Halle

Leistungszentrum sorgt für ideale Voraussetzungen

Maike Gässler-Dörr und Max Ramota stehen auf dem noch abgedeckten Schwingboden. Die Macher der BHC-Frauenabteilung freuen sich, wohl noch in diesem Monat erste Bälle über das Feld fliegen zu sehen.
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Maike Gässler-Dörr und Max Ramota stehen auf dem noch abgedeckten Schwingboden. Die Macher der BHC-Frauenabteilung freuen sich, wohl noch in diesem Monat erste Bälle über das Feld fliegen zu sehen.

Bereits im Mai soll die neue Handball-Halle an der Kanalstraße nutzbar sein – ein Meilenstein für den Bergischen HC.

Von Thomas Rademacher 

Etwa sieben Millionen Euro hat Michael Kölker (Forst Technologie) in das Projekt investiert: Das Handball-Leistungszentrum an der Kanalstraße steht kurz vor der Eröffnung.

Die Halle (linker Teil des Gebäudes) wurde mehrere Meter in den Boden gebaut, so dass die Anlage von außen einem größeren Wohnhaus ähnelt.

Genutzt werden soll es vor allem von der Frauenabteilung inklusive des Nachwuchses sowie den Bundesliga-Profis des Bergischen HC. „Ich freue mich sehr darauf und muss sagen, dass meine Erwartungen noch übertroffen werden“, sagt Trainer Sebastian Hinze, der vor allem die hohe Flexibilität zu schätzen weiß. Vorbei sein werden die Zeiten, in denen sich die Löwen um spontane Trainingseinheiten in städtischen Hallen bemüht haben und mitunter nicht bedient werden konnten.

„Außergewöhnlich, wenn nicht sogar einzigartig.“
Max Ramota, Sportlicher Leiter der Frauenabteilung des BHC

„Wir haben für diverse Szenarien Pläne entworfen, wie wir die Trainingszeiten aufteilen“, sagt Hinze. „Natürlich wird man auch Kompromisse machen müssen – aber die Situation wird sich im Vergleich zur bisherigen nachhaltig verbessern.“ Während die Profis die Qualität ihrer Infrastruktur mit Training, Physiotherapie und Fitness am gleichen Ort steigern, stellt das Leistungszentrum vor allem für die Frauenabteilung des BHC einen Meilenstein dar.

Als „außergewöhnlich, wenn nicht sogar einzigartig“, bezeichnet Max Ramota die Bedingungen, die die Löwinnen zeitnah vorfinden werden. Der Sportliche Leiter der BHC-Frauen wird mit der Abteilung komplett ins Leistungszentrum ziehen.

Noch ist er leer, doch schon bald wird dieser Raum mit Fitnessgeräten für die Handballer gefüllt werden.

Die erste Mannschaft ist in der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison zum vierten Mal in Folge aufgestiegen und wird in der kommenden Spielzeit in der Oberliga antreten. Neben Laura Sosnierz, die von Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath kommt, verspricht Ramota zeitnah weitere Zugänge. „Wir wollen uns trotzdem erst einmal in der Oberliga etablieren“, sagt Ramota, der das Thema Aufstieg damit noch ausklammert.

Der langfristige Weg ist allerdings vorgezeichnet: der Aufstieg in die Bundesliga. Auch auf höchstem Level haben die meisten Spitzenteams im Frauenhandball nicht die Voraussetzungen, die der BHC in den nächsten Wochen erhalten wird. „Es handelt sich schließlich nicht nur um eine Halle, sondern ein Leistungszentrum, in dem alle Fäden zusammenlaufen“, beschreibt Maike Gässler-Dörr, die sich um die kaufmännischen Geschicke der Frauenabteilung kümmert.

So werden die Handballerinnen jederzeit Zutritt zum Fitnessbereich haben, Ramota bezieht – genau wie Hinze – sein Büro im zweiten Stock des angeschlossenen Gebäudes. Videokonferenzen sind im Seminarraum möglich, für den Nachwuchs wird der Club sogar eine Hausaufgabenbetreuung anbieten. „Fokus ist nicht nur die Entwicklung der ersten Mannschaft, sondern insbesondere auch die Talentförderung“, sagt Ramota. „Da wollen wir nicht nur sportlich beste Bedingungen schaffen. Auch schulische oder berufliche Unterstützung ist angedacht.“

Tore und Anzeigetafel werden Mitte Mai geliefert

In diesen Tagen dauern die Arbeiten auf der Anlage noch an, doch die Fertigstellung steht kurz bevor. Am 14. Mai werden Tore und Anzeigetafel erwartet. „Ende Mai wird die Halle nutzbar sein. Entsprechend der geltenden Corona-Auflagen wollen wir dann auch mit dem Training beginnen“, sagt der Sportliche Leiter. Fit halten sich die Sportlerinnen derzeit im Übrigen in den Fitnessräumen von Forst-Technologie. „Dafür haben wir die Freigabe unter Einhaltung der Abstandsregeln erhalten“, sagt Maike Gässler-Dörr. „Wichtig ist allerdings, dass niemand ganz alleine trainiert – falls doch mal etwas passiert.“

Vision

Mit der vorhandenen Infrastruktur ist es denkbar, dass das Leistungszentrum zum Handball-Stützpunkt wird. „Wir haben eine Schulmensa nebenan, und in den anliegenden Gebäuden wohnen bereits Spielerinnen von uns“, sagt Max Ramota, der sogar ein Sportinternat für möglich hält.

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