Sportlicher Adventskalender

Vor 50 ist an ein Karriereende noch nicht zu denken

Christian Offermann spielt schon immer mit der 3 auf der Kappe. Abergläubisch ist der Wasserballer aber nicht. Foto: Moritz Alex
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Christian Offermann spielt schon immer mit der 3 auf der Kappe. Abergläubisch ist der Wasserballer aber nicht. Foto: Moritz Alex

Türchen Nummer 3 im Adventskalender des ST-Sports: Wasserballer Christian Offermann.

Von Thomas Rademacher

In der Jugend hat Christian Offermann die Nummer 3 verpasst bekommen. „Weil die frei war“, erinnert sich der Wasserballer der SGW Solingen-Wuppertal. „Seitdem habe ich sie eben immer getragen.“ Eine besondere Beziehung hat der 32-Jährige zu der Zahl eigentlich nicht aufgebaut. „Ich bin auch in keiner Weise abergläubisch. Aber ohne Grund würde ich sie jetzt auch nicht mehr hergeben. Da müsste schon jemand kommen, dem die 3 unheimlich wichtig wäre.“

Fast sein gesamtes Leben tritt Offermann für die Wasserfreunde Wuppertal an, die zusammen mit dem SC Solingen seit einigen Jahren eine Startgemeinschaft bildet. „Angefangen habe ich mit zehn Jahren bei Hellas Wuppertal, bin dann aber mit 15 zu den Wasserfreunden gewechselt. Sportlich war das eine lohnenswerte Entscheidung, zumal wir in den direkten Duellen oft mit 20 Toren Unterschied verloren haben“, sagt der Sportler, der beim Wuppertaler Lokalkonkurrenten seitdem gesetzt ist.

Für eine Saison wagte er mal den Sprung in die Bundesliga zur SGW Köln, außerdem war er in der U19 mit einem Zweitspielrecht für den SV Krefeld 72 unterwegs, doch ansonsten sind die Wasserfreunde seine „zweite Familie.“

Mit dem Verein beziehungsweise später der SGW geht Offermann in der 2. Liga auf Torejagd. „Wobei ich eigentlich nicht der Spieler bin, der für so viele Treffer zuständig ist“, erläutert er. Als gelernter Center-Verteidiger geht es ihm vor allem darum, den Gegner daran zu hindern, Tore zu erzielen. „Früher hieß es: Wenn der gegnerische Center aufs Klo geht, gehst du mit.“ Hin und wieder trifft er aber dann doch – auch, wenn er rechtsaußen zum Einsatz kommt.

Inzwischen gibt der Wasserballer nicht mehr nur im Becken alles für seinen Club, er bringt sich auch auf administrativer Ebene ein. Im Juli wurde er zum neuen Wasserballwart der Wuppertaler gewählt. Zusammen mit Dominik Millard, der dieses Amt bei den Solingern von Daniel Junker übernommen hat, kümmert er sich nun unter anderem um den laufenden Spielbetrieb, der coronabedingt bis mindestens Januar ruht.

Dann will Offermann endlich wieder ins Wasser. „Wir haben seit März kein Spiel bestritten. Es fehlt“, sagt der Sportler, der sich aktuell nicht vorstellen kann, seine Karriere zu beenden. „In unserem Altherren-Team will ich mindestens noch spielen, bis ich 50 bin.“

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