Volleyball

Von Krafttraining über Montagsmaler bis Kekse backen

Mannschaftsabend mal anders: Die Solinger Volleyballerinnen nutzen die digitalen Möglichkeiten zum „gemeinsamen“ Essen. Foto: Volleys
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Mannschaftsabend mal anders: Die Solinger Volleyballerinnen nutzen die digitalen Möglichkeiten zum „gemeinsamen“ Essen.

Volleys-Frauen fördern weiterhin den Teamgeist und treffen sich dreimal wöchentlich digital.

Von Sonja Bick

Eigentlich wollte die Frauenmannschaft der Solingen Volleys im November richtig Gas geben und an den ersten Sieg der laufenden Verbandsliga-Saison anknüpfen. Als Tabellenletzter mit nur einem Punkt aus drei Spielen ging es in den Herbstferien ins Trainingslager, um an den Schwächen zu arbeiten. Kaum wieder zu Hause, stand der „Lockdown light“ fest, die Aufholjagd musste verschoben werden. „Sportlich gesehen war das Trainingslager rückblickend eher für die Katz, aber vom Teamgedanken her sehr wichtig“, sagt Trainer Patrick Ladermann. „Die Mädels machen weiter und halten zusammen.“

So haben die Spielerinnen den „November to remember“ (übersetzt: unvergesslicher November) ins Leben gerufen und treffen sich dreimal wöchentlich über die digitale Meeting-Plattform Zoom. „Wir wollen weiterhin Kontakt haben und fit bleiben“, sagt Kapitänin Lena Bruder. Montags und mittwochs stehen Kraft-Workouts auf dem Programm, meist „angeleitet“ von Fitness-Youtuberin Pamela Reif. „Wenn man sich zu festen Zeiten verabredet, fällt es leichter, sich zu motivieren“, sagt die Zuspielerin.

Freitags wird den Mitspielerinnen die Wohnung gezeigt

Jeden Freitag gibt es zudem einen Spaßabend. So wurde bereits gemeinsam Gemüselasagne gekocht und gegessen, anschließend Beer Pong gespielt. „Die Letzten haben sich erst gegen 1 Uhr verabschiedet“, sagt die 21-Jährige. Auch Kürbis schnitzen, Makramee – eine orientalische Knüpftechnik – sowie Pizza bestellen, Plätzchen backen oder Montagsmaler über eine App standen und stehen noch auf dem Plan. Zudem gibt es eine Roomtour, in der die Volleyballerinnen ihren Mitspielerinnen zeigen, wie sie wohnen. Frei nach dem Motto: In diesen Zeiten ist Kreativität gefragt.

„Natürlich ist es schade, dass wir uns nicht persönlich treffen können“, sagt Lena Bruder. „Aber es ist natürlich die richtige Entscheidung, denn Schule, Kitas und Arbeit sind selbstverständlich wichtiger als Mannschaftssport.“ Wann es wieder losgeht, weiß gerade keiner. „Frühestens im Dezember dürfen wir wieder in die Hallen, aber ich rechne nicht damit“, sagt Patrick Ladermann. Auch die Fortsetzung der Saison gibt Rätsel auf. „Es gibt Anzeichen vom Verband, dass es vielleicht erst im kommenden Jahr weitergeht“, sagt der Trainer. „Egal ob mit Wertung oder ohne: Ich drücke die Daumen, dass wir bald wieder in die Halle können und Volleyball spielen dürfen.“

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