Löwen bekommen ihre größte Stärke nicht aufs Feld

Die Löwen, hier mit David Schmidt, ließen sich häufiger in der Deckung überrollen – ein Kernproblem der Niederlage. Foto: Mathias M. Lehmann
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Die Löwen, hier mit David Schmidt, ließen sich häufiger in der Deckung überrollen – ein Kernproblem der Niederlage.

Stimmen zum Spiel: Verantwortliche sehen eine „schmerzhafte Niederlage“

Von Thomas Rademacher

Mit der Angriffsleistung zeigte sich Sebastian Hinze nach dem 28:30 (15:17) in Balingen einverstanden. „Natürlich hätten wir die Momente, die uns HBW gegeben hat, nutzen müssen, um das Spiel zu gewinnen“, sagte der Trainer des Bergischen HC. „Aber die Wirkung der vergebenen Chancen am Ende war diesmal größer, weil wir eigentlich ganz andere Baustellen hatten.“ Gemeint war die Abwehrleistung und dabei vor allem die Unterbindung des gegnerischen Tempospiels. „Wir sind im Rückzug eine der besten Mannschaften der Liga. Aber leider wirkte es nach der Roten Karte oft wie Bastelei.“

Ähnlich sah es auch Kapitän Fabian Gutbrod, der die Abwehr über weite Strecken „nicht griffig und aggressiv genug“ fand. „Zur Wahrheit gehört auch, dass wir in der ersten Halbzeit nur zwei Torhüter-Paraden hatten. Das ist natürlich nicht nur das Verschulden unserer Schlussleute, sondern eben der gesamten Defensive.“ Trainer Hinze sprach sogar davon, dass seine Mannschaft ihre „größte Stärke nicht auf die Platte bekommen“ habe.

Deshalb war die Niederlage auch für alle Beteiligten besonders bitter. „Es ist schon ärgerlich, wenn wir zwei Mal hintereinander innerhalb von drei Tagen so knapp verlieren“, meinte Gutbrod mit Blick auf das 23:24 in Kiel am vorigen Donnerstag. Und auch Jörg Föste sprach von einer „schmerzhaften Niederlage.“ Der Geschäftsführer führte aus: „Ungeachtet der zahlreichen Baustellen, die sich vor dem Spiel oder im Laufe der Partie ergeben haben, hatten wir die Chance zum Auswärtssieg. Das Momentum beim Stand von 27:27 haben wir aber ungenutzt gelassen.“

In der Schlussphase hatten die Balinger nicht zuletzt auch etwas mehr Glück. „Wir hatten gute Abschlüsse, aber Ruminsky hat für Balingen gehalten. Das müssen wir leider akzeptieren“, sagte Fabian Gutbrod und schloss sich der Analyse seines Trainers an: „Es wäre nicht so ins Gewicht gefallen, wenn wir unser Spiel aufs Feld gebracht hätten. Wir haben aber zu sehr den Balinger Weg gewählt – mit viel Kampf. Da waren sie diesmal einfach besser.“ Hinze hatte in diesem Zusammenhang auch zu oft einen hektischen Bergischen HC gesehen.

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