Fußball

Lorefice geht, Messi in den Startlöchern

Im VfB-Trikot war Vincenzo Lorefice auch vor dem Corona-Lockdown nur noch selten zu sehen. Verletzungen haben den Torjäger immer wieder zurückgeworfen. In Remscheid will er stark zurückkommen. Foto: Moritz Alex
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Im VfB-Trikot war Vincenzo Lorefice auch vor dem Corona-Lockdown nur noch selten zu sehen. Verletzungen haben den Torjäger immer wieder zurückgeworfen. In Remscheid will er stark zurückkommen.

Fußball-Landesliga: VfB Solingen verliert drei Akteure.

Von Timo Lemmer

Wenn es um den besten Fußballer der vergangenen Jahre in Solingens Amateurszene geht, ist es nicht schwer, Argumente pro Vincenzo Lorefice zu finden. Technik, Tempo, Gradlinigkeit und eine Schusstechnik, die ihresgleichen sucht, sind nur einige der Attribute, die der 26-Jährige geltend machen kann. Es ist also zweifelsohne ein Einschnitt, dass ausgerechnet der Solinger nun das klassenhöchste Team der Stadt, Landesligist VfB Solingen, gen FC Remscheid verlässt. Das Team aus der Nachbarstadt tritt auf demselben Level in einer anderen Gruppe an, gehört dort aber zu den Aufstiegskandidaten.

Lorefice zum Winterwechsel: „Die Entscheidung war wirklich nicht leicht, da ich mich beim VfB sehr wohlgefühlt habe und der Verein mir unter anderem viel Vertrauen geschenkt hat.“ Dass der VfB Solingen allerdings „tief traurig“, aber eben auch „sehr optimistisch, ihn ersetzen zu können“ ist, wie Inno Scialabba sagt, hat zwei Gründe: Lorefices Krankenakte – und Messi.

Lorefice, der Jugend-Bundesliga und später auch kurz Regionalliga bei Fortuna Düsseldorf gespielt hat und im Sommer 2018 zum Bavert gekommen war, hatte zuletzt gar nicht mehr den Einfluss auf das VfB-Spiel nehmen können, wie es zu Beginn der Fall war. So war Lorefice im ersten Landesliga-Jahr mit sagenhaften 24 Toren und zwölf Vorlagen bei 28 Einsätzen der Garant für den Klassenerhalt. Er war der eindeutige Unterschiedsspieler, der den VfB allein auf ein anderes Niveau hieven konnte. Dass er ein weiteres Jahr blieb und nicht schon in die Oberliga wechselte, verwunderte bereits viele Beobachter – damals hatte Lorefice diese Pläne auf Eis gelegt, inzwischen nicht mehr.

Auch in der Abbruch-Saison war Lorefice mit guter Trefferquote wichtiger VfB-Akteur, aber schon hier mussten die Baverter immer häufiger auf ihren besten Mann verzichten. Und in dieser Spielzeit konnte der Torjäger dann in sieben Spielen gar nur 47 Minuten zum Auftakt mitwirken: Eine Wadenverletzung und weitere Muskelprobleme setzten ihn immer wieder matt. Scialabba & Co. sind also nicht glücklich mit dem Abgang, sagen aber auch: „Zum Glück können wir einen Offensivspieler viel besser ersetzen als einen Defensivspieler.“

Womit der Grund zum Optimismus angesprochen wäre: Neuzugang Messi Bonamoa, der durch Corona noch nicht zum Zug gekommen ist, steht für den Re-Start bereit. Der Belgier wurde in Anderlecht ausgebildet, kann offensiv alles spielen und versetzt den Sportlichen Leiter des VfB ins Schwärmen: „Man sieht, wie toll er ausgebildet wurde.“

Verpflichtung eines Innenverteidigers steht bevor

Neben Lorefice suchen sich indes auch Ivan Solida und Mensur Pjetrovic neue Vereine. Pjetrovic sagt, dass das aufgrund von Corona nicht leicht sei. Er will nach langer Verletzung woanders noch einmal zu alter Form finden. Dafür ist der VfB in guten Gesprächen mit einem händeringend gesuchten Innenverteidiger – der spielt noch im Solinger Umland.

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