Die Woche im Sport

„Klingenarena“ – die letzte Solinger Riesenchance

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Solingen behält sein Zugpferd, festigt sein Gesamtpaket mit Leistungszentrum, Geschäftsstelle, Standort für den Unterbau und eben der Halle – wenn sie denn auch wirklich kommt.

Von Jürgen König

Was für ein Handball-Donnerstag! Vor dem von reichlich Spannung begleiteten Heimsieg des Bergischen HC gegen den TVB Stuttgart überschlugen sich die Ereignisse. Hatte Kirsten Olsen-Buchkremer (Geschäftsführerin der Bädergesellschaft) im Sportausschuss schon die erste Arena-Fährte Richtung Weyersberg gelegt, indem sie den hohen Sanierungsbedarf der jetzigen Klingenhalle in die Öffentlichkeit trug und ob des erforderlichen Maßnahmenbündels in Reihen der Politik für Erstaunen sorgte, bescherte Wuppertal den nächsten Paukenschlag. Dort werde keine bergische Arena mit den Bundesliga-Löwen als Ankermieter errichtet, hieß es aus der Nachbarstadt, wo aus verschiedenen Ecken großes Bedauern über den „Juwel BHC und einzigen sportlichen Leuchtturm von nationaler Bedeutung“ geäußert wurde. Zu Recht, denn mit dem Verein, der sich seit nunmehr 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, verliert Wuppertal sein Zugpferd.

Und Solingen behält es, festigt sein Gesamtpaket mit Leistungszentrum, Geschäftsstelle, Standort für den Unterbau und eben der Halle – wenn sie denn auch wirklich kommt. Schon einmal schien bei Piepersberg alles auf ein schnelles Happy End hinauszulaufen, als das Projekt ins Stottern geriet und schließlich ganz aufgegeben wurde. Und jetzt? Hürden stehen reichlich im Weg: die Finanzierung, der Verkehr, die Einbindung in das gesamte Areal, der Fortbestand des Klingenbades, die Nutzung und vieles mehr. Spannung verspricht auch die Aussage von Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Die Grünen), weiter eine bergische Lösung finden zu wollen. Kurzum: Es gibt viel zu tun, um aus der Klingenhalle eine „Klingenarena“ werden zu lassen. Für Solingen ist es nicht auf Jahre, sondern auf Jahrzehnte die letzte Riesenchance, sich in einer der deutschen Top-Sportarten zu etablieren. Eine wenig nutzbare Anzeigetafel im ersten Heimspiel, Kirmes und Oktoberfestzelt – auch diese hemmenden Begleiter könnten dann der Vergangenheit angehören.

Schon der Blick auf die dieswöchige, sehr umfangreiche Tagesordnung des Sportausschusses verriet eindeutig: Im Solinger Sport tut sich was, so bei der Kunstrasen-Sanierung oder beim Bauprojekt an der Höher Heide. Das ist auch maßgeblich auf das vom Land seit einiger Zeit umgesetzte Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ zurückzuführen. Der Tenor der in positiver Hinsicht betroffenen Vereine ist einhellig: „Das hätten wir alleine nicht geschafft“, heißt es nicht nur bei den Tennisclubs, die besonders stark die Fördermittel in Empfang nehmen durften. Unabhängig von der Umsetzung von Notwendigkeiten oder Wünschen gibt es noch einen besonderen Nebeneffekt – die Mitglieder packen bei Eigenleistungen mit an, das Gemeinschaftsgefühl wächst. Was gerade nach den langen Corona-Auszeiten ein hohes Gut ist.

TOP HSV-Handballerinen mit Zweitliga-Start nach Maß – beste Werbung fürs Samstag-Derby gegen Wuppertal.

FLOP 0:7-Packung, Schlusslicht ohne Punkt, Trainerwechsel – Fußball-Bezirksligist FC Britannia steht früh in der Saison unter großem Druck.

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