Die Woche im Sport

Klingenlauf-Absage enthält auch eine Warnung

juergen.koenig @solinger-tageblatt.de
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Es ist die nächste bittere Entscheidung im Sport-Jahr 2021.

Es ist die nächste bittere Entscheidung im Sport-Jahr 2021 – erneut kam das Aus für den Klingenlauf, der eine der bedeutendsten Veranstaltungen darstellt. Und eine der intensivsten in Sachen Starterfeld, was dann auch letztlich zur abermaligen, alternativlosen Absage führte. Zu Recht, mag der Frust bei allen Beteiligten auch noch so groß sein.

Die Veranstaltergemeinschaft, nahezu gleichzusetzen mit dem Solinger LC, spiegelt das, was seit über einem Jahr eigentlich bei jeder Aktivität hinterfragt werden muss. Ist es eine zwingend notwendige Maßnahme? Bei allem Wert für Sport und Freizeit ist diese Frage hier sicherlich mit einem Nein zu beantworten. Die Verantwortung im Rahmen des gesellschaftlichen Miteinanders steht bei weit über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Vordergrund, zumal diese auch gegenüber den Helferinnen und Helfern existent ist. Zudem fehlt es sicherlich an Argumenten, auf der einen Seite die schulsportlichen Wettkämpfe auszusetzen und auf der anderen Läufe mit dicht gedrängten Schüler-Staffeln zu starten.

Von daher ist ein späterer Ersatztermin noch in diesem Jahr ebenso wenig angemessen wie ein „Mini-Klingenlauf“ mit ein, zwei Programmpunkten – zum Beispiel über die fünf oder zehn Kilometer. Hierfür wäre der Aufwand zu beträchtlich, zumal der Klingenlauf zum Solo für den SLC mutiert ist. Genau diesbezüglich enthält die Klingenlauf-Absage eine Warnung. Auch wenn der Leichtathletik-Verein vom Schaberg bestens aufgestellt ist, wird er ein Event wie den Klingenlauf auf Dauer nicht alleine stemmen können. Töne der möglichen Rückkehr in die Veranstaltergemeinschaft seitens des TSV Aufderhöhe vernimmt man da gerne.

Einen pünktlichen Beginn in der Tennis-Saison wird es nicht geben. Zumindest verhagelte es den Vorständen der acht Solinger Clubs, die an den Medenspielen teilnehmen, nicht vollends die Laune. Ab Juni soll es nunmehr mit der Meisterschaft losgehen. Ein schwacher Trost, denn schon 2020 gab es coronabedingt viele Einschränkungen. Und im Winter mussten die in den Vereinen etablierten Tennisschulen auf die Ausübung ihrer Jobs verzichten. Es ehrt Sportwart Christian Darmann vom TC Ohligs und Vorstandskollegen anderer Vereine, wenn sie die „wirklichen Probleme“ der Pandemie, zum Beispiel in der Gastronomie oder im Einzelhandel, in den Vordergrund stellen. Schmerzvoll ist es allemal.

Schon mit Blick auf die klassenhöheren Teams ist es die richtige Entscheidung, den Start hinauszuschieben. In der Niederrheinliga geht es nicht ohne ausländische Kräfte – der Blick in die Mannschaftslisten der TCO-Männer und Frauen des STC 02 untermauert dies. Gleiches gilt für Widderts Männer, die eine Klasse höher in der 3. Liga zum Schläger greifen. Reisebeschränkungen, Quarantänevorschriften – die Pandemie hätte die Vereine noch stärker gefordert als im Vorjahr. Aktuelle Unwägbarkeiten wie die Austragung von Doppeln belasten zudem in allen Ligen. Die Anfang Juni hoffentlich weniger sind.

TOP Handball-Vereine wie TSV oder OTV verfallen bei ihrer Planung für die nächste Saison nicht in Lethargie.

FLOP Bei den Fußball-Vereinen schwindet die Hoffnung, noch einmal die lange unterbrochene Saison aufnehmen zu können.

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