten hat, deutete sich in den vergangenen Wochen an. Jetzt bestätigte der HSV Solingen-Gräfrath vor 160 Besuchern in der Langerfelder Sporthalle seine starke Verfassung. 29:23 (16:12) hieß es beim TVB Wuppertal. 2019/20 sprangen bis einschließlich Runde 14 zwei magere Unentschieden heraus, erst am 15. Spieltag klappte es mit dem ersten Sieg.

„Wir haben als echtes Team überzeugt“, sagte Natascha Krückemeier, die sich „super wohl“ fühlt beim HSV – sportlich und auch sonst. Die 27 Jahre alte Lehrerin bot bis zu ihrer Auswechslung in der 45. Minute eine gute Leistung. „Unsere Neuzugänge haben überhaupt gestochen“, fand Stefan Bögel, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH. Er würde sich dank der Werbung in eigener Sache sehr freuen, wenn die Solinger Handball-Fans jetzt Dauerkarten erwerben würden (| Kasten).

Trainer Kerstin Reckenthäler musste kurzfristig auf Linkshänder-Hoffnung Melina Fabisch, wie Krückemeier aus Beyeröhde gekommen, verzichten. Cassandra Nanfack (21) rückte auf Halbrechts in die Start-Formation und machte ihre Sache prima. Außerdem verwandelte sie die ersten vier Siebenmeter traumhaft sicher. Das Zusammenspiel mit Mandy Reinarz und der wieder total überzeugenden Vanessa Brandt klappte. Überhaupt saßen die Abläufe des HSV – vorne und vor allem hinten. Die Gastgeberinnen mit ihren vielen Neuzugängen wirkten deutlich weniger organisiert. Im Angriff war deshalb Ramona Ruthenbeck mehr oder weniger Alleinunterhalterin.

Ein bisschen Glück gehörte aber auch dazu, dass der HSV mit einer Vier-Tore-Führung in die Pause ging. Zunächst verzockte sich Beyeröhdes Trainer Dominik Schlechter mit einer offenen Manndeckung. Franziska Penz kam frei zum Wurf, wurde gefoult – Brandt lochte per Strafwurf zur 13:12-Führung ein. Nach einem Fehlversuch von Nanfack pfiffen die wenig überzeugenden Schiedsrichter Pawel Fratczak und Paulo Ribeiro zur Verwunderung aller Siebenmeter und Zeitstrafe gegen Ruthenbeck. Brandt ließ sich nicht lumpen, Nanfack erhöhte sogar noch zum 16:12.

„Wir waren im Kollektiv besser.“

Kerstin Reckenthäler

Mit Wiederanpfiff stand als weitere Halbrechte Lara Karathanassis Gewehr bei Fuß. Auch sie fügte sich nahtlos ein und war ein wichtiger Baustein. Gräfrath spielte abgeklärt, machte viel weniger Fehler als die überforderten Gegnerinnen und führte in der 53. Minute 28:20 – beinahe mühelos.

Kerstin Reckenthäler hatte ein sehr, sehr gutes Händchen in Sachen Ein- und Auswechslungen. So brachte sie zum Beispiel Merit Müller zurück – die Rechtsaußen erzielte im zweiten Abschnitt drei tolle Treffer. Die Trainerin attestierte Vanessa Brandt eine Top-Leistung, lobte auch Franziska Penz’ Effektivität. Und die mentale Verfassung aller. „Wir waren im Kollektiv besser“, meinte sie, ohne den Boden der Realität zu verlassen: „Wir müssen uns schon noch steigern, wenn wir weiter punkten wollen.“

HSV: Krückemeier, Fahnenbruck; Brandt (8, 3), Nanfack (7, 4), Penz (5), Müller (3), Reinarz (2), Karathanassis (2), Tesche (2), Bohnen, Bongartz, Winkelhoch

2. Bundesliga

Dauerkarten: Die Saisontickets für 13 Heimspiele kosten 110 (ermäßigt 77) Euro. Bezug: in allen Tageblatt-Geschäftsstellen, bei Stefan Bögel (Kontakt: globaltransfer@arcor.de) sowie bei Solingen-Live. Einzelkarte: 10 (7) Euro.

https://www.solingen-live.de/?341546

Programm: Am Samstag (12. September, Anwurf 18.15 Uhr ) kommt Werder Bremen mit Ex-SG Solingen-Profi-Handballer Robert Nijdam auf der Trainerbank, ebenfalls Heimrecht hat der HSV am 20. September gegen die SG 09 Kirchhof. Am 26. September geht es nach Herrenberg.

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