Sportstadt Solingen

Lauterjung hält an Spielstätte für den Bergischen HC fest

Ernst Lauterjung sieht noch einen langen Weg vor dem Bau einer modernen Spielstätte für den Bergischen HC. Fotos: Christian Beier
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Ernst Lauterjung sieht noch einen langen Weg vor dem Bau einer modernen Spielstätte für den Bergischen HC.

Digitaler Zukunftsdiskurs: SPD diskutiert mit Sportexperten.

Von Timo Lemmer

Der digitale Zukunftsdiskurs der Solinger SPD beschäftigte sich bei der dritten Auflage mit der Sportstadt Solingen. Und da sich das neuartige Online-Format so gut bewährt habe, sei es doch nur klar, dass ein solch wichtiges Thema wie die der Sport an der Reihe sei, nachdem zuvor beispielsweise schon die Nachhaltigkeit diskutiert worden war, eröffnete die Fraktionsvorsitzende Iris Preuss-Buchholz. „Der Sport integriert sozial“, befand sie.

So allgemein wie die Eröffnung entwickelte sich dann auch die Gesprächsstunde, während der diesmal Fragen im Chat des Youtube-Kanals gestellt werden konnten. Die drei Experten des Abends berichteten aus ihren Bereichen – für alle, die die städtische Sportszene ohnehin näher verfolgen, offenbarte sich dabei kaum Neues. Ernst Lauterjung (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses, Karen Leiding, Geschäftsführerin des Sportbundes, und Horst Schulten, Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit, schalteten sich aus ihren Büros zu.

„Wir hätten die BHC-Halle liebend gerne in Solingen.“

Ernst Lauterjung, Vorsitzender des Sportausschusses

Will mehr Kinder ans Schwimmen bringen: Karen Leiding.

Viel Platz wurde dem Breitensport eingeräumt, doch auch die Spitze fand Erwähnung. Der Name Bergischer HC zog sich durch die gesamte Veranstaltung, und die Sozialdemokraten klopften ab, wie wahrscheinlich es denn noch sei, dass eine mögliche Arena auf Solinger Grund gebaut werden würde. Schließlich konkretisierte sich zuletzt ein Wuppertaler Vorschlag. Lauterjung: „Wir gehen nicht wie Wuppertal bei jeder Meldung an die Presse.“ Die Gespräche zwischen Politik und Verein seien weiterhin intensiv, bekräftigte er. „Klar ist aber auch, dass es sich um einen langen, langen Weg handelt.“

Es gäbe kaum eine Multifunktionsarena in Deutschland, die wirtschaftlich gesund laufe: Grundstück, Investor, Betreiber müssten gefunden werden. „Die Hauptsache ist auf jeden Fall, dass solch eine Halle im Bergischen Land steht.“ Die momentane Lösung mit drei Standorten sei nicht zufriedenstellend: „Wir hätten die BHC-Halle liebend gerne in Solingen.“

Der Trend beim Schwimmen: Immer weniger können es

Eine weitere Hallenfrage offenbarte zusätzlich Brisanz, Neues gab es dazu aber nicht. „Wir wollen den Eissport in Solingen erhalten“, sagte Lauterjung mit Blick auf den anstehenden Wegfall der Eishalle. Auf dem jetzigen Grundstück möchte die Lebenshilfe als Eigentümer eine neue Werkstatt errichten. „Wir suchen Grundstück, Investor und Betreiber“, meinte Lauterjung.

Schulten verwies derweil auf den Kostendruck, der herrsche. Gefragt nach der Zukunft der Sportstadt Solingen entgegnete er: „Priorität hat, sicherzustellen, dass die vorhandenen Anlagen erhalten bleiben.“ Die Wünsche für die Zukunft kämen dort noch oben drauf. Mit Blick auf den Sportplatz Höher Heide 2, der mit über 2 Millionen Euro Bundesmitteln bezuschusst wird, sagte Schulten: „Nur mit Fördermitteln können solch große Investitionen getätigt werden.“ Als Positivbeispiele nannte er dabei die Arbeit der Alligators oder das Engagement rund um den Klingentrail. „Ohne Ehrenamt ist kein Verein fähig zu überleben“, ergänzte Lauerjung passend. Bezüglich der Höher Heide 2 lobte er den Einsatz des TSV Solingen, dessen angepeilter Multifunktionsbau „die Gesamtanlage abrundet“.

Horst Schulten möchte vor allem die bestehenden Anlagen erhalten.

Als Vertreterin aller Sportvereine machte Leiding derweil auf ein drängendes Thema aufmerksam: Immer weniger Kinder können schwimmen, der Bundestrend macht auch vor der Klingenstadt nicht Halt. Das sei auch der längeren Bäderschließung rund um den Vogelsang-Neubau geschuldet. Aber: „Vor allem müssen wir viele neue Konzepte finden, um die hohe Anzahl an Kindern, die nicht schwimmen können, zu reduzieren.“ Das sei für den Sport und die Schulen gleichermaßen dringliche Aufgabe, ergänzte Lauterjung.

Lob für Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Politik sei in den vergangenen Jahren gut gewesen, weshalb es eine Reihe vorzeigbarer Sportstätten gebe, befand Ernst Lauterjung. „Bei den Kunstrasenplätzen und unseren Hallenbädern sind wir anderen Städten sogar voraus.“ Die große Anstrengung rund um die Kunstrasenplätze habe sich bezahlt gemacht.

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