Fußball

„Keine Einstellung“: VfB verliert 0:3

Enttäuschung pur nach dem Abpfiff: Seine Heimspiel-Premiere hatte sich Landesligist VfB Solingen anders vorgestellt. Foto: Moritz Alex
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Enttäuschung pur nach dem Abpfiff: Seine Heimspiel-Premiere hatte sich Landesligist VfB Solingen anders vorgestellt.

Fußball-Landesliga: Baverter bleiben auch am zweiten Spieltag tor- und punktlos

Von Sonja Bick

Zweiter Spieltag, zweites 0:3: Erdim Soysal und Rossi Tilaro waren sich einig, warum die Heimspiel-Premiere ihres VfB Solingen mächtig daneben gegangen war. „Keine Einstellung“, lautete die einhellige Meinung des Coaches und seines Spannmanns. Mit zwei Ausnahmen: Torhüter Dennis Trunschke und der erst 17-jährige Jonas Möller zeigten eine gute Vorstellung. „Jonas hat 90 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen. Die anderen vielleicht 20 oder 25 Prozent“, sagte Soysal, der nach dem Spiel sichtlich angefressen war. Die Niederlage gegen den VfB Hilden II war die logische Konsequenz für den Landesligisten.

Ohne Torjäger Eray Bastas, der angeschlagen fehlte, und den mit Rot gesperrten Kapitän Francesco La Rosa fand der VfB am Bavert ganz ordentlich ins Spiel. Torhüter Trunschke parierte aus kurzer Distanz stark gegen Tim Louis Tiefenthal, der zuvor Jordan Santowski getunnelt hatte. Nur zwei Minuten später kombinierten sich Davide Mangia und Marvin Stahlhaus über die linke Seite bis vors Gäste-Tor. So darf es weitergehen, dachte sich wohl der VfB-Fan – es sollte allerdings die beste Chance in der ersten Halbzeit für den Gastgeber bleiben.

Zu viele Fehlpässe und Ballverluste im VfB-Spiel

Der VfB war um einen ruhigen Spielaufbau bemüht, doch es herrschte zu wenig Bewegung, und so fehlten Anspielstationen. Daraus resultierten Fehlpässe und Ballverluste. Die Gäste in den weißen Trikots waren somit meist eher am Ball und auch in Sachen Zweikämpfe überlegen. „Wir hätten über die Einstellung ins Spiel finden müssen, aber wir haben versucht, zu schön zu spielen“, sagte Erdim Soysal.

Die Hildener kamen hingegen immer besser ins Spiel: Zunächst war es Daniel Rybicki, der im Strafraum in allerhöchster Not zur Stelle war, zwei Minuten später klärte Möller mit einer starken Grätsche zur Ecke. Der VfB versuchte es vermehrt mit langen Bällen, diese fanden aber selten einen Abnehmer. Miles Adeoye war bemüht, im Zentrum für Ruhe zu sorgen – zu Chancen kam sein Team allerdings nicht.

Das 0:1 fiel deshalb auch nicht überraschend. Möller konnte eine Flanke auf der rechten Seite nicht verhindern, Niklas Strunz (31.) schob in der Mitte frei ins Tor. Mit der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff dann das 2:0: schicker Diagonalball in den Strafraum, Querpass – Tor von Moritz Holz. Das alles ging zu schnell für den VfB.

In der zweiten Halbzeit schöpften die Solinger Anhänger Mut, denn die Spieler in den grünen Trikots zeigten sich aktiver. Mangia mit der Hacke auf Antonio Marinovic – dieser wird im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter setzte Mangia allerdings links neben das Tor, ein paar Minuten später zog er den Ball aus spitzem Winkel über die Latte. Zehn Minuten dauerte die gute Phase der Gastgeber. Hilden wurde aber wieder deutlich stärker, Ballverluste im Dribbling und Fehlpässe häuften sich beim VfB. Die Unzufriedenheit wurde hörbar, die Ruppigkeit nahm zu. So konnte sich Maximilian Noll nur noch mit einem Foul helfen, das rund 20 Meter vor dem eigenen Tor einen Freistoß nach sich zog: Tiefenthal verwandelte zum verdienten 3:0-Endstand (80.).

VfB: Trunschke; Möller, Noll, Spinella (46. Pesch), Santowski, Rybicki, Stahlhaus (62. Scheele), Adeoye, Motzko (46. Özgede), Marinovic (66. Apelt, 79. Savinow), Mangia

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