Türchen Nummer 5

Adventskalender: Julia Wierscher – eine Größe im deutschen Frauen-Eishockey

Julia Wierscher spielt seit 2016 in Solingen Eishockey.
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Julia Wierscher spielt seit 2016 in Solingen Eishockey.

Türchen Nummer 5 im Adventskalender des ST-Sports: mit einer Spielerin des EC Bergisch Land.

Von Jürgen König

Wenn man als Eishockey-Spielerin über eine ausführliche Wikipedia-Seite verfügt, ist es ein untrüglicher Hinweis auf den Stellenwert. Bei Julia Wierscher bestätigt sich dies, 140 Länderspiele für Deutschland stehen auf ihrem Konto. Und ein ganz besonderes Tor: 2002 erzielte sie den ersten Olympia-Treffer für ein deutsches Frauen-Eishockey-Team. „Es hat mir immer viel Spaß bereitet und tut es heute noch“, sagt die mittlerweile 51-Jährige.

Hannover, Wiehl, Bergkamen (Deutscher Meister und Pokalsieger), Ratingen sowie Düsseldorf waren ihre Vereinsstationen, ehe die mehrfache WM-Teilnehmerin 2016 zur Birkerstraße wechselte. Beim Zweitligisten gehört die Stürmerin zum Stammpersonal – mit der Nummer 5. „Ich fand die 10 immer gut, aber die war bei meinem Wechsel nach Solingen belegt. Also ist es die 5 in Anlehnung an meinen Geburtsmonat geworden“, erzählt die Lehrerin, die auch Diplom-Sportwissenschaftlerin ist. An einer Realschule in Langenfeld ist sie tätig, wohnt in Leverkusen und übt in der Klingenstadt ihre große sportliche Liebe aus.

„Eigentlich hatte ich schon vor Jahren aufgehört. aber über Andreas Jordan gab es dann doch ein Comeback“, erinnert sich Wierscher an die Kontakte mit dem Trainer. Probleme mit dem Knie bremsen ihren Ehrgeiz, mit Routine avanciert sie indes stets zu einer festen Größe. „Wenn wir komplett sind, haben wir die Chance, oben mitzuspielen“, glaubt sie an gute Ergebnisse schon am Wochenende. Nach dem 1:6 gegen Dinslaken zum Auftakt und mehrwöchiger Spielpause danach steht dann sogleich ein Doppelpack bevor.

Auch beim Coaching in Vereinen sowie bei der Nationalmannschaft hat sich Julia Wierscher einen Namen gemacht, kennt sich also bestens aus: „Leider ist das Frauen-Eishockey in Deutschland immer noch nicht so anerkannt. Es ballt sich in ein paar Städten.“ Umso wichtiger sei es, dass gerade in Solingen die Eissporthalle erhalten bleiben konnte. Wierscher: „Ich bin sehr froh, dass es weiter geht. Wenngleich die Energie natürlich ein schwieriges Thema bleibt.“

Das gilt eher nicht für ihre Hobbys, zu gerne zieht es sie in die Natur – ob auf dem Fahrrad oder beim Wandern. Bekannt bleibt sie aber durch ihren Sport auf dem Eis. Am kommenden Sonntag ist das Team des EC Bergisch Land wieder im Südpark zu sehen. Zu Gast ist ab 19 Uhr der Grefrather EC, der dann auf eine erfahrene Spielerin mit der Nummer 5 trifft.

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