Leichtathletik

Kremser will kein Tourist sein

Will das Deutschland-Trikot auch bei der Europameisterschaft in Schweden tragen: Maximilian Kremser vom Solinger LC. Archivfoto: WB
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Will das Deutschland-Trikot auch bei der Europameisterschaft in Schweden tragen: Maximilian Kremser vom Solinger LC. (Archivfoto)

Leichtathletik: 400-Meter-Spezialist hofft bei der U20-EM auf Einsatz mit der Staffel.

Von Daniel Bernards

In der schwedischen Kleinstadt Boras im Südwesten des beschaulichen Landes werden ab diesem Donnerstag an vier Tagen die Leichtathletik-Europameisterschaften der Altersklasse U20 ausgetragen. Startberechtigt sind die besten europäischen Athleten der Jahrgänge 2000 und 2001. Zum recht großen Team der deutschen Auswahl gehört auch ein bekannter Solinger Leichtathlet: SLC-Langsprinter Maximilian Kremser darf mitfahren und hofft diesmal, anders als bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, zum Einsatz zu kommen.

Schon am Montag startete für das SLC-Talent ab Frankfurt das Flugzeug Richtung Göteborg, ehe es noch mit dem Bus in Richtung des Austragungsortes geht. Ab Donnerstag beginnen dann die Titelkämpfe, doch wie bei den meisten leichtathletischen Meisterschaften sind die Staffelwettbewerbe auch hier eher ans Ende gesetzt. Der Vorlauf der 4-mal-400-Meter-Staffel ist für kommenden Samstag um 10.30 Uhr terminiert, während das Staffel-Finale einen Tag später am Abend um 19.25 Uhr die Meisterschaften beschließt.

Einzelnorm durch Verletzungspause verpasst

Für Kremser, der die Chancen auf die Einzelnorm nur knapp und unter anderem auch durch eine verletzungsbedingte Trainingspause verpasste, ist das Ziel für Schweden offensichtlich – nämlich nicht erneut in der Touristen- und Zuschauerrolle festzustecken. „Ich glaube, dass ich deutlich mehr Chancen habe, eingesetzt zu werden, als noch vor einem Jahr“, spielt Maximilian Kremser auf die letztjährigen Weltmeisterschaften an, dessen Staffelläufe er nur von der Tribüne aus sehen konnte. Diesmal reist der Solinger mit der zweitbesten deutschen Jahreszeit von 47,42 Sekunden an. Dass er dann beim Qualifikationswettkampf nur Fünfter wurde, habe einfach auch an der Trainingspause und Verletzung gelegen: „Der Bundestrainer kennt ja meine Geschichte. Von daher hoffe ich, dass er mir das Vertrauen schenkt.“

Zumal nicht ganz unwahrscheinlich sei, dass, wenn die deutschen Athleten das Finale erreichen, alle fünf Läufer eine Option seien. Ein sechster Starter, der auch für die 4 mal 400 Meter gemeldet sei, ist die deutsche Hoffnung im 400-Meter-Hürdenlauf und werde mit großer Sicherheit in der Staffel nicht zum Einsatz kommen. Solingens Sportler des Jahres 2017 steht also vor einem möglichen Meilenstein seiner Karriere.

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